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Lange Warteschlangen an der serbischen Grenzen, Kosova alarmiert Brüssel

Über die von serbischen Behörden verursachten langen Warteschlangen an der kosovarisch-serbischen Grenze hat Minister Murati Brüssel informiert.

 

Die langen Warteschlangen werden von serbischen Grenzwächtern verursacht, sagt Diasporaminister Valon Murati. Am Sonntag seien die Wartezeiten etwas verkürzt, doch in seinem Ministerium mache man viel, damit kosovarische Staatsbürger, die die Weihnachtsferien in Kosova verbringen wollen, einfacher die Grenze passieren können.

„Ein Grund für die langen Wartezeiten ist der Ansturm an den Grenzübergang Merdare. Wir haben appelliert, dass Reisende auch andere Grenzübergängen nutzen. Zudem erschwert die serbische Polizei den normalen Verkehr – sie arbeiten mit normalen reduzierten Kapazitäten, in einer Zeit, in der das Aufkommen an Reisenden enorm gross ist“, sagt Murati.

Doch die langen Warteschlangen sind auch eine Folge der schlechten Beziehungen zwischen Kosova und Serbien. „In der letzten Zeit hat es an einer normalen Kommunikation gemangelt. In meiner Funktion als Minister habe ich alles Mögliche getan, damit unseren Landsleuten nicht das passiert, was ihnen im Moment passiert“, präzisiert Murati.

Über den Ansturm und die langen Wartezeiten an den Grenzübergängen mit Serbien hat Murati auch Brüssel informiert. Vom kosovarischen Innenministerium hört man, dass die Wartezeiten am längsten am Grenzübergang Dheu i Bardhë sind – bis zu zwei Stunden. Am Grenzübergang Merdare müssen die Reisenden bis zu einer Stunden warten. Lange Warteschlangen bilden sich auch an der kroatischen und ungarischen Grenze. Man sei im ständigen Kontakt mit den Behörden dieser Länder, um eine dringende Lösung zu finden, so Minister Murati.