Wann kommen die Investitionen?

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Dieser Tage berichten Wirtschaftsfachmedien mit Korrespondenten im Balkan, dass der bekannte französische Schuhhersteller "Arche" eine Schuhfabrik in Koprivnica im Norden Kroatiens eröffnet. Das Unternehmen produziert Luxusschuhe auf gepachtetem Terrain, mit 23 Angestellten, die 380 Paar Schuhe pro Tag herstellen, während für die Zukunft eine Verdoppelung der Produktion geplant ist.

 

Der Finanzbeauftragte der Gemeinde Koprivnica und der Unternehmer erklärten, dass der Vertrag unterschrieben sei und "Arche" seine Fabrik in der Industriezone der Gemeinde bauen werde. Der Bau werde im Frühling fertig sein und "Arche" werde die Arbeit in den neuen Räumlichkeiten spätestens im Juli 2012 aufnehmen.

 

Diese kleine, aber symbolische Investition in Kroatien ist ein weiteres unter vielen dortigen Beispielen, die zeigen, wie sich dieses Land entwickelt, indem es auswärtiges Kapital in die einheimische Produktion bringt. Ausländische Investitionen sind nicht nur wirtschaftliche Aktivitäten, die zu Handelsaktivitäten wie dem Import von Produkten oder der Eröffnung von Bankfilialen für das Kreditwesen führen. Produktionstätigkeit ist eine Voraussetzung für die Entwicklung eines armen Landes wie Kosova und die umliegenden Länder.

 

Das kroatische Beispiel illustriert den wirtschaftlichen Kreislauf wie er im Buche steht: Investitionen ermöglichen die Schaffung von Arbeitsplätzen, wodurch die Kaufkraft der Menschen steigt, was einen Anstieg des Konsums bewirkt, der seinerseits zur Schaffung neuer Wirtschaftszweige führt, wodurch wiederum neue Arbeitsplätze geschaffen werden und so weiter ... Und lassen sich angesehene Unternehmen in einem Land nieder, weckt dies zudem auch das Interesse anderer Produktionsfirmen, im betreffenden Land zu investieren.

 

Doch nichts dergleichen geschieht in Kosova und den andern albanischsprachigen Gebieten im Balkan. Wenn Kosovo schon nicht im Stande ist, grosse Investitionen anzulocken, wieso gibt es dann nicht häufiger Fälle von kleinen Investitionen, wie das Beispiel der Moderna SA bei Gjakova, von der albinfo.ch berichtete?

 

Gerne laden wir Sie ein, Ihre Meinung zum Thema der fehlenden Investitionen in Kosova zu äussern und an unserer Publikumsumfrage teilzunehmen.

 

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