{"id":115189,"date":"2016-05-30T14:48:07","date_gmt":"2016-05-30T12:48:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/mjeku-qe-la-perendimin-dhe-iu-kthye-kosoves\/"},"modified":"2016-10-18T11:29:51","modified_gmt":"2016-10-18T09:29:51","slug":"mjeku-qe-la-perendimin-dhe-iu-kthye-kosoves","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/mjeku-qe-la-perendimin-dhe-iu-kthye-kosoves\/","title":{"rendered":"Der Arzt, der dem Westen den R\u00fccken kehrte und zur\u00fcck nach Kosova kam"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"galery-slider\"><ul class=\"slides\"><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20160405_1312550.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20160405_1312550-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/majlinda-hoxha.endogyn-13.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/majlinda-hoxha.endogyn-13-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20160419_182930_5.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/20160419_182930_5-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><\/ul><div class=\"slidesounter\"><span class=\"slide-current-slide\"><\/span><span class=\"slide-total-slides\"><\/span><\/div><\/div><link href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/css\/litebox.css\" rel=\"stylesheet\" type=\"text\/css\" media=\"all\" \/><script src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/js\/images-loaded.min.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script><script src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/js\/litebox.min.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script>\n        <script type=\"text\/javascript\">\n            jQuery(window).load(function() {\n              jQuery(\".flexslider7\").flexslider({\n                animation: \"slide\",\n                controlNav: false,\n                animationLoop: false,\n                slideshow: false,\n              });\n            });\n\t\t\tjQuery(\".litebox\").liteBox();\n        <\/script>\n<p>Er bereut keine Entscheidung, die er in seinem Leben getroffen hat. Auch nicht die Entscheidung, die besten Kliniken der Welt zu verlassen, um nach Kosova zur\u00fcckzukehren und dort sein Dienst zu leisten. Kosova ist das Balkan-Land, in dem pro Kopf am wenigsten in das Gesundheitssystem investiert wird.<\/p>\n<p>Der junge Dr. Armend Sadiku hat in den bekanntesten deutschen Kliniken spezialisiert. Er spricht exklusiv f\u00fcr <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\/\">albinfo.ch<\/a> \u00fcber die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr seine R\u00fcckkehr nach Kosova. Sadiku kam nach Kosova nach seiner Spezialisierung in Gyn\u00e4kologie, Geburtshilfe und im Bereich minimalinvasive Chirurgie \u2013 w\u00e4hrend es viele kosovarische \u00c4rzte ins Ausland zieht.<\/p>\n<p>\u201eDas Medizinstudium begann ich in Prishtina. Nach 3 Semestern ging in nach \u00d6sterreich in Graz\u201c, erz\u00e4hlt Dr. Sadiku. In Wien erhielt Armend Sadiku sein Doktortitel. Dr. Sadiku ist der einzige albanisch-st\u00e4mmige Arzt, der bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Endoskopiefachberufe aufgenommen worden ist.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00fcler von Dr. Holthaus, einem der besten Experten f\u00fcr minimalinvasive Chirurgie<\/strong><\/p>\n<p>Seit Mai 2005 bis Mitte 2015 spezialisierte Sadiku in vier renommierten deutschen Kliniken, in Neubrandenburg, Bremen, Osnabr\u00fcck und Damme. \u201eIn der Klinik f\u00fcr Gyn\u00e4kologie wurde ich zum Abteilungsleiter und Stellvertreter von Dr. Holthaus ernannt \u2013 einem der besten Experten f\u00fcr minimalinvasive Chirurgie\u201c, erz\u00e4hlt Sadiku.