{"id":124412,"date":"2016-09-08T16:53:24","date_gmt":"2016-09-08T14:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/?p=124412"},"modified":"2016-09-08T16:53:24","modified_gmt":"2016-09-08T14:53:24","slug":"integration-ist-mehr-als-eine-sprache-zu-lernen-und-einen-job-zu-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/integration-ist-mehr-als-eine-sprache-zu-lernen-und-einen-job-zu-haben\/","title":{"rendered":"Integration ist mehr als eine Sprache zu lernen und einen Job zu haben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Integration geht nicht ohne Menschen, die helfen und unterst\u00fctzen \u2013 im Beruf oder im Alltag. Zugewanderte, die sich in der Schweiz integrieren wollen, sind deshalb auf den Kontakt zu Einheimischen angewiesen, die hier verankert sind. Pers\u00f6nliche Begegnungen ergeben sich aber nicht immer von selbst. Die Tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) hat den Integrationsdialog &#8220;Zusammenleben&#8221; lanciert, um diese Begegnungen zu f\u00f6rdern und aufzuzeigen, wie wichtig die Freiwilligenarbeit f\u00fcr die gesellschaftliche Integration ist. <\/strong><\/p>\n<p>Mit ihrer Initiative will die TAK, die politische Plattform von Bund, Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden, viele kleine Dialoge in der Bev\u00f6lkerung in Gang bringen und aufzeigen, wo Begegnungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Zugewanderte und Einheimische bestehen.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"SQ\" style=\"color: windowtext;\">Engagement der Bev\u00f6lkerung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>An der Lancierung des Dialogs erkl\u00e4rte Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga, auch die einheimische Bev\u00f6lkerung spiele im Integrationsprozess eine wichtige Rolle. &#8220;Erfolgreiche Integration bedingt, dass wir &#8211; die Einheimischen &#8211; auf die Migranten zugehen, dass wir ihnen zeigen, wie sich unser Alltag gestaltet&#8221;, sagte die Bundesr\u00e4tin. Fl\u00fcchtlinge zum Beispiel k\u00f6nnen nur im direkten Austausch mit Einheimischen die hiesigen Gepflogenheiten kennen lernen und allt\u00e4gliche H\u00fcrden wie etwa beim Zusammenleben in einem Mietshaus oder bei der Lehrstellensuche \u00fcberwinden. Viele Fl\u00fcchtlinge erleben in der Schweiz zum ersten Mal Freiheit. &#8220;Wir m\u00fcssen ihnen helfen, mit dieser neu gewonnenen Freiheit umzugehen. Sie sollen sehen, dass pers\u00f6nliches Engagement hierzulande nicht unterdr\u00fcckt wird, sondern erw\u00fcnscht ist&#8221;, f\u00fchrte Sommaruga aus. Die Freiwilligenarbeit, etwa im Rahmen von Mentoringprojekten, leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"SQ\" style=\"color: windowtext;\">Staat kann direkten Kontakt nicht ersetzen<\/span><\/strong><\/p>\n<p>TAK-Pr\u00e4sident und Regierungspr\u00e4sident des Kantons Basel-Stadt Guy Morin betonte, bei einem Ausl\u00e4nderanteil von knapp 25 Prozent sei die Integration der Migrantinnen und Migranten zentral f\u00fcr den Zusammenhalt in der Schweiz. Morin erl\u00e4uterte, dass Bund, Kantone, St\u00e4dte und Gemeinden die Integration mit verschiedenen Massnahmen f\u00f6rdern: Sprach- und Integrationskurse, Erstinformationen der Gemeinden f\u00fcr Zugezogene, Br\u00fcckenangebote f\u00fcr Jugendliche auf Lehrstellensuche. Der Staat k\u00f6nne aber den direkten Kontakt zur Bev\u00f6lkerung nicht ersetzen, sondern einzig die Rahmenbedingungen f\u00fcr die direkte Begegnung f\u00f6rdern. Dazu sei er auch auf die Zusammenarbeit mit privaten Kreisen angewiesen.<\/p>\n<p>Der Beitrag der freiwilligen Arbeit in der Integration wurde anhand von Projekten illustriert, die im Rahmen der TAK-Initiative laufen.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"SQ\" style=\"color: windowtext;\">\u00d6ffentlich-private F\u00f6rderung der Freiwilligenarbeit<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das F\u00f6rderprogramm &#8220;contakt-citoyennet\u00e9&#8221; unterst\u00fctzt 2016\/2017 insgesamt 56 Integrationsprojekte in der ganzen Schweiz. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel &#8220;@ctive Asyl&#8221; in Luzern und Bern, das Fl\u00fcchtlingen Kurse f\u00fcr selbst\u00e4ndiges Lernen im Internet anbietet. Oder das Projekt &#8220;Vivre ensemble&#8221; in Biel. Hier k\u00f6nnen junge isolierte M\u00fctter auf Stadtrundg\u00e4ngen Spielpl\u00e4tze, Bibliotheken oder die M\u00fctterberatungsstelle kennenlernen.<\/p>\n<p>Mit dem Programm &#8220;contakt-citoyennet\u00e9&#8221; f\u00f6rdern das Migros-Kulturprozent und die Eidgen\u00f6ssische Migrationskommission (EKM) seit 2012 das gesellschaftliche Engagement in der sozialen Integration. Hedy Graber, Leiterin der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes, hob hervor, dass die freiwillig Engagierten in diesen Projekten Br\u00fccken zwischen Ans\u00e4ssigen und Zugewanderten bauten und so die staatliche Integrationsarbeit erg\u00e4nzten: &#8220;Es ist wichtig, dass wir Privaten Mitverantwortung tragen und uns mit der \u00f6ffentlichen Hand zusammentun, um innovative L\u00f6sungen f\u00fcr unsere Gesellschaft zu entwickeln, die das friedliche Zusammenleben in Zukunft gew\u00e4hrleisten&#8221;.<\/p>\n<p><strong><span lang=\"SQ\" style=\"color: windowtext;\">Religi\u00f6s-kulturelle Vielfalt der Schweiz entdecken<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Dialogue en Route&#8221; ist ein gesamtschweizerisches Projekt von IRAS COTIS, der Interreligi\u00f6sen Arbeitsgemeinschaft der Schweiz. Das Projekt l\u00e4dt ein zum Kennenlernen der religi\u00f6sen und kulturellen Vielfalt der Schweiz. Junge, geschulte &#8220;Guides&#8221; f\u00fchren Klassen und andere Gruppen durch ausgew\u00e4hlte religi\u00f6se St\u00e4tten, Kultur- und Bildungsh\u00e4user und entlang von Wegrouten, die als Lern- und Begegnungsorte aufgebaut sind. Das Projekt startet im Sommer 2017.<\/p>\n<p>An der Medienkonferenz begr\u00fcndeten zwei Freiwillige ihr Engagement. Sie k\u00f6nnten \u00fcber kulturell-religi\u00f6se Fragen diskutieren und einen vertieften Einblick in die anderen Gemeinschaften und Weltanschauungen erhalten. Ihre Dialogerfahrungen und den Einsatz f\u00fcr das friedliche Zusammenleben m\u00f6chten sie mit jungen Menschen teilen und weitertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>it ihrer Initiative will die TAK, die politische Plattform von Bund, Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden, viele kleine Dialoge in der Bev\u00f6lkerung in Gang bringen und aufzeigen, wo Begegnungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Zugewanderte und Einheimische bestehen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1134,1141,1133,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-124412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-integration","category-themen","category-e-diaspora-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124412\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124412"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=124412"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=124412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}