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Der Standard: Mazedonien, Abschied von Europa

Ivanov ist nicht bereit, dem sozialdemokratischen Oppositionsführer Zoran Zaev das Mandat zur Regierungsbildung zu erteilen, nachdem der neue Parlamentspräsident gewählt wird. Mit seinen Drohungen halten er und seine Parteifreunde das Land in einer Starre.

“Viele europäische Diplomaten suchen nach einer Lösung für die Blockade in Mazedonien. Doch die nationalkonservative Partei VMRO-DMPNE hält mit Hilfe ihres Vasallen, Staatpräsident Gjorgje Ivanov eisern an der Macht fest – jenseits aller demokratischen Regeln und europäischen Werten. AutoritärenFreunde in Ungarn und Polen halten dem Regime in Skopje aber die Stange”, schreibt die bekannte österreichische Analystin und Balkanexpertin Adelheid Wölfl in einem Artikel in der Zeitung Der Standard mit dem Titel “Mazedonien, Abschied von Europa”.

“(…)Ivanov ist nicht bereit, dem sozialdemokratischen Oppositionsführer Zoran Zaev das Mandat zur Regierungsbildung zu erteilen, nachdem der neue Parlamentspräsident gewählt wird. Mit seinen Drohungen halten er und seine Parteifreunde das Land in einer Starre. Beobachter fürchten einen gewaltsamen ethnischen Konflikt, der von der Propaganda der VMRO geschürt wird”, zitiert albinfo.ch

“Das Scheitern der Demokratisierungsversuche der EU und der USA in dem kleinen Balkanstaat hat auch regionale Auswirkungen. Der albanische Premier Edi Rama und der kosovarische Präsident Hashim Thaçi drohen für diesen Fall bereits immer häufiger in gefährlich völkischen Tönen mit einem “Großalbanien”, schreibt Der Standard.