Alle Zweifel bezüglich Antisemitismus sind ausgeräumt, “Baba News” kann die Durchführung der Kurse fortsetzen

“Baba News” ist eine Medienplattform, die hauptsächlich der Information von “Secondos” gewidmet ist, wie die Mitglieder der zweiten Generation ausländischer Staatsbürger in der Schweiz im Allgemeinen genannt werden. An der Spitze dieses Portals stehen zwei Frauen albanischer Herkunft: Albina Muhtari (Chefredakteurin) und Merita Shabani (stellvertretende Chefredakteurin), berichtet albinfo.ch.

 

Die Redaktion des Online-Portals oder Magazins Baba News wurde kürzlich für ihre Berichterstattung über den Konflikt im Nahen Osten kritisiert. Tatsächlich hatte eine Podcast-Episode von “Baba News” vom 17. Oktober 2023 heftige Kritik ausgelöst. Eine Woche später veröffentlichte dieses Portal auch einen Rap-Song, der nach Expertenmeinung antisemitische Stereotypen verwendet. Diese beiden Entwicklungen hatten auch Bedenken in der lokalen Politik der Gemeinde und des Kantons Bern ausgelöst.

 

“Baba News” bietet auch Kurse gegen Hassrede an, die mit öffentlichen Geldern finanziert werden, und zwar für Kinder an Schulen in Bern. Diese Kurse sollen die Schüler für Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren.

 

In diesem Zusammenhang hat der Gemeinderat von Bern am 29. Februar 2024 die Frage behandelt: Kann “Baba News” seine mit öffentlichen Geldern finanzierten Seminare an den Schulen in Bern fortsetzen?

 

Fünf Stadträte von Bern hatten eine Anfrage gestellt, berichtet 20minuten. Sie wollten wissen, an welchen Schulen die Betreiber der Plattform Kurse gegen Hassrede abhalten und was der Gemeinderat von dem Inhalt hält, den “Baba News” verbreitet.

 

Jetzt ist die Frage geklärt: “Baba News” kann die genannten Kurse fortsetzen. “Baba News” bedauerte die Verbreitung des Rap-Videos aufgrund der Wirkung, die es hatte, obwohl eine solche Wirkung nicht beabsichtigt war, berichtet albinfo.ch. Auch “Baba News” betonte, dass sie so etwas heute nicht tun würden”, sagt Sven Baumann, Generalsekretär des Bildungsdirektorats der Stadt Bern.

 

Das Bildungsdirektorat wurde immer für die Kurse der “Baba Academy” gelobt, die lange vor dem Vorfall mit dem Rap-Video begonnen wurden: “Als Medium unterliegt “Baba News” der Pressefreiheit. Bei der Entwicklung und Durchführung der Kurse arbeiten die Schulen eng mit ihren Anbietern (von Baba News) zusammen und stellen sicher, dass diese von hoher Qualität sind”, berichtet albinfo.ch. Das hat bisher immer gut funktioniert”, sagt Baumann.

 

(Bild: Instagram Babanews)

Botschaft des Kosovo in Bern, Empfang zum Unabhängigkeitstag und zum Jubiläum der UÇK-Epopöe

Am Sonntag, dem 10. und Montag, dem 11. März, hat die Botschaft der Republik Kosovo in Bern zwei Empfänge anlässlich des Jahrestages der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo und des 26. Jahrestags der UÇK-Epopöe organisiert.

Beim ersten Empfang waren hauptsächlich Mitglieder unserer Gemeinschaft in der Schweiz eingeladen, insbesondere Vertreter kultureller Vereine und anderer Aktivitäten innerhalb dieser Gemeinschaft, während der zweite Empfang für Diplomaten aus aller Welt reserviert war, die in Bern akkreditiert sind, Vertreter schweizerischer Institutionen, einschliesslich der albanischen Politiker in den Institutionen der Schweiz, berichtet albinfo.ch.

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In seiner Ansprache an die anwesenden Gäste hat der Botschafter der Republik Kosovo in der Schweiz, Herr Sami Ukelli, in seiner Rolle als Gastgeber die wichtige Rolle unserer Diaspora in der Schweiz in jeder Phase der Entstehung und des Staatsaufbaus des Kosovo anerkannt. Er betonte auch die besonders freundliche und faire Haltung der Schweiz gegenüber dem Kosovo während all dieser Jahre, vor und nach der Unabhängigkeit unseres Staates. “Kosovo hat einen langen Weg hinter sich, auf den wir alle stolz sein können.

Ihr seid eine erfolgreiche Diaspora auf der ganzen Welt, insbesondere in der Schweiz, die wesentlich dazu beiträgt, das wahre Bild des Kosovo zu präsentieren. Obwohl viele Herausforderungen bleiben, haben wir alle die Verpflichtung gegenüber unseren Vorfahren, eine demokratische, wohlhabende und europäische Kosovo für unsere zukünftigen Generationen aufzubauen”, sagte Botschafter Ukelli unter anderem.

Weiterhin drückte er seine tiefe Dankbarkeit des Volkes und des Staates Kosovo für die besondere Rolle aus, die die Schweiz in allen Entwicklungen im Kosovo gespielt hat und weiterhin spielt. “Die Schweiz war eines der ersten Länder, die durch Frau Micheline Calmy Rey als damalige Aussenministerin bereits 2005 für die Unabhängigkeit des Kosovo plädierte, und unmittelbar nach der Ausrufung der Unabhängigkeit anerkannte sie seine Staatsbürgerschaft, wofür wir immer dankbar sind!

Wenn wir auf unsere Beziehungen in den letzten 16 Jahren zurückblicken, und insbesondere in den letzten 3 Jahren und einem halben, die ich selbst in Bern bin, bin ich sehr glücklich, dass unsere Beziehungen zur Schweiz auf allen Ebenen ausgezeichnet sind. Die Tatsache, dass die Beziehungen zwischen unseren Ländern ausgezeichnet sind und Kosovo ein gutes Image hat, verdanken wir auch Ihnen, der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz, als gemeinsames “Asset”, das sich durch Erfolge in allen Bereichen bewährt hat. Einfach gesagt, Sie sind die besten Botschafter Kosovos, die wir haben”, äusserte sich Botschafter des Kosovo in der Schweiz, Herr Sami Ukelli.

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Më shumë foto: GALERI

 

 

Duffeyz im Rückspiegel: Von der Lehrabbrecherin zur Bachelor-Absolventin für Design

Mit ihrem Lebensmotto “shnosh” (Hauptsache gesund) zeigt uns eine albanischstämmige Seconda, wie man mit Passion und viel Humor auch Rückschläge als ein Privileg im eigenen Lebenslauf interpretieren kann. Zusammen mit albinfo.ch wirft sie einen Blick auf ihre Schulkarriere, angefangen als Sek-B-Schülerin, über Lehrabbruch bis hin zu ihrer neuesten Position als Vorstandsmitglied im Kulturlabor Schaffhausen, wo sie ihre Leidenschaft für Kunst und Kultur lebt.

Albinfo.ch: Du hast einen Bachelor-Abschluss bei ZHdK, Du lässt deine künstlerische Ader auch in deinen Social-Media-Inhalten einfliessen und betonst in der Öffentlichkeit, dass die Diversität unter Schweizer Secondos und Secondas, nicht nur gefeiert, sondern auch in der Politik eingefordert werden sollte. Wie würdest du dich selbst und deine schulische Laufbahn beschreiben?

Duffeyz: Jeder Schritt in meiner schulischen Laufbahn und auch im Privaten hat für mich eine bedeutende Rolle gespielt, aber meine grösste Leidenschaft besteht darin, meine persönliche Entwicklung zu verfolgen und zu sehen, wie ich mich jeden Tag verbessere. Es ist meine Gewohnheit geworden, bis zum letzten Moment durchzuhalten und Rückschläge nicht als Ende, sondern als neuen Anfang zu betrachten. Diese Einstellung wurde mir zur Notwendigkeit, denn nach meinem Abschluss an der Sek B hatte ich nicht einmal eine Lehrstelle und wurde sogar fristlos aus meiner ersten Lehre entlassen, als ich sie schliesslich hatte. Das stellte mich vor grosse Herausforderungen, da ich begann, an meinen Zielen und noch schlimmer, an meinem Potenzial zu zweifeln. Eine bestimmte Eigenschaft half mir besonders dabei: Hartnäckigkeit. Ich wusste nicht, wohin mit mir – eine albanische Seconda in der Schweiz, mit 15 Jahren bereits arbeitslos. Doch etwas in mir, vielleicht war es einfach nur naives Hoffen, lies mich nicht aufgeben, und dafür bin ich meinem 15-jährigen Selbst unendlich dankbar. Heute halte ich stolz mein Bachelorabschluss-Diplom, das natürlich im Zimmer meiner Eltern hängt, und plane bereits meinen Master. Für mich ist das ein unglaubliches Privileg.

albinfo.ch: Duffeyz, ein Rückblick auf deine Berufslaufbahn zeigt eine äusserst vielfältige und steil aufsteigende Entwicklung. Doch welche drei Meilensteine siehst du als besonders wichtig in deinem Werdegang?

Duffeyz: Pragmatisch gesagt: BM-Abschluss, Praktikum in einem kreativen Beruf und Bachelor Diplom, aber das finde ich irgendwie… langweilig? Ich glaube mentale Eigenschaften sind eher die, die deinen Erfolg ausmachen: So musste ich wie erwähnt als Teenager berufliche Rückschläge erleben, um zu realisieren, dass ich mir viel Mühe für meine Zukunft geben muss. Das hat mir meine Zeit in der BM beigebracht, denn ich musste ganz schön viel Lernen. Dies würde ich als ersten Meilenstein bezeichnen. Der zweite Meilenstein kam, als ich verstand, dass ich nur wachsen kann, wenn ich mich aus meiner Komfort Zone fast schon zwinge.

Ich musste mich in Situationen stürzen, wo ich mich als «unterqualifiziert» sah. Ich habe mich bei Stellen beworben, wo ich mir immer sagte «die nehmen mich sowieso nicht», aber irgendwann mal gab mir doch jemand eine Chance. Kleiner Tipp: Die Rückschläge darf man aber dabei bloss nicht zu persönlich nehmen, doch so gut es geht als «konstruktive Kritik» interpretieren. Der dritte Meilenstein war dann im Bachelor. Alles, was ich früher als Schwäche an mir sah, musste ich mir zu Stärke umwandeln: Schlechtes Image der Albanischen Secondos in der Schweiz, meine Aussprache im Deutschen oder meine selbst-erlernten Designkenntnisse. Ich darf mich nicht über Schwächen definieren lassen, sondern ich definiere sie.

albinfo.ch: Du arbeitest heute auch für renommierte Unternehmen wie ZEAM und bist privat sehr aktiv in den sozialen Medien. Machst du überhaupt einen Unterschied zwischen deiner Rolle als Content Creator und privaten Beiträgen auf Social Media?

Duffeyz: Unbedingt! Während ich mich in meiner Rolle als Business-Duffeyz als eine extrovertierte und zielorientierte Künstlerin zeige, die ständig innovative Wege geht, «outside the box» versucht zu denken, möchte ich privat eher Ruhe, meinen gewohnten Spaziergängen im Wald geniessen und über belanglose Witze lachen. Als Content Creator strebe ich ständig nach Höherem, probiere Neues aus und vernetze mich mit verschiedenen Menschen, um meine persönliche Entwicklung voranzutreiben. Doch privat findest du mich in meiner Stamm-Dönerbude mit langjährigen Freunden und der immer gleichen Bestellung: Ohne Zwiebeln, wenig scharf und viel Sauce. Trotz der Unterschiede gibt es zwei Gemeinsamkeiten zwischen meinem Business-Ich und meinem Privat-Ich: Beide sind äusserst dankbar und sagen immer “Shnosh”.

