{"id":129798,"date":"2016-10-28T14:10:12","date_gmt":"2016-10-28T12:10:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/lempire-turc-et-les-interets-economiques-au-kosovo\/"},"modified":"2016-11-01T09:57:58","modified_gmt":"2016-11-01T08:57:58","slug":"lempire-turc-et-les-interets-economiques-au-kosovo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/lempire-turc-et-les-interets-economiques-au-kosovo\/","title":{"rendered":"\u201eDas osmanische Reich\u201c und die wirtschaftlichen Interessen der T\u00fcrkei in Kosova"},"content":{"rendered":"<p>Welches ist da eigentliche Image t\u00fcrkischer Unternehmen in Kosova? \u201eIch sage es ganz offen: das Image t\u00fcrkischer Unternehmen in Kosova verschlechtert sich rapide, besonders nach der Privatisierung mehrerer \u00f6ffentlicher Unternehmen in unserem Land. An erste Stelle stehen in dieser Angelegenheit KEDS und der Flughafen\u2026\u201c, sagt Safet G\u00ebrxhaliu von der kosovarischen Wirtschaftskammer.<\/p>\n<p>Dies ist das Ergebnis intransparenter Transaktionen. \u201eEs ist eine eigenartige Logik der Partnerschaft entstanden. Beim Bau der wichtigen Autobahnen in Kosova durch \u201eBechtel Enka\u201c wurden viel zu wenige inl\u00e4ndische Baufirmen eingebunden. Das verwendete Material kommt gr\u00f6sstenteils aus dem Ausland\u201c, erkl\u00e4rt G\u00ebrxhaliu weiter.<\/p>\n<p>Die Regierung in Prishtina hat es vers\u00e4umt, in mehreren wichtigen Ausschreibungen europ\u00e4ische Partner zu finden. Dies hat sich am Beispiel von PTK oder bei der Privatisierung des Touristik-Komplexes Brezovica gezeigt. \u201eDagegen waren die Projekte in Zusammenarbeit mit den T\u00fcrken erstaunlich eher erfolgreich \u2013 die Privatisierung des Flughafens Prishtina, der Verkauf der Elektrodistribution, der Bau der beiden wichtigen Autobahnen\u201c, so Rexhepi.<\/p>\n<p>Viele Privatisierungsprozesse mit Einbezug von westlichen Unternehmen sind gescheitert. Aber Projekte, in denen t\u00fcrkische Unternehmen involviert sind, gehen schnell \u00fcber die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Neben den wirtschaftlichen Aspekten sieht der Analyst und Publizist Gani Mehmetaj weitere Ziele in Zusammenhang mit t\u00fcrkischen Projekten und Investitionen in Kosova. \u201eDas andere wichtige Ziel t\u00fcrkischer \u201aInvestitionen\u2018 in unserem Land ist die Islamisierung der Albaner. Weil sie die Albaner in ihrer schwierigsten Phase erwischt haben: nach dem Krieg und nachdem Serbien das wirtschaftliche und soziale Gef\u00fcge in Kosova zerst\u00f6rte.\u201c<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei ist sehr aktiv bei der Ausschreibung von grossen Unternehmen und bei Projekten mit staatlicher Finanzierung.<\/p>\n<p><strong>Die T\u00fcrkei ist noch lange nicht der wichtigste Handelspartner von Kosova<\/strong><\/p>\n<p>Der Internationale W\u00e4hrungsfonds stuft die T\u00fcrkei auf Platz 16 der Wirtschaftsm\u00e4chte der Welt ein. In wenigen Jahren will die T\u00fcrkei in die Top 10 aufsteigen.<\/p>\n<p>\u201eAllerdings ist ein Land, dass im Jahr 2023 einen Exportvolumen von 500 Milliarden Euro haben und in die Top 10 der Wirtschaftsm\u00e4chte aufsteigen will und dabei nur 80 Millionen Euro Investitionen t\u00e4tigt, kann nicht zufrieden sein\u201c, so G\u00ebrxhaliu.<\/p>\n<p>Von 2007 bis 2015 exportierte Kosova Waren und Dienstleistungen im Wert von 2.4 Milliarden Euro; in die T\u00fcrkei gingen Waren und Dienstleistungen im Wert von 67.7 Millionen Euro (2.8%). \u00a0Bei den Importen zeigt sich die verheerende wirtschaftliche Lage in Kosova. Von 2007 bis 2015 beliefen sich die Importe auf 20.2 Milliarden Euro.\u00a0 Nur aus der T\u00fcrkei wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.6 Millionen Euro importiert.<\/p>\n<p>Auch wenn der Handel mit der T\u00fcrkei steigt, ist das Land am Bosporus noch lange nicht der wichtigste Handelspartner f\u00fcr Kosova. \u201eDie gr\u00f6sste t\u00fcrkische Investition in Kosova ist KEDS (Stromverteilnetz). Der Flughafen Prishtina bleibt weiterhin Eigentum des kosovarischen Staates. Die t\u00fcrkischen Investoren k\u00f6nnen nichts tun, ohne die Genehmigung von der kosovarischen Regierung eingeholt zu haben\u201c, pr\u00e4zisiert Rexhepi.<\/p>\n<p><strong>Das t\u00fcrkische Netz in Albanien<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Auch wenn der Handel zwischen der T\u00fcrkei und den L\u00e4ndern des Westbalkans kontinuierlich zugenommen hat, bleibt der Westbalkan f\u00fcr die T\u00fcrkei wirtschaftlich eher uninteressant\u201c, heisst es in einem Bericht des Zentrums f\u00fcr strategische Studien in Prishtina. Im Fokus der t\u00fcrkischen Wirtschaft bleiben demnach gr\u00f6ssere L\u00e4nder der Region wie Bulgarien und Rum\u00e4nien.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 beliefen sich die t\u00fcrkischen Investitionen in Albanien auf 279 Millionen Euro \u2013 dies entspricht einer Zunahme von 81% im Vergleich zu 2007.<\/p>\n<p>Gemessen am Investitionsvolum in Albanien steht die T\u00fcrkei auf Platz 5, nach Griechenland, Italien, \u00d6sterreich und Kanada. Bis 2010 betrugen die Investitionen in Albanien 2.64 Milliarden Euro \u2013 10.5 % davon kamen aus der T\u00fcrkei. In Albanien operieren 80 t\u00fcrkische Unternehmen. Besonders die Celik-Gruppe ist sehr aktiv, mit der Nationalen Handelsbank (zweitgr\u00f6sste Bank des Landes), Albtelecom und Eagle Mobile.<\/p>\n<p>Weitere t\u00fcrkische Investitionen in Albanien sind das Stahlwerk in Elbasan, das Netz von t\u00fcrkischen Schulen (von Vorschule bis Universit\u00e4ten), Balkan Alliance Medical Center (neueste Investition in der Gesundheitsbranche), Klinikum Acibaden sowie das Krankenhaus Memorial in Tirana.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn mehreren Ausschreibung hat es die kosovarische Regierung vers\u00e4umt, westliche Staaten als Partner zu gewinnen. Dies hat sich am Beispiel von PTK oder bei der Privatisierung des Touristik-Komplexes Brezovica gezeigt. Dagegen waren die Projekte in Zusammenarbeit mit den T\u00fcrken eher erfolgreich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1130,1131,1129],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-129798","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","category-investitionen","category-ch-balkan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=129798"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129798\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=129798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=129798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=129798"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=129798"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=129798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}