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Vetëvendosje: Dieses Regime missbraucht die Diaspora

Die versteckten Absprachen von Reisebüros, die Flugtickets an unsere Landsleute in der Diaspora verkaufen, belasten die Familienbudgets der Konsumenten sehr, so Donika Kadaj-Bujupi von Vetëvendosje!

Die Vertreter der grössten oppositionellen Partei Lëvizja Vetëvendosje!, werfen der Regierung in Prishtina vor, sie missbraucht die Diaspora. Sie zwinge die Landsleute in der Diaspora dazu, hohe Preise für die Flugtickets zu zahlen. Die Institutionen des Landes haben Monopolbildung und Preisabsprachen geduldet. Der Diaspora wird somit jahrelang geschadet, sagte Kadaj-Bujupi bei einer Pressekonferenz in Prishtina.

 Die Landsleute aus der Diaspora zahlen hunderte Euro für die Tickets, wenn sie zu ihren Familien nach Kosova fliegen. Und die Preise verzehnfachen sich für die Sommer- und Winterferien. Die kosovarische Wettbewerbskommission hätte diese Praktiken schon lange untersuchen müssen, hat aber bisher gar nichts getan.

 “Wie Sie wissen, sind die Flugticketpreise nach Prishtina vielfach teurer als für die Flüge nach anderen Flughäfen in der Region. Der Flughafen Skopje gewinnt immer mehr kosovarische Passagiere. Es sind 600’000 Passagiere, die jetzt nach Skopje statt nach Prishtina fliegen. Unsere Diaspora, rund 30% der kosovarischen Bevölkerung, hat über Jahrzehnte Kosova in vielerlei Hinsicht gerettet. Anstatt, dass wir heute für die Diaspora bessere Rahmenbedingungen für Reisen in die Heimat, Investitionen, Teilnahme und Teilhabe an den staatlichen Institutionen schaffen, missbraucht die Regierung unsere Diaspora durch die Zulassung der horrenden Preise für Flugtickets. Und wie es denjenigen geht, die mit dem Auto reisen, wissen wir schon – Stichwort Grüne Karte”, sagte die Abgeordnete Donika Kadaj-Bujupi..
“Von den Preisabsprachen profitieren die Reisebüros und die Machthaber, die diese Zustände schon seit 20 Jahren dulden. Im kosovarischen Parlament ist das Konsumentenschutzgesetz verabschiedet worden, bereits in Jahr 2010. Doch die zuständige Wettbewerbskommission ist nicht willens dieser Angelegenheit anzunehmen. Und die Kartelle können weiterhin ungestört ihre Macht missbrauchen.”
Es bestehen begründete Zweifel, dass gewisse Unternehmen und Reisebüros die dominierende Stellung missbrauchen und die Wettbewerbskomission unternimmt nichts dagegen. während in der Kommission Leute sitzen, die den Parteien mehr dienen als der Öffentlichkeit.
“Im Grunde hätte die Wettbewerbskommission die Macht, gegen Kartelle und Monopole vorzugehen. Doch dies kann nur mit Leuten gemacht werden, die professionell arbeiten und nicht parteipolitischen Interessen dienen”, so Kadaj-Bujupi.
Ihre Partei habe den Parlamentspräsidenten Kadri Veseli am 27. April 2016 über die parteipolitischen Ernennungen in der Wettbewerbskommission informiert. Lëvizja Vetëvendosje! wird weiterhin diesbezüglich Druck machen, bis das Thema der sehr teuren Flugtickets adressiert wird und die Verantwortlichen für die Unregelmässigkeiten vor Gericht gestellt werden.