Multimedia-Künstler Shuk Orani präsentiert seine persönliche Ausstellung “EXPERIENCE”

Der renommierte Multimedia-Künstler und Konzeptionist Shuk Orani präsentiert stolz seine persönliche Ausstellung “EXPERIENCE”, eine beeindruckende Sammlung seiner Werke, die über 25 großformatige Ölgemälde umfasst. Die Ausstellung, die eine Fläche von 2000 m2 einnimmt, wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Marktplatz der Manufakturen und der ATELIER SO realisiert.

Shuk Orani, ein in Hamburg ansässiger Künstler, hat weltweit an bedeutenden Ausstellungen und Kunstmessen teilgenommen, darunter im MOCA – Museum of Contemporary Art in Peking, im Louvre Museum Paris, in der Galleria Farini Concept in Italien, und vielen mehr. Seine kreative Bandbreite reicht von Ölgemälden auf Leinwand über grafische und digitale Kreationen bis hin zu Skulpturen und Fotografien. Oranis Werke zeichnen sich durch ihre kontinuierliche Produktivität und eine spürbar erotische Ausstrahlung aus, die den Betrachter in eine Welt des inneren Dialogs zwischen Komplexität und Einfachheit führt.

Die aktuelle Ausstellung bietet den Besuchern die Möglichkeit, in Oranis faszinierende Kunstwelt einzutauchen. Sie umfasst eine sorgfältig kuratierte Sammlung von Werken, die über Jahre hinweg entstanden sind und verschiedene Serien repräsentieren. Jedes Gemälde überrascht mit einer Größe von mehr als 2 Metern, wodurch die Besucher in eine immersive Erfahrung eintauchen können.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Marktplatz der Manufakturen und der ATELIER SO ermöglichte die Realisierung dieser außergewöhnlichen Ausstellung. Der Marktplatz der Manufakturen, ein Projekt der GARBE Immobilien-Projekte aus Hamburg, bietet 15 Ateliers für Manufakturen, Kunsthandwerker und Künstler. Diese hochwertigen Räumlichkeiten am Baakenhafen dienen nicht nur der Produktion und Präsentation von Handwerkskunst, sondern eignen sich auch hervorragend für Kunstausstellungen und andere Events.

Zusätzlich zur Hauptausstellung haben die Besucher die Möglichkeit, eine Neben Ausstellung zu erkunden, die eine Vielzahl zeitgenössischer Kunstwerke von Künstlern aus der Region und darüber hinaus präsentiert. Die vollständige Künstlerliste wird am 15.03.2025 veröffentlicht.

Die Ausstellung “EXPERIENCE” von Shuk Orani ist ein Muss für Kunstliebhaber und Interessierte gleichermaßen. Sie findet statt [Datum] im Marktplatz der Manufakturen in Hamburg. Weitere Informationen finden Sie unter: [Link zum Veranstaltungsort].

Für Presseanfragen und Interviews mit Shuk Orani kontaktieren Sie bitte:

Ana ATELIER SO PR +4915755557362 [email protected]

Über den Marktplatz der Manufakturen: Der Marktplatz der Manufakturen, ein Projekt der GARBE Immobilien-Projekte aus Hamburg, bietet Manufakturen, Kunsthandwerkern und Künstlern eine Plattform zur Produktion, Präsentation und zum Verkauf ihrer einzigartigen Produkte. Weitere Informationen finden Sie unter: https://marktplatz-der-manufakturen.com/

Für weitere Informationen: 

Xenia Welker

Konzeption & Planung

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Fon: +49 40 356 13-1204 • Fax: +49 40 356 13-2210
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Einheit in Vielfalt: swissalbs setzt auf Expansion und Kooperation mit neuem Vorstand

Beim jüngsten Treffen der swissalbs Organisation, das in den frisch eröffneten, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten der Binelli Group abgehalten wurde, stand nicht nur die Generalversammlung auf der Tagesordnung, sondern auch eine Erweiterung des Vorstands.

Mit dem Hinzufügen von drei neuen Vorstandsmitgliedern, Dzevrije Zendeli (Rechtsanwältin), Ernest Ukaj (Steuerexperte) und Sysret Kastrati (Unternehmer), die strategischen Funktionen einnehmen werden, verstärkt swissalbs seine Führungskraft und setzt ein klares Zeichen für die Zukunft. Der bisherige Vorstand aus Bardhyl Coli, Burim Hasani, Besfort Bilajli, Perparim Avdili und Arbela Statovci, wurden einstimmig wiedergewählt.

Diese Ernennungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem swissalbs nicht nur in der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz als politische und wirtschaftliche Stimme, sondern auch in den Bereichen Kultur und Bildung eine stärkere Präsenz anstrebt. Durch die Umstrukturierung des Beirats zur Unterstützung operativer Aufgaben in diesen vier Handlungsfeldern erhöht die Organisation ihre Handlungsfähigkeit erheblich. „Damit öffnet swissalbs Organisationen die Türen, um die einzigartige Möglichkeit zu schaffen, gezielt Netzwerke und Synergiepotenziale zu schaffen und zu nutzen“, sagte der Präsident Përparim Avdili.

Die Aufnahme von Vertretern aus bestehenden albanischen Vereinen in den Beirat von swissalbs ist ein strategischer Schritt, um die Nähe und Kooperation mit der Basis zu stärken. «Dieser Schritt ist eine Investition in die Zukunft: Gemeinsame Projekte sollen realisiert und eine stärkere, vereinte Stimme in der Schweiz etabliert werden. Es ist ein klares Zeichen, dass swissalbs den Dialog und die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene intensivieren möchte, ergänzt Arbela Statovci, Kommunikations- und Medienverantwortliche der swissalbs Organisation.

Das Engagement von swissalbs, eine Kultur der Risikobereitschaft und des Unternehmertums in der albanischen Gemeinschaft zu fördern, ist lobenswert. Mit einem starken Netzwerk von rund 650 Unternehmern, Change Makern und Führungskräften, die sich von einer Vielzahl von Persönlichkeiten inspirieren lassen, setzt swissalbs den Grundstein für nachhaltigen Wandel.

Durch die Einheit innerhalb ihrer Dachorganisation formt swissalbs ein mächtiges Echo, das durch das gesamte Land widerhallt und ihre gemeinsamen Ziele energisch vorantreibt. Der diesjährige Schweizer Unternehmerball und die Vergabe des Preises für swissalbs Unternehmer:innen zum vierten Mal unterstreichen diese Bemühungen zusätzlich.

Mit einer Kombination aus Kunst und Networking bot die Veranstaltung eine Plattform für anregende Gespräche unter den Unternehmern und war ein Paradebeispiel dafür, wie swissalbs es versteht, geschäftliche mit gesellschaftlichen Aspekten zu verknüpfen, um ein Gründerklima zu schaffen und den Pioniergeist in der albanischen Community in der Schweiz zu wecken.

Vom herzlichen Empfang, über den leckeren Aperitif, bis hin zum Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten der Binelli Group war alles optimal organisiert und durchzogen von spannenden Unternehmergesprächen. Das Zusammenspiel von Kunst und Networking machte diese Veranstaltung einzigartig und zu einem besonderen Erlebnis.

Nächste Anlässe

Unternehmerpreis: 7. September 2024, Kongresshaus Zürich

swissalbs ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich und versteht sich als Dachorganisation für die schweizerisch-albanische Community. Als Interessensgemeinschaft fördert swissalbs den Unternehmergeist albanischstämmiger Schweizer, bietet eine Plattform für Erfahrungsaustausch und ehrt ausserordentliche Leistungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Bildung und Politik. (Foto: FIona Murtaj)

/swissalbs/

In der neuesten Ausgabe von albinfo.ch: Visafreiheit für Kosovaren

In dieser Ausgabe hat die Redaktion von Albinfo.ch ein Editorial und informative Artikel zur Chronologie des Visaliberalisierungsprozesses aufgenommen. Es wurde auch eine Umfrage mit einer Vielzahl von Persönlichkeiten aus der albanischen Diaspora zu diesem Thema durchgeführt.

Darüber hinaus enthält die Ausgabe auch andere Themen und Porträts von Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Kunst, Sport, Wirtschaft usw., die die Vielfalt der Realität der albanischen Diaspora in der Schweiz und darüber hinaus widerspiegeln.

Auf der Titelseite der Zeitschrift ist das Porträt der berühmten Judoka Majlinda Kelmendi zu sehen. Die albanische Sportlerin aus dem Kosovo hat sich mit ihren sportlichen Erfolgen schon lange zu einer würdigen Botschafterin des jüngsten Staates in Europa entwickelt und repräsentiert nun ein Symbol für die Vitalität und Unabhängigkeit des von ihr vertretenen Staates, dem Kosovo.

Die Redaktion von Albinfo.ch wünscht allen Lesern alles Gute zum 17. Februar, dem Unabhängigkeitstag des Kosovo!

 

 

Ausländerstatistik 2023

Im Jahr 2023 nahm die Nettozuwanderung in die Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 17 506 Personen auf 98 851 Personen zu. Dies ist hauptsächlich auf die anhaltende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen. Ausländerinnen und Ausländer haben wesentlich dazu beigetragen, den Fach- und Arbeitskräftemangel auszugleichen. Ende 2023 lebten 2 313 217 Ausländerinnen und Ausländer dauerhaft in der Schweiz.

Im Jahr 2023 nahm die Zuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung gegenüber dem Vorjahr um 19 118 Personen (+11,8 %) zu. Insgesamt wanderten 181 553 Personen in die Schweiz ein, wovon 71,9 % aus einem Mitgliedstaat der EU oder EFTA. Die Zuwanderung aus der EU/EFTA nahm um 16 090 Personen (+14,1 %) auf 130 483 Personen zu. Bei den Drittstaatsangehörigen wurde ein Anstieg von 3028 Personen (+6,3 %) auf 51 070 Personen verzeichnet.

Die Auswanderung aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung betrug 75 291 Personen (+1555 Personen gegenüber 2022). Insgesamt haben 57 222 EU/EFTA-Staatsangehörige (+906 Personen) und 18 069 Drittstaatsangehörige (+649 Personen) die Schweiz verlassen.

Die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung nahm gegenüber dem Vorjahr um 17 506 Personen auf 98 851 Personen zu (Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung sowie statistische Korrekturen). Der Wanderungssaldo erhöhte sich bei den EU/EFTA-Staatsangehörigen um 15 084 Personen auf 67 973 Personen und bei den Drittstaatsangehörigen um 2422 Personen auf 30 878 Personen.

Solides Beschäftigungswachstum

Im Jahr 2023 wanderten 92 318 EU/EFTA-Staatsangehörige in die Schweiz ein, um eine unbefristete Arbeitsstelle anzutreten (+16,3 %, +12 906 Personen). Dies entspricht einem Anteil von 70,7 % der Einwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung aus der EU/EFTA. Ausserdem kamen 75 346 EU/EFTA-Staatsangehörige für eine unterjährige Erwerbstätigkeit in die Schweiz (+13,7 %, +9099 Personen). In wirtschaftlicher Hinsicht war das Jahr 2023 geprägt von einer günstigen Konjunktur und einem soliden Beschäftigungswachstum. Vor diesem Hintergrund hat die steigende Anzahl ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu beigetragen, den allgemeinen Fach- und Arbeitskräftemangel zu verringern. Von den kontingentierten Aufenthaltsbewilligungen für Erwerbstätige aus Drittstaaten wurden 75 % der Kurzaufenthaltsbewilligungen (3016 Bewilligungen L) und 80 % der Aufenthaltsbewilligungen (3616 Bewilligungen B) im Jahr 2023 ausgeschöpft.