<\/p>\n<p>Schon seitdem er ins Ausland ging, hatte er das Ziel, zur\u00fcck nach Kosova zu kommen. \u201cEs ist von Anfang an mein Ziel gewesen. Auch wenn die Subspezialisierung eine Herausforderung gewesen ist\u201c, sagt Sadiku. Es ist sein grosses Gl\u00fcck, dass er von Dr. Holthaus lernen konnte. \u201eNach der Spezialisierung und Subspezialisierung kehrte ich gerne zur\u00fcck nach Kosova, um hier die besten und neuesten Techniken und Methoden der minimalinvasiven Chirurgie zu praktizieren. Es gibt hier ein Defizit diesbez\u00fcglich\u201c, erz\u00e4hlt Sadiku, der schon in einer gyn\u00e4kologischen Praxis in Prishtina praktiziert. Auch f\u00fchrt er dort minimalinvasive chirurgische Eingriffe durch. \u201eF\u00fcr die Patienten ist es wichtig, dass wir Ihnen nun die Betreuung geben k\u00f6nnen, die wir auch unseren Patienten in Deutschland angeboten haben. Es gibt absolut keinen Unterschied\u201c, sagt Dr. Sadiku. Eins hat ihm geholfen, sich in Kosova schnell wieder anzupassen. \u201eIch habe mich nie wie im Ausland gef\u00fchlt, sondern wie im meinem eigenen Land. Doch hier erwartet man von mir die Ver\u00e4nderung und die Verbesserung, die das Land braucht.\u00a0 Und dies habe ich hierher gebracht\u201c.<\/p>\n<p>Sein Team in Prishtina ist sehr klein. \u201eAls Volk k\u00f6nnten wir etwas mehr Selbstkritik ertragen. Doch das Team, mit dem ich zusammenarbeite, hat sich den hohen Arbeitsstandards angepasst, die f\u00fcr alle gelten\u201c.<\/p>\n<p><strong>Live-OP vor 1500 Kollegen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Spezialisten ist es allerdings kein Problem auch mit einem viel gr\u00f6sseren Team zu arbeiten. Wichtig ist die Einhaltung der hohen professionellen Standards der Arbeit, die f\u00fcr die minimalinvasive Chirurgie in der Gyn\u00e4kologie gelten. Im Jahr 2013 hat Dr. Sadiku eine Live-OP vor einem Online-Publikum von 1500 Spezialisten der Gyn\u00e4kologie durchgef\u00fchrt. \u201eEs war f\u00fcr mich ein besonderes Gef\u00fchl, eine OP vor den Augen von Tausenden Kollegen, die online zugeschaut haben, durchzuf\u00fchren\u201c, erz\u00e4hlt Dr. Sadiku und zeigt auf das Zertifikat, das er als Beweis f\u00fcr den erfolgreich durchgef\u00fchrten Eingriff erhalten hat.<\/p>\n<p><strong>73% der kosovarischen \u00c4rzte wollen auswandern! \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Xhemajl Selmani, Vorsitzender der Gewerkschaft des medizinischen Personals der Uniklinik Prishtina best\u00e4tigt f\u00fcr <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\/\">albinfo.ch<\/a> die interne Umfrage unter 1000 Mitgliedern, wonach 73% der Befragten auswandern wollen. Das Durchschnittsalter der \u00c4rzte in Kosova liegt bei 50 Jahren. Die Probleme bei der \u00e4rztlichen Vorsorge werde man erst in 10 Jahren sehen, wenn der Grossteil der \u00c4rzte in Rente geht, w\u00e4hrend die jungen \u00c4rzte keine Perspektive in Kosova sehen. Besonders in der An\u00e4sthesiologie ist die Lage sehr kritisch. Nehat Baftiu, Direktor des Instituts f\u00fcr An\u00e4sthesiologie an der Uniklinik Prishtina best\u00e4tigt f\u00fcr <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\/\">albinfo.ch<\/a>, dass seit 2015 f\u00fcnf Spezialisten ausgewandert sind. \u00dcbrigens sind 82 Spezialisten verschiedener medizinischer Berufe zur Zeit in Kosova arbeitslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend \u00fcber 70% der befragten jungen \u00c4rzte auswandern und in Kliniken im Ausland arbeiten m\u00f6chten, kehrte Dr. Armend Sadiku nach Kosova und brachte seine ganze Erfahrung und sein ganzes Verm\u00f6gen in die alte Heimat zur\u00fcck. Er versucht dort, ein neues Leben anzufangen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1132,14793,1129,1133],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-115189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-karriere-balkan","category-mantelbardhet-shqiptare-ne-zvicer-de","category-ch-balkan","category-e-diaspora-de","wiwcategory-shendetesia","wiwcategory-gjinekolog"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115189\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115189"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=115189"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=115189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}