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Asylstatistik August 2017

 Im August 2017 wurden in der Schweiz 1690 Asylgesuche eingereicht, 4 weniger als im Vormonat (–0,2 %). Die Zahl der Gesuche hat sich gegenüber August 2016 um fast ein Drittel verringert (−30,8 %).

 

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden im August waren Eritrea mit 260 Gesuchen (62 weniger als im Juli, Syrien mit 125 Gesuchen (–35), Somalia mit 118 Gesuchen (+17), Afghanistan mit 102 Gesuchen (–18), Türkei mit 91 Gesuchen (–7) und Sri Lanka mit 85 Gesuchen (–3).

Das Staatssekretariat für Migration erledigte im August 2330 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 554 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 508 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 550 Personen erhielten Asyl und 654 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 520 auf 23 005 zurück.

Im August haben 642 Personen unser Land kontrolliert verlassen. Die Schweiz hat bei 777 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 166 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um die Übernahme von 540 Personen ersucht, 82 Personen wurden der Schweiz überstellt.

Resettlement- und Relocation-Programm

Im August sind im Rahmen des UNHCR-Programms zur Neuansiedlung (Resettlement) 88 Personen angekommen. Mit dem Bundesratsbeschluss vom Dezember 2016 wurde die Aufnahme von 2000 Opfern des Syrienkonflikts innerhalb von zwei Jahren beschlossen. Bis Ende August 2017 wurden 333 Personen in der Schweiz aufgenommen. Das Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem seiner Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.

Im Rahmen des Programms der Europäischen Union zur Umverteilung (Relocation) von Asylsuchenden sind im August 28 Personen aus Griechenland und Italien in der Schweiz eingetroffen. Seit der Einführung dieses Programms im September 2015 hat die Schweiz 1122 Personen aufgenommen. Bei diesem Programm werden Asylsuchende, die schon in Griechenland oder Italien registriert wurden, auf andere europäische Staaten verteilt. Damit sollen diese beiden Dublin-Staaten, die an der EU-Aussengrenze mit hohen Gesuchseingängen konfrontiert sind, entlastet werden.