Im gleichen Zeitraum machte der Familiennachzug 26,5 % der Zuwanderung zwecks Langzeitaufenthalt aus. Insgesamt wanderten 46 281 Personen im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein (+7,6 % gegenüber 2022), von denen 15 % Familienangehörige einer Schweizerin bzw. eines Schweizers waren.

Ende 2023 lebten 1 540 798 EU/EFTA-Staatsangehörige und 772 419 Drittstaatsangehörige dauerhaft in der Schweiz. Italienerinnen und Italiener sind mit 342 454 Personen nach wie vor die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe in der Schweiz, gefolgt von deutschen (326 033 Personen), portugiesischen (260 462 Personen) und französischen (165 684 Personen) Staatsangehörigen. Insgesamt wurden 41 073 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert.

Betrachtung über 15 Jahre

Über einen Zeitraum von 15 Jahren betrachtet haben Ende 2023 rund 44 % aller Personen, die im Jahr 2009 in die Schweiz eingereist waren (rund 132 000 Personen in die ständige Wohnbevölkerung) die Schweiz wieder verlassen. Werden nur die EU/EFTA-Staatsangehörigen berücksichtigt, liegt dieser Wert etwas höher (48 %). Von den im Jahr 2009 zugelassenen Personen haben 15 % Ende 2023 die Schweizer Staatsbürgerschaft erworben und 33 % sind im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Diese Bewilligung wird unter bestimmten Voraussetzungen erteilt, insbesondere wenn nach fünf bis zehn Jahren Aufenthalt in der Schweiz die Integrationskriterien erfüllt sind.

Von der Lehrerin zur Schülerin: Céline lernt Albanisch!

Céline, eine erfahrene Volksschullehrerin, hat die sozialen Medien in den letzten drei Wochen im Sturm erobert. Nicht mit klassischem Unterricht, sondern mit ihrer eigenen Sprachlernreise. Unter dem Namen ce_lingual wagt sie sich ohne Lehrperson an das Albanisch-Lernen heran und fesselt damit die Online-Community. Täglich dokumentiert sie in Kurzvideos ihre Fortschritte, Erfolge und Herausforderungen auf dem Weg zu neuen sprachlichen Horizonten.

Du bist Lehrerin und begleitest normalerweise Kinder und Jugendliche auf ihrem Lernweg. Warum entscheidest du dich auf den sozialen Medien, Albanisch ohne klassischen Unterricht selbst zu lernen?

Ein entscheidender Einfluss auf meine mir selbst gestellte Herausforderung hatte sicherlich mein Grossvater. Uns verband nicht nur die Leidenschaft für Sprachen, sondern auch sein Beruf als Lehrer. In seinem Alter lernte er eigenständig Spanisch, um mit seiner Frau die entlegensten Orte Spaniens zu bereisen und die Einheimischen mit seinen Sprachkenntnissen zu beeindrucken. Nun möchte ich herausfinden, ob ich auch in der Lage bin, mir selbständig eine Fremdsprache mithilfe meines aktuellen Fachwissens und meiner Sprachkenntnisse anzueignen. Ich sehe gute Voraussetzungen für dieses Vorhaben, da ich Erfahrung darin habe, Lerninhalte didaktisch aufzubereiten und mir bewusst ist, wo beim Spracherwerb Stolpersteine liegen könnten.

Dank den zahlreich vorhandenen Ressourcen wird heute auch Lernen ausserhalb des klassischen Unterrichts möglich. Mit diesem Experiment möchte ich genauer untersuchen, welche Aspekte dabei besonders zu beachten sind und inwiefern dies eine Möglichkeit darstellen könnte, Bildung für viele Menschen weltweit zugänglicher zu machen.

Dieses Vorhaben dient nicht zuletzt meiner eigenen Weiterentwicklung als Lehrperson. Es hilft mir, die Lernprozesse meiner Lernenden besser zu verstehen und dazu zu ermutigen, Fehler als Bedingung für weitere Lernfortschritte zu sehen.

Welche Chancen siehst du in der Online-Dokumentation deines Lernprozesses? Wie stellst du sicher, dass du Gelerntes, insbesondere die Aussprache, korrekt umsetzt?

Ich sehe in verschiedenen Bereichen Chancen. Einerseits bieten mir meine Online-Dokumentationen eine Struktur, die mir bei einer bewussten Auseinandersetzung mit meinem Lernprozess hilft. Bevor ich jeweils ein neues Video veröffentliche, überprüfe ich meinen Inhalt auf Korrektheit, was mir dabei hilft, meine Lernschritte besser zu planen.

Andererseits nutze ich Social Media, um meinen Lernprozess zu teilen und andere Menschen zu unterstützen, die sich in einem ähnlichen Lernprozess befinden wie ich. Dank der digitalen Vernetzung steht eine Vielzahl von Sprachen und Wissen zur Verfügung, die für einen konstruktiven Austausch genutzt werden können.

Ich verwende ein Lehrmittel, das auch Hörübungen und die korrekte Aussprache verschiedener Buchstaben beinhaltet. Zusätzlich trainiere ich meine Aussprache, indem ich im Alltag viele albanische Lieder höre. Glücklicherweise kann ich auch auf Feedback von Freunden zurückgreifen, die meine Aussprache überprüfen, bevor ich ein neues Video auf Social Media veröffentliche.

Meine selbst geschriebenen Sätze überprüfe ich entweder mit ChatGPT oder recherchiere im Internet. Schliesslich ist auch die Social Media Community aufmerksam und gibt Feedback zu meinem Sprachwissen.

Was hat dich dazu motiviert, die Herausforderung anzunehmen, Albanisch selbst zu lernen, ohne Lehrperson?

Zu Beginn des Jahres 2024 nahm ich mir Zeit, um das vergangene Jahr zu reflektieren und darüber nachzudenken, welche Vorsätze ich für das neue Jahr fassen möchte. Dabei wurde mir bewusst, dass ich meine Leidenschaft für Sprachen in letzter Zeit völlig vernachlässigt hatte. Also suchte ich nach einem Weg, dieses “Hobby” wieder aufzugreifen. Schon seit einiger Zeit war mir die Idee gekommen, Albanisch zu lernen. Um meine Idee in die Realität umzusetzen, beschloss ich, einen konkreten Zeitrahmen zu setzen. Die 90 Tage bis zu den Frühlingsferien erschienen mir dafür ideal zu sein, da ich zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit haben werde, meine Sprachenkenntnisse im entsprechenden Land zu testen. So entstand meine Challenge und innerhalb einer Woche mein Kanal auf TikoTok und Instagram.

Des Weiteren ist für mich Autonomie von grosser Bedeutung. Ich schätze es sehr, wenn ich in meinem Tempo unabhängig von Zeit und Ort lernen kann.

Inwiefern spielt der Spassfaktor eine Rolle in deinem Lernprozess? Wie schaffst du es, dich regelmässig zu motivieren und am Ball zu bleiben?

Ich bin der Überzeugung, dass der Spass am Lernprozess eine entscheidende Rolle für den Erfolg spielt. Als ich mich entschied, Albanisch eigenständig zu lernen, war meine Motivation entsprechend hoch. Meine 90 Tage Challenge und die regelmässigen Updates auf Social Media führen ebenfalls zu einem spielerischen Lernprozess. Die Freiheit, selbst über die Lerninhalte und Materialien zu entscheiden, hat mir geholfen, motiviert zu bleiben. Wöchentlich lade ich ein Video mit meinem aktuellen Fortschritt hoch. Dies macht meine Entwicklung direkt sichtbar und wirkt somit sehr motivierend für mich.

Um mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, habe ich mir einen Plan für die 90 Tage erstellt und in wöchentliche Abschnitte unterteilt. Das gibt mir die nötige Struktur. Zudem schaffen meine dokumentierten Lernfortschritte auf Social Media ebenfalls Verbindlichkeit, am Ball zu bleiben. Ebenfalls wissen einige meiner Lernenden von meiner Herausforderung und überprüfen gerne jeweils nach der Stunde kurz meine Lernfortschritte.

Gibt es bestimmte albanische Wörter oder Sätze, die du besonders gut behalten kannst? Warum sind diese für dich besonders einprägsam?

Ja, definitiv gibt es gewisse Wörter oder Sätze, die ich besser behalten kann. Ein Wort, das ich oft in einem meiner ersten Videos auf Albanisch gelesen habe, war “sukses”, also Erfolg. Im Alltag verwende ich häufig die Wörter “shkoj” oder “unë jam”, und deshalb habe ich sie schnell verinnerlicht. Lehnwörter sind für mich eine effektive Methode, um neue Wörter besser zu behalten, wie zum Beispiel “pasagjer”, was auf Deutsch “Passagier” bedeutet. Leider funktioniert dieser Trick nicht immer. Beim ersten Mal, als ich “shok” las, dachte ich, es handle sich um das deutsche Wort “Schock”. Die richtige Übersetzung ist jedoch Freund.

Wie bereits erwähnt, höre ich im Alltag oft albanische Lieder. Die jeweiligen Titel konnte ich mir sehr gut merken. In diesem Zusammenhang fallen mir zwei Lieder von Alban Skënderaj ein: “Nuk je vetëm” und “Faleminderit”.

Wann denkst du, wirst du Albanisch gut genug beherrschen, um dich fliessend und frei auszudrücken? Hast du ein bestimmtes Ziel oder Zeitfenster für dein Selbststudium?

Für meine Challenge habe ich mir ein Zeitfenster von 90 Tagen gesetzt. Zusätzlich plane ich, in den albanischsprachigen Raum zu reisen, um mein Können zu testen. Ich bin zuversichtlich, dass ich bis dahin in der Lage sein werde, alltägliche Konversationen zu führen und mich im albanischsprachigen Raum ohne die Verwendung einer weiteren Sprache zurechtzufinden.

Ob meine Kenntnisse bis dahin auch für tiefere Gespräche ausreichen werden, bleibt abzuwarten.

Links zu meinem Kanal
TikTok Kanal: https://www.tiktok.com/@ce_lingual
Instagram Kanal: https://www.instagram.com/ce_lingual/
90 Tage Challenge (TikTok) https://www.tiktok.com/@ce_lingual/video/7329224485612080417?is_from_webapp=1&sender_device=pc&web_id=7329119679502222881
Përshëndetje (TikTok) https://www.tiktok.com/@ce_lingual/video/7334028431400684833?is_from_webapp=1&sender_device=pc&web_id=7329119679502222881

Schneider Beadini bringt seine Marke ‘Tailor Beadini’ nach Zürich

Der Schneiderberuf wird als edler Beruf angesehen und geniesst weltweit einen hohen Ruf. Dieser Beruf besteht aus vielen Details und wird als äusserst kreatives Arbeitsfeld betrachtet.

Die Fähigkeit, Kleidung zu entwerfen und zu kreieren, ist eine Kunst für sich. Die Meisterschaft in der Herstellung von Kleidungsstücken hatte Herr Beadini bereits in jungen Jahren begonnen. Er hatte Leidenschaft und Liebe für diesen Beruf, die er zu seinem Lebensberuf machte. Herr Beadini, der sich als junger Mann dem Schneiderhandwerk verschrieben hatte, geht dem edlen Beruf auch heute nach.

Textilien und Schneiderarbeiten mit Nadel und Faden liebte er sehr, eine Aufgabe, der er sich mit vollem Einsatz widmete, indem er die Textilschule besuchte. Seit dieser Zeit blieb er diesem Beruf treu und arbeitete viele Jahre in seinem Heimatland.

