{"id":123625,"date":"2016-08-31T14:09:51","date_gmt":"2016-08-31T12:09:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/?p=123625"},"modified":"2016-08-31T22:33:38","modified_gmt":"2016-08-31T20:33:38","slug":"albanische-katholiken-reisen-an-heiligsprechung-von-mutter-teresa-in-rom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/albanische-katholiken-reisen-an-heiligsprechung-von-mutter-teresa-in-rom\/","title":{"rendered":"Albanische Katholiken reisen an Heiligsprechung von Mutter Teresa in Rom"},"content":{"rendered":"<p>Mindestens 300 katholische Albaner reisen f\u00fcr die Heiligsprechung am 4. September von der Schweiz aus nach Rom; rund 120 davon aus der Zentralschweiz, 100 aus der Ostschweiz und 70 aus der Nordwestschweiz. Das melden die drei katholischen Missionen der albanischen Sprachgemeinschaft mit Sitz in Luzern, Sirnach TG und Aarau. Die Zahlen sind nicht fix. Die Mission in Sirnach beispielsweise rechnet damit, dass rund 100 weitere Mitglieder privat organisiert nach Rom reisen werden.<\/p>\n<p><strong>Wiedersehen unter Grossfamilien<\/strong><\/p>\n<p>In Rom werden die drei Missionen die Heiligsprechung der Mutter Teresa sowie das am Vorabend organisierte Konzert in der Papstbasilika \u00abSan Paolo fuori le mura\u00bb gemeinsam erleben. An der Heiligsprechung nehmen auch die albanischen Bisch\u00f6fe und der kosovarische Bischof teil. Und beim Konzert in der Basilika treten albanische Kulturschaffende wie die Operns\u00e4ngerin Inva Mula, die S\u00e4ngerin Rita Ora und der Violinist Shkelzen Doli auf. Dies sagt Mike Qerkini gegen\u00fcber kath.ch. Qerkini arbeitet als Buchhalter f\u00fcr die albanischsprachige Mission in Sirnach. Der Religionsp\u00e4dagoge und Theologiestudent engagiert sich zudem freiwillig in der Administration und der Seelsorge der Mission.<\/p>\n<p>Die \u00dcbernachtungen in Rom organisieren die Missionen separat. Ein Hotel f\u00fcr die Mitglieder aller Missionen zu finden, w\u00e4re angesichts der grossen Zahl fast unm\u00f6glich, so Qerkini. Die Albanermissionen sind oft gemeinsam auf Wallfahrten unterwegs, logieren aber jeweils separat. Die Wallfahrten erm\u00f6glichen laut Qerkini ein Wiedersehen unter Grossfamilien, die in verschiedenen Regionen in der Schweiz leben. Im November 2015 reisten laut dem Aarauer Missionar Pren Kola auch einige Missionsmitglieder nach Kalkutta, der Wirkst\u00e4tte von Mutter Teresa.<\/p>\n<p><strong>Gottesdienste und Symposium in der Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Auch in der Schweiz w\u00fcrdigen die drei katholischen Albanermissionen die Heiligsprechung ihrer weltber\u00fchmten Volksangeh\u00f6rigen. Die Luzerner Mission wird am 11. September einen Dankgottesdienst in Emmenbr\u00fccke (LU) abhalten. Auch die Sirnacher Mission macht eine Novene \u2013 einen neunt\u00e4gige Andacht \u2013 zu Ehren von Mutter Teresa, so wie jedes Jahr. Die Aarauer Mission hat bis anhin die Seligsprechung der Mutter Teresa mit einem besonderen Gottesdienst am letzten Sonntag im Oktober begangen \u2013 dem Zeitpunkt der Seligsprechung. K\u00fcnftig werde man den Termin wohl auf den September verschieben, sagt Missionar Pren Kola auf Anfrage.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte man den Todestag von Mutter Teresa feiern, wie in der katholischen Kirche \u00fcblich, erkl\u00e4rt Pren Kola. Doch das sei f\u00fcr die Albaner in der Schweiz nicht m\u00f6glich. Denn f\u00fcr den 5. September lade der Bischof von Kosovo jeweils hochrangige Politiker und Religionsvertreter zum Gedenkgottesdienst ein. Da werden gem\u00e4ss Kola auch Missionare mit ihren Mitgliedern erwartet.<\/p>\n<p>In diesem besonderen Jahr der Heiligsprechung veranstalten alle drei albanischsprachigen Missionen am 24. und 25. September in Aarau ein gemeinsames albanischsprachiges Symposium zu Ehren der neuen Heiligen. Es findet Samstagnachmittag mit Vortr\u00e4gen von Professoren albanischer Herkunft statt und wird mit einem Gottesdienst abgeschlossen. Am Sonntag gibt es in Aarau und Bern je einen weiteren Gottesdienst zur Ehrung von Mutter Teresa.<\/p>\n<p>Mutter Teresa wurde als Agnes Gonxha Bojaxhiu im heute mazedonischen Skopje geboren. Ihre Eltern waren Gesch\u00e4ftsleute und zogen aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden von Kosovo nach Skopje, wie wie Agim Qerkini, Missionar der albanischen Mission in Luzern, weiss.<\/p>\n<p><strong>Mission in Aarau tr\u00e4gt Mutter Teresas Namen<\/strong><\/p>\n<p>Wegen der kulturellen Verbindung ist Mutter Teresa eine wichtige Bezugsperson f\u00fcr die drei albanischen Missionen in der Schweiz. Die 2003 gegr\u00fcndete Mission in Aarau tr\u00e4gt gar ihren Namen. Sie nennt sich katholische Albanermission Mutter Teresa. Als erste gegr\u00fcndet wurde 1991 die Mission in Luzern, als zweite 2003 die Mission in Sirnach.<\/p>\n<p>Laut der Kommission Migratio der Schweizer Bischofskonferenz leben in der Schweiz rund 20\u2019000 katholische Albaner. Die einzelnen Missionen geben genauere Zahlen an. Die Mission in Luzern spricht von rund 7000 Mitgliedern, jene in Aarau von 8400, jene in Sirnach von 6700. Die Einzugsgebiete der Missionen sind sehr gross. Die Mission in Luzern reicht von der Zentralschweiz bis in den Tessin und ins Wallis. Die Mission Sirnach umfasst die ganze Ostschweiz und jene in Aarau dehnt sich von Spreitenbach AG bis nach Genf. Die Gottesdienste werden abwechselnd an verschiedenen Orten gefeiert. Die Missionen bieten auch freiwilligen albanischsprachigen Religionsunterricht und Jugendtreffen an.<\/p>\n<p>Nach den Feierlichkeiten rund um die Heiligsprechung der Mutter Teresa in diesem Herbst sind die katholischen Albaner auf n\u00e4chstes Jahr gespannt. Auf den 5. September 2017 erwarten sie Papst Franziskus im Kosovo, wie Pren Kola weiss.<\/p>\n<p>(Von Kath.ch f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung in albinfo.ch erlaubt)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die drei katholischen Albanermissionen in der Schweiz organisieren eine Romreise, um die Heiligsprechung von Mutter Teresa am 4. September mitzuerleben. Und sie veranstalten am 24. und 25. September in Aarau ein gemeinsames Symposium mit Gottesdienst zu Ehren der neuen Heiligen. Mutter Teresa hatte albanische Wurzeln.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1137,1133,1506],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-123625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-religion","category-e-diaspora-de","category-uncategorized-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123625\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123625"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=123625"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=123625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}