Wie er gegenüber albinfo.ch berichtet, übt Herr Beadini diesen Beruf gemeinsam mit seinem Bruder aus. “Ich arbeite in diesem Beruf, zusammen mit meinem Bruder haben wir unser Familienunternehmen gegründet und sind erfolgreiche und sehr gefragte Schneider”, sagt er.

Der Schneider Beadini, der über viele Jahre Erfahrung in diesem Beruf hat, beschloss, seine Heimat zu verlassen und ein neues Leben in der Schweiz zu beginnen. Er brachte seine gesamte Erfahrung und Hingabe zur Arbeit mit sich, was es ihm leicht machte, in einem neuen Unternehmen zu starten, wie es die Schweiz war. Er arbeitete über ein Jahrzehnt lang als Schneider in einem der grössten und bekanntesten Einkaufszentren in Zürich. Um die Wünsche der Kunden bestmöglich zu erfüllen, war die Arbeit des Zürcher Schneiders sehr professionell, was die Kunden äußerst zufriedenstellte.

“Für mich war es nicht schwer, mich in die Schweizer Kultur einzufügen, dank meiner langen Erfahrung und professionellen Arbeit sowie der Qualität, die ich anbiete. Meine Arbeit wurde von vielen Kunden seit Jahren nachgefragt”, sagt er gegenüber albinfo.ch.

Nach einigen Jahren Arbeit war es an der Zeit, dass der Schneider darüber nachdachte, seinen Traum wahr werden zu lassen. Sein Traum war es, eines Tages seine eigene Marke zu haben. Dieser Wunsch wurde auch von vielen Kunden unterstützt, die sich eine eigene Schneiderwerkstatt von ihm wünschten. “Es waren die Kunden, die mich unterstützt und motiviert haben. Die Qualität meiner Arbeit mit vielen grossen und seriösen Unternehmen in der Schweiz führte dazu, dass ich beschloss, mein eigenes Schneidergeschäft zu eröffnen”, erklärt Herr Beadini gegenüber albinfo.ch.

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Herr Beadini entschied, seine langjährige Erfahrung in seine eigene Marke umzuwandeln und eröffnete sein eigenes unabhängiges Geschäft “Beadini Schneiderei” im Zentrum der Gemeinde Opfikon in Zürich, wo er für die Kunden jeden Service unter einem Dach anbieten würde.

“Beadini Schneiderei” mit seiner Marke “Tailor Beadini” begleitet die Kunden von Anfang bis Ende. Die Produkte von “Beadini Schneiderei” sind nicht nur einzigartig, sondern auch für den Schweizer Markt erschwinglich. Vom hochwertigen Stoff bis zum individuellen Design Ihres Anzugs bietet “Beadini Schneiderei” alles.

Die Hauptkompetenz von “Beadini Schneiderei” besteht darin, die Passform am Körper zu bestimmen. “Ich liebe Mode und möchte, dass alle Mode lieben. Es ist mir wichtig, dass Sie wissen, dass Ihre Kleidung immer in den Händen eines professionellen Schneiders ist”, sagt Herr Beadini gegenüber albinfo.ch.

Im Atelier “Beadini Schneiderei” fallen Herrenanzüge mit viel Stil auf, alle von Herr Beadini entworfen und genäht. “Beadini Schneiderei” bietet über tausend Arten von europäischen Qualitätsstoffen. Die Kollektion der Marke “Tailor Beadini” umfasst Kleidung für Männer mit persönlichem Markenzeichen und hochwertigen Materialien.

Beadini Schneiderei” konzentriert sich auf Kunden, die auf ihr Image achten. Die Produkte der Marke “Tailor Beadini” bieten durch professionelles Schneiden uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und echte Zufriedenheit für anspruchsvolle Kenner. Alle Mäntel, Schuhe, Anzüge, Jacken, Westen, Krawatten und Hemden passen perfekt zu jeder Figur.

Textilien und spezielle Kleidungsstücke benötigen besondere Pflege. “Beadini Schneiderei” ist die sicherste Adresse für die chemische Reinigung aller Arten, einschließlich chemischer Reinigung, aber auch Waschen und Bügeln von Anzügen, Hemden, Hosen, Westen und Kleidungsstücken, die professionelle Pflege benötigen.

Autor der Fotos: Armend Berisha

 

Wie beeinflusst künstliche Intelligenz Kunst?

Galerie 2.0: Künstliche Intelligenz und die Kunst, Kunst zu beleuchten” | Veranstaltung am 8. Februar 2024 von 17 bis 20 Uhr

Kunst ist ein hohes Gut in der Gesellschaft, das sich stetig wandelt und Teil unserer Kultur und Identität ist. Inwiefern beeinflusst Licht das Erlebnis eines Galeriebesuchs und welche Bedeutung hat künstliche Intelligenz in der Kunstwahrnehmung und -vermittlung?

Die Veranstaltung von @ercolighting lädt zu einem Exkurs in die vielfältige Welt der Möglichkeiten ein und bietet mit zwei Vorträgen ganz unterschiedlicher Referenten einen breiten Blick auf die Thematik:

Matthew Cobham (ERCO Cluster Manager Culture) spricht über “Licht als vielseitiges Werkzeug zur Kunstvermarktung” (auf Englisch) und der Multimedia Artist Shuk Orani @shuk_orani unterhält sich zur Fragestellung “Innovation durch Kunst & KI – Wie beeinflusst künstliche Intelligenz Kunst?” mit einem Avatar.

Beim gemütlichen Ausklang können Lichtwerkzeuge getestet und Gespräche mit den Referenten gesucht werden.

Info & Anmeldung: hamburg.ait-architektursalon.de

#aitarchitektursalon #aitarchitektursalonhamburg

Shqiponja Vrajolli – Zahiri präsentiert ihr erstes poetisches Werk «Die Sprache des Herzens»

Am 27. Januar 2024 fand eine wundervolle Buchvorstellung in der Pestalozzi-Bibliothek in Zürich statt, bei der die kosovarische Dichterin Shqiponja Vrajolli – Zahiri ihre erste Gedichtsammlung mit dem Titel “Die Sprache des Herzens” vorstellte. Das Publikum, bestehend aus Familie, Freunden, politischen und künstlerischen Persönlichkeiten, war tief beeindruckt von Zahiris literarischem Talent.

Albinfo.ch: Erzählen Sie uns etwas über Ihren Beruf und Ihre Anfänge als Schriftstellerin?

Sh.Z: Ich habe mein Studium in Informatik in Pristina abgeschlossen und arbeite hier in der Schweiz im Büro und der Buchhaltung, fortgesetzt durch verschiedene Kurse. Ich arbeite an verschiedenen Familienprojekten in der Gemeinde Opfikon-Zürich, bin Aktivistin in verschiedenen Vereinen und Leseförderin für Kinder in Albanisch. Ich habe seit meiner Grundschulzeit mit dem Schreiben begonnen, und eines meiner Gedichte mit dem Titel “Das Leben”, das auch in meinem Buch veröffentlicht ist, wurde bereits 1994 in der damaligen Schulzeitschrift veröffentlicht. Da Lesen immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens war und ich täglich mehr Freude daran fand, entstand der Wunsch, selbst den Weg des Schreibens zu gehen.

Albinfo.ch: Welche Rolle spielen andere Künste wie Musik, Malerei und Theater in Ihren Gedichten?

Sh.Z: Auf dem Weg einer kreativen Schöpferin denke ich, dass all diese Dinge Einfluss auf die Dichtung haben, so auch bei mir. Ich wurde von verschiedenen Inspirationen beeinflusst, sei es ein musikalischer Klang, ein Spruch, ein persönliches Erlebnis oder das Erlebnis eines anderen. Aber vor allem kann ich sagen, dass die Kunst des Zeichnens, die ich in mein Buch integriert habe, meine Gedichte erfüllt hat, sie einzigartiger gemacht hat. Hier ist besonders die Zeichnung für das Buchcover zu erwähnen, an der ich mit Leidenschaft gearbeitet habe. Sie vereint alle Themen des Buches und zeigt ein schönes Frauenporträt, das die Stille repräsentiert, sich hinter Blättern versteckt, blüht und die Sprache des Herzens spricht.

Albinfo.ch: Wie beeinflussen Ihre kosovarischen Wurzeln und die schweizerische Umgebung Ihre kreative Arbeit?

Sh.Z: Ich denke, es ist sehr wichtig für uns Albaner, dass wir, wenn wir uns für ein Leben im Ausland entscheiden, darauf achten, uns von Anfang an zu integrieren und die Sprache des Landes, in dem wir leben, zu lernen. Aber wir sollten keineswegs unsere schöne albanische Sprache und unsere Wurzeln vernachlässigen, mit denen wir uns stolz identifizieren sollten. Auf diese Weise erreichen wir eine Stabilität, in der die Entwicklung in der Schweizer Umgebung, sowohl als Künstler als auch in anderen Bereichen, unvermeidlich ist.

Albinfo.ch: Welchen Eindruck haben Sie von den Reaktionen und Rückmeldungen des Publikums auf Ihre Buchpräsentation?

Sh.Z: Es war mir eine Ehre, vor einem erstaunlichen Publikum zu stehen, das mich mit seinen positiven Reaktionen und Kommentaren zu meinem Buch tief beeindruckt hat. Es wurde so gut aufgenommen, dass ich mich besonders fühlte und die Freude unbeschreiblich war. Es gab schöne Momente des Lobes und der Herzlichkeit, gefolgt von gemeinsamem Feiern mit Familie, Freunden und bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst und Literatur. Es war wirklich ein unvergesslicher Abend für mich.

Albinfo.ch: Gibt es einen besonderen Abschnitt in Ihrem Buch, der Ihnen besonders am Herzen liegt?

Sh.Z: Mein Buch mit dem Titel “Die Sprache des Herzens” hat auch ein Kapitel mit dem Titel “Die Sprache des Herzens”, in dem alle Gedichte versammelt sind, die der Liebe zur Familie gewidmet sind.

Albinfo.ch: Welche Botschaft möchten Sie Ihren Lesern mit “Die Sprache des Herzens” vermitteln, und wie versuchen Sie, die Leidenschaft, die Sorgfalt und die Liebe der albanischsprachigen Familien zu ihren Kindern in der Diaspora durch Ihre literarische Arbeit zu fördern?

Sh.Z: In meinem Buch drücken sich Gefühle und Emotionen unverfälscht aus, mit der wahren Sprache – der Sprache des Herzens, die auch unsere albanische Sprache ist. Meine Botschaft ist meiner Meinung nach klar: Sprechen wir Albanisch, vergessen wir es nicht, sondern übermitteln wir es den neuen Generationen und bewahren wir unsere Werte, Kultur und Traditionen. Was die Förderung der Liebe zur albanischen Sprache betrifft, versuche ich ständig, durch verschiedene Familienprojekte einen Beitrag zu leisten, besonders als Leseförderin, indem ich Kurse für Vorschulkinder in ihrer Muttersprache gebe.

Foto: Daut Luboja

 

Erstmals mehr Religionslose als Katholiken in der Schweiz

Mit einem Anteil von 34% hat die Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit in der Schweiz 2022 erstmals die Katholikinnen und Katholiken (32%) überholt. Während diese Religionsgemeinschaft genau wie die Evangelisch-Reformierten in den vergangenen Jahren stetig kleiner geworden ist, verzeichnete die Gruppe ohne Religionszugehörigkeit eine Zunahme von über 13 Prozentpunkten seit 2010. In den Kantonen Basel-Stadt und Neuenburg bildet sie gar die Mehrheit der Bevölkerung. Personen ohne Religionszugehörigkeit sind durchschnittlich eher jung, unter den 25- bis 34-Jährigen lag ihr Anteil im Jahr 2022 bei 42%. Dies zeigen die neusten Resultate zu den Religionen aus der Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS (siehe Link unten).

/bfs.admin.ch/

Shqipe Sylejmani begeistert mit ihrem ersten TEDx-Talk (Video)

Die schweizerisch-albanische Schriftstellerin Shqipe Sylejmani, bekannt sowohl als erfolgreiche Buchautorin als auch als engagierte Kulturaktivistin, setzt neue Maßstäbe. Ihr Name ist bereits in den Schweizer und albanischen Medien wohlbekannt und verkörpert durch ihre Bücher sowie ihre respektvolle Ausstrahlung Werte und Liebe.

Kürzlich fesselte sie das Publikum mit ihrem ersten TEDx-Talk, in dem sie nicht nur über Worte sprach, sondern die Geschichten dahinter in den Fokus rückte.

„Liebe Freunde, es ist mir eine Ehre, euch meinen ersten TEDx-Talk zu präsentieren. Millionen von Menschen können jedes Wort sehen, das wir sagen – und ich habe versucht, meine Worte sorgfältig zu wählen, denn genau darum ging es: DIE GESCHICHTEN HINTER DEN WORTEN“, teilt Shqipja in den sozialen Netzwerken mit.

In ihrer eindrucksvollen Rede betonte sie:

DIE GESCHICHTEN HINTER DEN WORTEN

Kommunikation ist eine kraftvolle Macht.

Sie kann uns vereinen, Brücken zwischen uns bauen – aber auch trennen und hohe Mauern errichten.

Wenn wir heute die Welt betrachten, erkennen wir die Auswirkungen von Missverständnissen, Schmerz und Verzweiflung.

Es liegt an uns zu entscheiden, ob wir weiterhin Gesellschaften aufbauen wollen, die aus Schmerz, Wut und Missverständnissen wachsen.

Oder ob es an der Zeit ist, uns zu ändern.

Von nun an wollen wir Generationen von Gesellschaften formen, die auf Vertrauen und Unterstützung, Ermächtigung und Verständnis basieren.

Auf Albanisch sagen wir, dass der Frühling nicht mit einer einzigen Blume blüht. Das bedeutet, dass wir alle gemeinsam diese Veränderung herbeiführen müssen. Aber stellen Sie sich vor, was für eine Welt das sein könnte“, inspirierte sie das Publikum während ihres TEDx-Talks. /Albinfo.ch

Auf Deutsch: Driter Gjukaj

Albion Avdijaj: Ein Kundenberater mit sportlichem Hintergrund 

Von den Grünflächen des FC Red Star Zürich zu den Büros der SMZH AG – unser Interviewpartner hat eine bemerkenswerte Reise hinter sich. Als ehemaliger Fussballspieler und aktueller Kundenberater gewährt er uns Einblicke in seine vielseitige Karriere. Erfahren Sie mehr über Albion Avidijajs Anfänge im Fussball, seine Zeit in der albanischen Nationalmannschaft und wie der Teamgedanke sowohl auf dem Spielfeld als auch im Geschäftsleben eine Rolle spielt. 

Albinfo.ch: Sie arbeiten als Kundenberater bei SMZH AG, einem unabhängigen Finanzdienstleister. Könnten Sie uns mehr darüber erzählen, wie Sie in diese Rolle gekommen sind und welche Aspekte Ihrer Karriere Sie besonders an dieser Tätigkeit schätzen? 

A.Avdijaj: Zum ersten Mal kam ich durch den Präsidenten meines Fussballclubs Nesret Limani mit der smzh ag in Berührung. Da mein Interesse am Unternehmen geweckt wurde, bin ich auf eine ausgeschriebene Stelle als Kundenberater gestossen, welche mich direkt angesprochen hat. Während des Bewerbungsprozesses durfte ich erfahren, dass sich die smzh ag stark im Bereich des Sports engagiert, was mich natürlich sehr angesprochen hat. Darüber hinaus habe ich mich seit jeher für die Finanzbranche interessiert, was ausschlaggebend ist, um solch eine Arbeitsstelle mit Freude antreten zu können. Weil die smzh ein sehr dynamisches, sich in der Expansion befindendes Unternehmen ist, kann ich meine Persönlichkeit und meine Stärken einbringen und mit dem Unternehmen gemeinsam wachsen. Als Kundenberater gefällt mir die persönliche Interaktion mit meinen Kundinnen und Kunden, denen ich mit einer professionellen Finanzberatung helfen kann, ihr Leben etwas einfacher zu gestalten. Ausserdem sagt mir die Arbeit mit meinen Mitarbeitern ausserordentlich zu, da ähnlich wie im Fussball, der Teamgedanke, der innerhalb der Firma tagtäglich gelebt wird, eine zentrale Rolle spielt. Zudem werde ich bei meiner Ausbildung zum Finanzberater IAF in jeglicher Form unterstützt, so dass dies mit meinen beruflichen, schulischen und privaten Bedürfnissen im Einklang ist.  

Albinfo.ch: In Ihrer Karriere haben Sie eine beeindruckende Laufbahn im Fussball durchlaufen, beginnend mit Ihren Anfängen beim FC Red Star Zürich. Könnten Sie uns mehr über Ihre ersten Schritte im Fussball und die Bedeutung dieses Clubs für Ihre Entwicklung erzählen? 

 A.Avdijaj: Als Junge, der in Wiedikon aufwächst, ist der Weg zum FC Red Star nicht weit. Mit fünf Jahren durfte ich meine ersten Schritte auf dem Fussballplatz für eben jenen Verein machen, bei dem die Basis für meinen zukünftigen Erfolg gelegt wurde. Bereits nach einem Jahr ermöglichten es mir meine guten Leistungen zum Grashoppers Club Zürich zu wechseln. Heute noch bin ich zum Klub eng verbunden und dankbar für die Werte, die mir mit auf dem Weg gegeben wurden.  

Albinfo.ch:  Ein bemerkenswerter Teil Ihrer Laufbahn war die Entscheidung, für die albanische Nationalmannschaft zu spielen. Könnten Sie uns mehr über diese Entscheidung und Ihre Erfahrungen in der Nationalmannschaft erzählen? 

A.Avdijaj: Da ich nicht nur eine sondern zwei Länder meine Heimat nennen darf, bin ich stolz in beiden gespielt zu haben. Bis zur U-20 stand ich regelmässig im Kader der Schweizer Nationalmannschaft. Mit dem Wechsel zum VFL Wolfsburg II blieben die Aufgebote der Schweizer Nati jedoch aus. Als der Albanische Fussballverband auf mich zukam und mich angefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte den Wechsel zu vollziehen, wollte ich diese Chance nutzen und habe mich für mein zweites Heimatland entschieden. Für meine persönliche und sportliche Weiterentwicklung war dies eine enorme Bereicherung und hat mir vor allem bei meinen weiteren Stationen in verschiedensten Ländern geholfen.

albinfo.ch: Welche Rolle nimmt Ihre Nationalität sowohl im Sport als auch im Geschäftsleben ein? Betrachten Sie sie als eine Chance, ein Hindernis oder spielt sie in beiden Bereichen keine wesentliche Rolle? 

A.Avdijaj: Ich erlebe die Schweiz als Land mit vielen verschiedenen Nationalitäten und Kulturen, welches sehr offen gegenüber Neuem ist. Wie in der vorherigen Frage bereits angedeutet, fühle ich mich zu mehr als nur einem Land zugehörig. Dies hat sich im Fussball bei der Entscheidung der Nationalmannschaft widergespiegelt. In meinem Geschäftsleben ist dies jedoch kein Thema mehr. Die smzh ag beschäftigt Mitarbeiter mit verschiedensten kulturellen Hintergründen, was meiner Meinung nach vielmehr Chancen bietet als Hindernisse aufkommen lässt. 

 

 

Hinter den Kulissen des Erfolgs: Interview mit Pren Pervorfi 

Pren Pervorfi, COO von GenTwo, im Advisory Board von der smzh AG und Verwaltungsrat bei Oepfelbaum IT Management AG, hat nicht nur einen beeindruckenden beruflichen Werdegang, sondern auch eine inspirierende Geschichte zu erzählen, wie er es geschafft hat, in der schweizerischen Geschäftswelt Fuss zu fassen, eine Spitzenposition mit Führungsrolle zu übernehmen und gleichzeitig seinen albanischen Wurzeln treu zu bleiben.

Albinfo.ch: Könnten Sie uns Ihren beruflichen Werdegang skizzieren und die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zu Ihrer Position als COO bei GenTwo darlegen?

P. Pervorfi: Nach meinem Bachelor in Wirtschaftsinformatik und einem Master in Banking & Finance arbeitete ich zwei Jahre im Consulting. Anschließend wechselte ich zur Bank Vontobel, wo ich die Digitalisierungsinitiativen leiten konnte. In dieser Zeit implementierte ich gemeinsam mit meinen Teams auch den Robo Advisor «Volt». Zudem war ich als Vertreter der Bank in der Digitalisierungsexperten-Gruppe des Bundesrates aktiv. Nach zehn Jahren bei Vontobel wechselte ich zu Julius Baer. Dort war ich für die digitalen Client Channels und das Digitale Advisory zuständig. Nach erfolgreichen 2,5 Jahren bei Julius Baer übernahm ich die Position des COO bei GenTwo. Hier leite ich, gemeinsam mit meinem Team von über 40 Mitarbeitern, die Entwicklung unserer eigenen Assetization-Plattform. Etwa die Hälfte meines Teams ist in Pristina tätig und unterstützt uns in den Bereichen Design und Software-Entwicklung.

Als COO bei GenTwo sind Sie für strategische Aspekte verantwortlich. Welche Strategien und Ansätze verfolgt Ihr Unternehmen, um in der heutigen Geschäftswelt erfolgreich zu sein?

P.Pervorfi: Wir möchten als Symbol für Disruption und Innovation gelten. Unsere Strategie unterscheidet uns von anderen, da sie darauf ausgerichtet ist, stets schnell und der Zeit voraus zu sein. Hierfür haben wir spezielle Innovationsprozesse und eine Organisationsform implementiert, die entlang der Customer Journeys ausgerichtet sind und uns maximale Agilität ermöglichen.

albinfo.ch: Hat Ihre albanische Sprache Ihre berufliche Karriere beeinflusst?

P.Pervorfi: Die albanische Sprache war weder ein Vorteil noch ein Nachteil in meiner Karriere. Ich war stets in internationalen Unternehmen, bei denen die Leistung und nicht die Herkunft relevant war. Dank dem schweizerischen Schulsystem durfte ich auch als Kind mit Migrationshintergrund alle Vorteile nutzen.

Albinfo.ch: Als Mitglied Geschäftsleitung bei GenTwo AG, Advisory Board von smzh und Mitglied des Verwaltungsrates bei Oepfelbaum IT Management AG jonglieren Sie mit verschiedenen Verantwortlichkeiten. Wie schaffen Sie es, diese Aufgaben in beiden Unternehmen erfolgreich zu bewältigen?

P.Pervorfi: Zum Erreichen meiner Ziele ist nicht nur sorgfältige Organisation und unermüdlicher Fleiß erforderlich, sondern vor allem auch ein harmonisches, engagiertes Team und ein unterstützendes privates Umfeld, das stets an meiner Seite steht und mich in meinen Ambitionen bestärkt.

Albinfo.ch: Welche beruflichen Ratschläge würden Sie jungen, aufstrebenden Fachleuten mit Migrationshintergrund geben, die ihre Karriere in der Schweiz aufbauen möchten?

P.Pervorfi: Ich würde eine sehr solide Ausbildung anstreben welche die Basis für die berufliche Karriere bildet. Sei nicht einfach nur neugierig – sei besessen davon, ständig mehr zu lernen. Baut euch ein Netzwerk um euch auszutauschen. Sucht euch ein Umfeld, das euch nicht nur fordert, sondern euch an eure Grenzen treibt. Und findet einen Mentor, der bereit ist, euch wirklich zu zeigen, wie es läuft. Mir haben meine Vorgesetzten immer massiv herausfordernde Aufgaben zugeworfen, und ich habe jede genutzt, um größer und besser zu werden. Denkt nicht nur an heute oder morgen, plant für die kommenden Jahrzehnte. Diese Zukunftsplanung wird der Anker sein Rückschläge (es wird sie geben!) zu verarbeiten.  Und vergesst nie den Grundsatz: Ohne Fleiss kein Preis.

 

 

Ein Statement gegen Hassreden, Internationaler Tag der Bildung 2024

“Denn wenn Hass mit Worten beginnt, dann startet Frieden mit Bildung. Was wir lernen, verändert, wie wir die Welt sehen, und beeinflusst, wie wir andere behandeln. Daher muss Bildung im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen, Weltfrieden zu erreichen und aufrechtzuerhalten.”

Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO

Am 24. Januar 2024 begehen wir den Internationalen Tag der Bildung. Die UNESCO betont die entscheidende Rolle von Bildung und Lehrern im Kampf gegen Hassreden, insbesondere angesichts der Herausforderungen durch soziale Medien in der heutigen Schullandschaft.

Bildung formt nicht nur Wissen, sondern auch mündige Bürger, die das Rückgrat unserer Gesellschaft sind. Diese Bürger können entscheidend sein, um Hass und Vorurteile abzuwehren, indem sie kritisch denken, bereit sind verschiedene Perspektiven einzunehmen und konstruktiv zur Gemeinschaft beitragen.

Investitionen in Bildung bedeuten nicht nur eine Bereicherung an Faktenwissen, sondern stärken auch die Fundamente einer starken und freiheitsliebenden Gesellschaft. Der Internationale Tag der Bildung erinnert uns daran, dass Bildung weit über das blosse Sammeln von Fakten hinausgeht. Sie ist der Schlüssel, um Hass zu überwinden und eine Gesellschaft zu formen, die auf Respekt, Verständnis und Frieden basiert. Denn ein aktives Bekenntnis zum Frieden ist heute dringender denn je: Bildung steht im Zentrum dieses Bemühens, wie es die UNESCO-Empfehlung für Bildung für Frieden, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung betont.

Das diesjährige Motto lautet: “Lehre mich, wie man Hassreden dekonstruiert” – eine Aufforderung, gemeinsam Wege zu finden, wie wir Hassreden entgegenwirken können, indem wir Bildung als Werkzeug nutzen, um Verständnis und Zusammenhalt zu fördern.

 

Foto: Dritero Gjukaj NP

Foto: Dritero Gjukaj NP

Schweizer Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs des Europarates

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstützt diese Kandidatur und hat sie heute der Vorsitzenden des Ministerkomitees des Europarates unterbreitet.

Der Europarat befasst sich mit der Förderung der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit in seinen 46 Mitgliedstaaten. Im Rahmen des Europarates werden völkerrechtlich verbindliche zwischenstaatliche Abkommen wie die Europäische Menschenrechtskonvention mit dem Ziel abgeschlossen, den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern und das bisherige gemeinsame Erbe zu bewahren. Die Schweiz ist am 6. Mai 1963 als 17. Mitglied beigetreten.

Die Generalsekretärin bzw. der Generalsekretär wird von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates auf Vorschlag des Ministerkomitees für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt.

Die Parlamentarische Versammlung wird ihren Entscheid im Juni 2024 fällen. Die gewählte Person wird ihr Amt am 18. September 2024 antreten.

/admin.ch/

Österreichische Persönlichkeiten gratulieren den Kosovaren zur Visaliberalisierung

Endlich ist es so weit!!! Der jüngste Staat Europas rückt ein Stück näher der Europäischen Union.

Mit der Freigabe von Visa und dem freien Reisen in Europa stellt Kosovo einen großen Erfolg dar, da der Liberalisierungsprozess trotz der Tatsache, dass Kosovo seine Hausaufgaben stets gut gemacht hat, so lange gedauert hat.

Während es nur noch wenige Tage bis zur Visaliberalisierung für Kosovaren sind, hat albinfo.at die Botschaften mehrerer österreichischer Persönlichkeiten und Politiker erhalten, die über die Jahre hinweg einen großen Beitrag zu diesem Prozess geleistet haben.

 

Ulrike Lunacek – Ehren Berichterstatterin des Europaparlaments für den Kosovo

„Endlich ist es soweit: Willkommen an alle Bürgerinnen und Bürger des Kosovo! Ab 1. Jänner können Sie nun endlich, alleine oder mit Ihrer Familie und/oder Freund:innen, für drei Monate in alle Länder der EU reisen, frei und ohne Visum!

Ich weiß, es hat viel zu lange gedauert – einige Mitgliedsstaaten der EU haben zu lange gezögert, obwohl das Europaparlament (mit mir in meiner damaligen Funktion als Kosovo-Berichterstatterin) wie auch die Europäische Kommission schon vor vielen Jahren grünes Licht gegeben hatten. Aber jetzt ist es so weit:

Sie können Ihre Verwandten und Freunde wie Freundinnen besuchen;

Sie können in Städte, die Sie schon lange kennenlernen wollten, reisen;

Sie können Leute treffen, mit denen Sie übers Internet in Kontakt sind;

oder Sie können einfach in die EU reisen, um zu sehen, ob diese innerhalb der EU die Versprechungen, die sie macht, einhält – oder auch, so wie bei der Visaliberalisierung, viel länger als versprochen für die Umsetzung braucht.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Freude und gute Begegnungen bei Ihren visafreien Reisen in die Mitgliedsländer der Union – und möge Ihnen das Neue Jahr 2024 auch Glück, Gesundheit und Erfolg bringen!“

Andreas Schieder – Delegationsleiter der SPÖ im EU-Parlament

“Kosovo ist Europa und sein zu Hause ist in der EU. Dieses Ziel heißt es vor Augen zu behalten, selbst in schwierigen Zeiten wie diesen. Die EU muss an der Seite Kosovos stehen und ihre Vermittlerrolle ernst nehmen. Zentrale Bedeutung kommt dem Normalisierungsabkommen zwischen Kosovo und Serbien, und dessen vollständiger Umsetzung zu. Das Abkommen zur Visaliberalisierung war überfällig und ein ganz wichtiger Schritt, für den ich im Europaparlament gekämpft habe.”

 Kati Schneeberger – Präsidentin von Vienna goes Europe

„Endlich endet die Isolation der Menschen im Kosovo und auch sie können die EU visafrei bereisen und seine Vielfalt erkunden. So kann Europa weiter zusammenwachsen.“

 Robert Pichler – Der Österreichische Albanologe

„Es wurde Zeit, dass diese himmelschreiende Ungerechtigkeit endlich beseitigt wurde! Es ist sehr wichtig, dass die Bürgerinnen der Republik Kosovo mit der gleichen Leichtigkeit nach EU-Europa reisen können, wie in die Türkei. Da in der Frage der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo leider keine Einigung in Sicht ist, hoffe ich, dass die EU alternative Wege findet, Kosovo rasch an die EU heranzuführen um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu konsolidiert und die Ungleichheit innerhalb Europas zu überwinden.“

 Gunther Fehlinger– Mitglied Österreichisch – Kosovarische Freundschaftsgesellschaft

„Die Kosovo Visa-Liberalisierung ist ein historisches Ereignis das leider ein Jahrzehnt zu spät kommt. Ich entschuldige mich für dieses Versagen bei den Europäern aus dem Kosovo. Die einzige sinnvolle und gerechtfertigte Form der Entschuldigung ist nun die schnelle Afsnahme in die EU am 1ten Mai 2029. Vorher und wichtiger ist die Aufnahme des Kosovo in die NATO 2024 als Antwort auf den Horror und Terror Serbiens gegen den Kosovo in Banjska am 24 September 2023. Das Motto für das nächste Jahrzehnt der EU-Integration muss nun die Gleichheit zwischen dem Kosovo und Österreich sein, beide gemeinsam sicher in der NATO und gleichberechtigt als EU-Mitglieder und Bürger 2029.“

Lukas Mandl: „Visa-Liberalisierung ist kein Geschenk, Sie haben es verdient“

Der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl sprach in einem exklusiven Interview von „albinfo.at“ über die Visafreiheit, die Hindernisse und die langen Wartezeiten, denen Kosovaren auf dieser Reise bis zur Lösung dieser Angelegenheit ausgesetzt waren.

Er sagt, dass die Kosovaren keinen Grund hätten, die Visafreiheit zum Jubeln, denn seiner Meinung nach sei die Liberalisierung kein Geschenk, sondern ein Verdienst durch die Umsetzung vieler Reformen und die Erfüllung vieler Kriterien.

Anschließend spricht Mandl auch über den Dialog zwischen Kosovo und Serbien sowie seine Kandidatur über die Wahlen zum Europäischen Parlament die im Juni 2024 stattfinden werden.

 Albinfo.at: Kosovaren haben leider keine eigenen Vertreter im EU-Parlament, aber Sie waren immer schon ein Sprachrohr der Kosovaren ins europäischer Parlament, insbesondere in der Frage der Visa-Liberalisierung für den Kosovo, für die Sie sich jahrelang eingsetzt haben.

Endlich werden die Kosovaren ab dem 1. Januar 2024 ohne Visum reisen. Wie fühlen Sie sich und was ist Ihr Kommentar dazu?

Mandl: Es ist kein Grund zum Jubeln. Denn die Visafreiheit kommt mit großer Verspätung. Die Kriterien waren schon vor sieben Jahren erfüllt. Und der Kosovo hatte mehr Kriterien zu erfüllen als andere Staaten. Die Bürgerinnen und Bürger anderer Westbalkan-Staaten reisen ja schon lange visafrei. Leider waren die Verzögerungen in der EU, die von einer kleinen Minderheit an Mitgliedsstaaten verursacht worden waren, ein Beispiel dafür, dass es dem jüngsten Staat Europas, die Republik Kosovo, besonders schwer gemacht wird. Ich verhehle auch nicht meine Wahrnehmung, dass der Beginn von Putin-Russlands Angriffskrieg vielen erst die Augen dafür geöffnet hat, welche Art von irrationalem Hass es auch in Europa noch gibt. Das hat dazu geführt, dass Menschen guten Willens stärker zusammenhalten, und dass man auch den Beitrag des Kosovo zur Zivilisation des politischen Westens mehr zu schätzen weiß.

Photo Credits: Buero

Albinfo.at: Kosovo war jahrzehntelang das einzige Land in Europa, das keine Visa Liberalisierung hatte. Was war Ihrer Meinung nach ein Hindernis oder was hat Kosovo in all den Jahren verurteilt?

Mandl: Die kleine Minderheit an Mitgliedsstaaten, die den Kosovo noch immer nicht anerkennen, ignorieren manchmal politisch die Existenz des Kosovo. Das ist vielleicht in manchen Lagen bequem für sie, aber es ist grundfalsch. Nach Beginn des Angriffskriegs Putin-Russlands ist es kaum noch möglich, zu ignorieren, wer auf welcher Seite steht.

Albinfo.at: Wurde dem Staat Kosovo und insbesondere seinen Bürgern Unrecht zugefügt?

Mandl: Nicht im rechtlichen Sinn; aber im politischen Sinn war es ungerecht, dass die Bürgerinnen und Bürger des Kosovo länger warten mussten als andere.

Albinfo.at: Neben den Befürwortern der Visaliberalisierung für Kosovaren gab es auch Gegenstimmen und Reaktionen. Was waren die Gründe für das Zögern einiger EU-Abgeordneter, die gegen die Visaliberalisierung für den Kosovo waren, und wie wurden diese Skeptiker davon überzeugt, für die Liberalisierung zu stimmen?

Mandl: Es wurden nicht alle überzeugt. Die EU basiert ja auf drei Institutionen: dem Europäischen Parlament, dem Rat der mitgliedsstaatlichen Regierungen und der Kommission. Das Europäische Parlament ist direkt gewählt, es spricht demokratisch legitimiert für die Unionsbürgerinnen und -bürger. Es war schon lange mit Mehrheit für die Visaliberalisierung für die Kosovarinnen und Kosovaren gewesen. Die EU-Kommission hatte dann vor sieben die Erfüllung der fast 100 Kriterien durch den Kosovo bestätigt. Aber unter den mitgliedsstaatichen Regierungen hat eine kleine Minderheit blockiert.

Die Betroffenen wissen, dass sie gemeint sind, und werden hoffentlich auch in zukünftigen Fragen das Gemeinsame über das Trennende stellen und ihre Blockadehaltung gegenüber Europas jüngstem Staat überdenken.

Albinfo.at: Was hat konkret eine positive Entscheidung zur Visaliberalisierung beeinflusst?

Mandl: Die Zeitenwende, wie der deutsche Kanzler den Einschnitt durch den Beginn von Putin-Russlands Angriffskrieg bezeichnet hat, hat zu vielen guten Anfängen geführt. Es waren nur Anfänge, das ist alles noch nicht nachhaltig. Aber der Kosovo hätte noch immer keine Visafreiheit ohne die Zeitenwende, Bosnien und Herzegowina, die Ukraine und die Republik Moldau hätten keinen Kandidatenstatus, Dänemark wäre nicht als letzter Mitgliedsstaat der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU beigetreten, Finnland und Schweden hätten sich nicht in die NATO bewegt. Wollen wir hoffen, dass aus den vielen guten Anfängen ein stetiger Zusammenhalt der Zivilisation der Menschenwürde und der Freiheitsrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit wird, und dass immer mehr Menschen unter menschenwürdigen Bedingungen leben werden. Aber aus dieser Hoffnung musst konkretes Engagement werden: Wir müssen daran arbeiten!

Photo Credits: M.Lahousse

Albinfo.at: Auch heute gibt es weiterhin Stimmen dagegen, die behaupten, dass es zu einer Massenflucht von Bürgern aus dem Kosovo in EU-Länder kommen werde. Wie sehen Sie das?

Mandl: Das glaube ich nicht. Es muss jede und jeder im Kosovo wissen, dass visafreies Reisen nichts mit einer Arbeitsbewilligung zu tun hat. Das ist eine ganz andere Sache. Aber die Visafreiheit wird die guten menschlichen Beziehungen zwischen Menschen in der heutigen EU und jenen im Kosovo noch vertiefen. Arbeitsmigration wird vor allem von Deutschland, aber auch von anderen Staaten, zum Nutzen der Wirtschaft im eigenen Land, betrieben. Das ist auch legitim, aber es ist nicht gut für den Kosovo. Kosovarinnen und Kosovaren sind bildungshungrig und arbeiten hart. Ich wünsche dem Kosovo, dass viele junge Kosovarinnen und Kosovaren zuhause anpacken. Und schließlich macht der Kosovo nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung des Westbalkan aus. rund 90 Prozent haben schon lange Visafreiheit, und auch hier kann keine Rede von Massenflucht sein.

Albinfo.at: Herr Mandl, die Gespräche zwischen Kosovo und Serbien weisen derzeit keine nennenswerte Entwicklung auf. Was wäre Ihrer Meinung nach die beste Lösung?

Mandl: Serbien muss den Kosovo anerkennen. Serbische Kinder gehören in den Schulen über Kriegsverbrechen aufgeklärt. Traumata in beiden Staaten gehören überwunden. Es braucht aktive Arbeit am Frieden. Serbien muss sich dessen bewusst werden, dass es selbst eine gute Zukunft hat, wenn es mit seinen Nachbarstaaten kooperiert, statt diese ständig zu drangsalieren. Viele Menschen in Serbien sehen das auch so. Aber noch hat das Vucic-Regime den Staat fest im Griff und die Gesellschaft weitgehend unter Kontrolle; aber die Zivilgesellschaft erwacht. Die patriotischen Menschen in Serbien, die eine gute Zukunft für ihr Land wollen, müssen wir als Partner sehen. Der EU-Dialog war gut gemeint, aber Vucic spricht außerhalb des Dialogs eine andere Sprache als im Dialog. Die kosovarische Seite könnte den Dialog aber nützen, um ihr eigenes Konzept für die Zukunft auf den Tisch zu legen. Daran könnte dann niemand so leicht vorbei.

Albinfo.at: In einem Interview habe ich gelesen, dass Sie gesagt haben, dass die EU mit der Visaliberalisierung für Kosovo den Dialog zwischen Kosovo und Serbien vorantreiben wird. Ist dies jetzt nach der Liberalisierung zu erwarten?

Mandl: Daran kann ich mich zwar nicht erinnern, aber vielleicht wurde das so zitiert. Jedenfalls darf die Visafreiheit nicht als Geschenk an den Kosovo gesehen werden. Denn die Kosovarinnen und Kosovaren haben viel dafür getan: sie haben Reformen durchgezogen, Kriterien erfüllt, und viel Geduld bewiesen. Der Dialog muss sowieso weitergehen, und ich freue mich über die Unterstützung des EU-geführten Dialogs durch die aktuelle US-Administation. Aber die Agenda des Dialogs muss klarer und die Ergebnisse müssen konkreter werden.

Photo Credits: S.Tzovaras

Albinfo.at: Reden wir ein wenig über die EU-Wahlen. Die Wahlen zum Europäischen Parlament finden vom 6. bis 9. Juni 2024 statt. Werden Sie erneut kandidieren und was erwarten Sie von diesen Wahlen?

Mandl: Ich bewerbe mich um eine Nominierung. Sollte ich nominiert werden, werde ich auch kandidieren. Ich bewerbe mich dann um das Vertrauen, als einer von 20 Vertreterinnen und Vertretern Österreichs auch im neuen Eurpoaparlament arbeiten zu dürfen. Ich erhoffe mir von den Wahlen, dass viele oder möglichst alle dieser 20 mit Herz und Hirn leidenschaftlich gern und professionell mit Fleiß für die österreichischen Landsleute sowie für eine gute Zukunft Europas arbeiten werden. Für die europaweite Dimension erwarte ich, dass die Zusammensetzung der neuen EU-Kommission nach der Europawahl sehr entscheidend für die Zukunft sein wird; sowohl personell als auch inhaltlich wird viel davon abhängen, ob eher die konstruktiven Kräfte oder die populistischen Parteien im Europaparlament gesätrkt werden.

Albinfo.at: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung der EU in der Zukunft?

Mandl: Die EU ist der lebendige Beweis dafür, dass Kooperation besser ist als Konfrontation und Konflikt. Durch den Binnenmarkt und die gemeinsame Union geht es Europa besser als je zuvor – bei allen Problemen. Europas Rolle und Herausforderung wird es sein, die Kooperation nach innen zu bewahren und nach außen beizutragen zu einer Welt mit mehr Kooperation oder zumindest Koexistenz.

2024 – Neujahrsansprache von Bundespräsidentin Viola Amherd

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger

Bücher dokumentieren unsere Geschichte, damit wir aus ihr lernen können.

Leider wiederholen sich heute Geschehnisse, von denen wir gehofft hatten, sie gehörten der Vergangenheit an.

Das verunsichert.

Doch das neue Jahr ist zugleich eine Gelegenheit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Wir öffnen ein Buch mit leeren Seiten, die wir gestalten können.

Das ist ein schöner Gedanke: Wir sind nicht hilflos, nicht machtlos, wir müssen nicht bloss dasitzen und zuschauen.

Vieles können wir selbst in die Hand nehmen.

Wir alle bestimmen mit, welchen Lauf die Geschichte nimmt.

Auf dieser Idee beruht unsere Demokratie.

Aber wir sind gefordert, diese Idee zu pflegen; indem wir Verantwortung übernehmen, uns engagieren.

Wir gestalten unser Land und schreiben unsere Geschichte, indem wir:

– zuhören,

– einander verstehen,

– uns einbringen.

Wenn wir die Verantwortung gemeinsam tragen, wird sie leichter.

Und wenn wir einander mit Respekt begegnen, wird unser Leben nicht nur einfacher, sondern auch reicher.

In einer guten Geschichte gibt es auch Wendungen.

Stossen die Heldinnen und Helden auf Turbulenzen, treffen sie mutige Entscheidungen.

Unsere Geschichte hat in den vergangenen Jahren viele Wendungen genommen.

In schwierigen Zeiten haben wir bewiesen, dass wir gemeinsam viel meistern können.

Das ist unsere grosse Schweizer Stärke.

Wie geht unsere Geschichte weiter?

Vielleicht ist in diesem Jahr nicht alles perfekt, und wir werden wieder schwierige Situationen antreffen.

Wir werden aber gemeinsam etwas bewegen können, wenn wir wollen.

Wenn wir Ende Jahr das Buch schliessen, wünsche ich mir, dass wir es mit einem guten Gefühl weglegen können.
Ich wünsche Ihnen allen ein schönes neues Jahr!

 

Diese Rede wurde in der Parlamentsbibliothek im Westflügel des Bundeshauses aufgezeichnet.

 

Neuerungen im Strassenverkehr 2024

2024 treten diverse Neuerungen im Strassenverkehr in Kraft. Die Änderungen betreffen unter anderem die Zulassung von Fahrzeugen für Klein- und Direktimporteure, Durchführung von verkehrsmedizinischen Untersuchungen oder die praktische Führerprüfung.

Die wichtigsten Neuerungen des ersten Quartals 2024 im Überblick

Ab 1. Januar 2024

Änderungen bei der Zulassung von Fahrzeugen von Klein- und Direktimporteuren – CO2-Abrechnung erfolgt neu online

Überschreitet ein Personen- oder Lieferwagen eine bestimmte CO2-Zielvorgabe, muss vor der Erstzulassung eine Sanktion entrichtet werden. Neu wird die Sanktion durch das Bundesamt für Energie (BFE) erhoben, womit dieses Geschäft aus einer Hand erfolgt. Die für die Berechnung notwendigen Daten werden künftig digital erfasst.

Ab 1. März 2024

Neuerungen bei Sehtest und verkehrsmedizinischen Untersuchungen

Wer bereits einen Lernfahr- oder Führerausweis besitzt und eine neue Ausweiskategorie erwerben will, muss ab 1. März 2024 keinen zusätzlichen Sehtest mehr machen. Das gilt auch für Personen, die eine berufsmässige Ausweiskategorie erwerben wollen. Ihr Sehvermögen wird bei der verkehrsmedizinischen Untersuchung geprüft.

Wer 75 Jahre und älter ist und erstmals ein Gesuch um einen Lernfahr- oder Führerausweis stellt, muss sich einer verkehrsmedizinischen Untersuchung unterziehen. Bisher lag die Altersgrenze dafür bei 65 Jahren.

Neuerungen bei Führerausweisentzug

Während eines Entzuges des Lernfahr- oder des Führerausweises kann neu keine Ausweiskategorie mehr erteilt werden, die – wäre sie vor dem Entzug bereits erworben gewesen – hätte entzogen werden müssen.

Neuerung bei Dauer der praktischen Führerprüfung (Kategorie A und B)

Die praktischen Prüfungen für die Kategorie A und B müssen neu mindestens 45 Minuten im öffentlichen Verkehr gefahren werden.

Ab 1. April 2024

Neue Sicherheitsstandards für Fahrzeuge

Im Einklang mit den europäischen Zulassungsbestimmungen müssen neue Fahrzeuge mit einem Unfalldatenschreiber und neuen Fahrassistenzsystemen ausgerüstet sein. Die Systeme dienen zum Beispiel der Warnung vor Müdigkeit oder Ablenkung, zur automatischen Notbremsung bei Gefahr oder zur Unterstützung beim Rückwärtsfahren und beim Abbiegen. Der Schutz persönlicher Daten ist sichergestellt, die Änderungen sind mit dem Schweizer Datenschutzgesetz abgestimmt. Verbesserte Karosserieelemente erhöhen zudem die Sicherheit von Fahrzeuginsassen, Fussgängerinnen und Fussgänger.

Neuerungen zugunsten höherer Sicherheit für E-Bike-Fahrende

Damit die Höchstgeschwindigkeiten, namentlich in Tempo 20- und Tempo 30-Zonen, eingehalten werden, müssen künftig alle E-Bikes mit einer Tretunterstützung bis 45 km/h mit einem Geschwindigkeitsmesser ausgerüstet sein. Die Ausrüstpflicht mit einem Geschwindigkeitsmesser gilt für neue schnelle E-Bikes ab dem 1. April 2024. Bereits in Verkehr stehende Fahrzeuge müssen bis am 1. April 2027 nachgerüstet werden.

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Neuer Schweizer Botschafter, Jürg Sprecher: “Ich mag Kosovo sehr, es hat besondere Menschen und eine einzigartige Atmosphäre”

Die Zeitschrift Albinfo.ch führte ein exklusives Interview mit dem neu ernannten Botschafter der Schweiz im Kosovo, Herrn Jürg Sprecher, in ihrer Sonderausgabe für ihre Leser durch.

Es sind nun fast 16 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen dem Kosovo und der Schweiz vergangen. Zweifellos ist die Schweiz ein wichtiger Freund des Staatsaufbaus des Kosovo, sowohl politisch, pädagogisch, kulturell als auch durch Investitionen in dieses Land, insbesondere durch die Rücküberweisungen der albanischen Diaspora aus der Schweiz.

Nach Abschluss der mehrjährigen diplomatischen Mission des Botschafters Herrn Thomas Kolly wurde vor etwa einem Monat Herr Jürg Sprecher zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Republik Kosovo ernannt, mit Residenz in Pristina.

Wir sprachen mit Herrn Sprecher über verschiedene Themen im Zusammenhang mit seinem neuen Amt, der Anpassung an das Kosovo, den diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, der albanischen Diaspora in der Schweiz, Investitionen und ausgestellten Visa für 2023.

Albinfo.ch: Herr Sprecher, vor einigen Tagen wurden Sie zum Botschafter der Schweiz im Kosovo ernannt. Was war Ihr erster Eindruck vom Kosovo?

Jürg Sprecher: Mein Beginn in Pristina war ausgezeichnet. Am 2. November konnte ich der Präsidentin meine Beglaubigungsschreiben überreichen. Der Bundesrat erklärt mit diesem formellen Schreiben die Botschafter vor der entsprechenden Regierung für akkreditiert.

Die Tatsache, dass wir so schnell von Präsidentin Osmani empfangen wurden – weniger als 24 Stunden nach unserer Ankunft – zeigt, wie sehr die Schweiz hier im Kosovo geschätzt wird und wie eng unsere Beziehungen sind.

Seitdem hatte ich die Gelegenheit, das Kosovo und seine Menschen ein wenig kennenzulernen, und ich muss sagen: Hier herrscht eine besondere Atmosphäre, die mir sehr gefällt. Ich freue mich auch darauf, mit dem fantastischen Team zusammenzuarbeiten, das wir in der Schweizer Botschaft haben.

Albinfo.ch: Obwohl es noch sehr früh ist, wie haben Sie sich in das Leben und die Menschen im Kosovo integriert, seit Sie zum Botschafter der Schweiz im Kosovo ernannt wurden?

Jürg Sprecher: Nach drei Wochen kann man noch nicht vollständig von Integration sprechen. Wie gesagt, habe ich gerade erst begonnen, die neue Welt zu entdecken, die sich mir hier öffnet.

Obwohl ich wusste, wie eng die Beziehungen zwischen den beiden Ländern und unseren Völkern durch die kosovarische Diaspora sind, überrascht mich immer noch die Verbindung und die Tatsache, dass manchmal Schweizerdeutsch auf den Gassen von Pristina zu hören ist.

Albinfo.ch: Es sind fast 16 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Kosovo. Wie bewerten Sie das Verhältnis zwischen diesen beiden Staaten im Laufe der Jahre?

Jürg Sprecher: Seit 1960 rekrutierte die Schweiz Arbeitskräfte aus der Region. Inmitten der Konflikte der 1990er Jahre verliessen Zehntausende Menschen die Region und kamen als Flüchtlinge in die Schweiz.

Während des Konflikts von 1998-99 leistete die Schweiz humanitäre Hilfe und startete Programme zur Rückkehr und Wiedereingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen. Diese Aktivitäten wurden seitdem durch Wiederaufbau- und Entwicklungsprogramme ersetzt.

Die Schweiz erkannte den Kosovo am 27. Februar 2008, zehn Tage nach der Unabhängigkeitserklärung, an und etablierte diplomatische und konsularische Beziehungen. Seitdem wurden diese Beziehungen vertieft und auf eine breite Palette von Kooperationsbereichen ausgedehnt. Ich freue mich, dass mein Team und ich dazu beitragen können, diese Beziehung weiter zu vertiefen.

Albinfo.ch: Die albanische Diaspora in der Schweiz spielt eine wichtige Rolle in der schweizerischen Gesellschaft mit ihrer Arbeit, aber auch mehr in der kosovarischen Wirtschaft, insbesondere in den zurückgeschickten Rücküberweisungen in die Heimat. Wie kommentieren Sie den Beitrag der Kosovaren in der Schweiz und im Kosovo?

Jürg Sprecher: Die kosovarische Diaspora ist die grösste ausländische Gemeinschaft in der Schweiz nach den Bürgern der EU-/EFTA-Länder. Daher spielen sie eine wichtige Rolle nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im Sport, in der Kultur und Politik.

Die Tatsache, dass dies Auswirkungen auf den Kosovo hat, ist natürlich und willkommen. Die Schweiz wird als das zweitwichtigste Herkunftsland (nach Deutschland) für Überweisungen in den Kosovo geschätzt. Die Überweisungen aus der Schweiz machen etwa 2,5% des BIP des Kosovo aus.

Albinfo.ch: Da die Schweiz der zweitgrösste Investor im Kosovo ist, ist Ihrer Meinung nach Kosovo attraktiv für Investitionen?

Jürg Sprecher: Die Anziehung ausländischer Investitionen hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Die Hauptbedingungen umfassen politische Stabilität, Perspektiven für wirtschaftliches Wachstum, regulatorisches Umfeld, Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und die Grösse des Marktes. Darüber hinaus würde die Normalisierung der Beziehungen zu Serbien den Weg für eine noch attraktivere Gestaltung des Kosovo für ausländische Investoren ebnen.

Investitionen in Unternehmen im Kosovo werden aufgrund verbesserter Investitionsbedingungen (Besteuerung, Inspektionsvorschriften, Schuldentilgung) attraktiver. Soweit ich weiss, sind es hauptsächlich kosovarische Diaspora, die in der Schweiz leben, die obwohl es jetzt eine zunehmende Diversifizierung gibt. Die schweizerische Wirtschaft ist jedoch sehr wettbewerbsfähig, und ich glaube, dass das Ziel darin bestehen sollte, mehr Investitionen von ausserhalb der Diaspora anzuziehen.

Albinfo.ch: Die Schweiz ist der grösste Geber im Bereich Bildung im Kosovo. Welche Prioritäten hat die Schweiz in diesem Bereich?

Jürg Sprecher: Wir sind stolz darauf, einer der aktivsten Spender im Bereich Bildung und berufliche Bildung im Kosovo zu sein. Die Schweiz unterstützt seit zwanzig Jahren Bildung und berufliche Bildung (VET). Unser Schwerpunkt liegt auf unternehmerischer Bildung und Berufsorientierung. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wird zunehmend zu einem begrenzenden Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Kosovo. Daher werden wir unsere Unterstützung in diesem Bereich fortsetzen, indem wir der kosovarischen Regierung helfen, das VET-System kurz- und langfristig zu entwickeln und den sofortigen Bedürfnissen des privaten Sektors im Kosovo gerecht zu werden.

Albinfo.ch: Jedes Jahr steigen die Exporte des Kosovo in die Schweiz, und dieser Trend setzt sich fort. Ihrer Meinung nach, ist dies eine positive Initiative zwischen den beiden Ländern, wobei auch das Kosovo seine Exporte in die Schweiz steigert und umgekehrt?

Jürg Sprecher: Ich bin Ökonom, und das ist nicht der einzige Grund, warum ich überzeugt bin, dass beide Seiten von Handel und der Öffnung von Grenzen profitieren. Die Schweiz führt Verhandlungen über ein künftiges Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und dem Kosovo, um unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu fördern und die regionale wirtschaftliche Integration des Kosovo zu unterstützen.

Albinfo.ch: Herr Sprecher, wir nähern uns dem Ende des Jahres 2023. Wie viele Visa wurden insgesamt in diesem Jahr von der Botschaft der Schweiz für kosovarische Bürger ausgestellt, sei es für Tourismus oder andere Arten?

Jürg Sprecher: Die Botschaft der Schweiz in Pristina stellt Visa nicht nur für die Schweiz aus, sondern auch für Frankreich, Österreich, die Benelux-Länder und Liechtenstein. Von Januar bis Oktober wurden mehr als 27.000 Schengen-Visa ausgestellt, wovon 70% für die Schweiz waren. Davon entfielen 68% auf Familienbesuche, 10% auf Geschäftsreisen und 5% auf Tourismus.

Im Vergleich dazu haben wir für denselben Zeitraum im Jahr 2022 31.500 Schengen-Visa ausgestellt. Daher spüren wir bereits einige Auswirkungen der bevorstehenden Visaliberalisierung, die 2024 in Kraft treten wird.

Zusätzlich dazu hat die Botschaft bisher etwa 1800 schweizerische nationale Visa ausgestellt. Diese Langzeitvisa wurden hauptsächlich für Familienzusammenführungen (89%), Studienaufenthalte (5%) und Arbeit (4%) erteilt. Diese Art von Visum wird nicht von der Visaliberalisierung betroffen sein.

Albinfo.ch: Wir stehen vor den Feiertagen zum Jahresende. Haben Sie eine Botschaft für die Menschen im Kosovo und für die albanische Diaspora, die in der Schweiz und darüber hinaus lebt?

Jürg Sprecher: Meine Botschaft ist universell. Weil die Zeit zwischen den Jahreszeitenwechseln immer eine Gelegenheit ist, das tägliche Leben hinter sich zu lassen, sich zu entspannen und Familie und Freunde zu geniessen. Dies wünsche ich auch den Menschen im Kosovo und der albanischen Diaspora, die in der Schweiz und darüber hinaus leben.