{"id":135258,"date":"2016-12-20T11:16:59","date_gmt":"2016-12-20T10:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=135258"},"modified":"2016-12-20T11:18:23","modified_gmt":"2016-12-20T10:18:23","slug":"ja-zur-erleichterten-einbuergerung-fuer-die-dritte-auslaendergeneration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/ja-zur-erleichterten-einbuergerung-fuer-die-dritte-auslaendergeneration\/","title":{"rendered":"Ja zur erleichterten Einb\u00fcrgerung f\u00fcr die dritte Ausl\u00e4ndergeneration"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. Dezember 2016 haben Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements, Regierungsrat Beat Villiger, Vorsteher der Sicherheitsdirektion des Kantons Zug, sowie Anders Stokholm, Stadtpr\u00e4sident von Frauenfeld, die Argumente zugunsten dieser Verfassungs\u00e4nderung vor den Medien in Bern vorgestellt.<\/p>\n<p>Junge Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder der dritten Generation sind in der Schweiz geboren und zur Schule gegangen, sie arbeiten in der Schweiz und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil &#8211; genau wie junge Schweizerinnen und Schweizer auch. Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga betonte, dass diese jungen Menschen &#8211; die Enkelkinder der Einwanderer &#8211; ein wichtiger Teil der schweizerischen Gesellschaft sind. Ihre Heimat sei nicht mehr das Herkunftsland ihrer Grosseltern, sondern die Schweiz. Mit der vorgesehenen Verfassungs\u00e4nderung werde dem Umstand Rechnung getragen, dass diese jungen Menschen schon ihr Leben lang in der Schweiz sind.<\/p>\n<h3>Integration sowie weitere Voraussetzungen<\/h3>\n<p>Das Parlament hat f\u00fcr die erleichterte Einb\u00fcrgerung von Menschen der dritten Ausl\u00e4ndergeneration klare Kriterien festgelegt. Wie schon heute bei den ordentlichen Einb\u00fcrgerungen m\u00fcssen die jungen Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder auch unter neuem Recht gut integriert sein. Sie m\u00fcssen sich an die schweizerische Rechtsordnung halten und die Werte der Bundesverfassung respektieren &#8211; wie etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Auch m\u00fcssen die Einb\u00fcrgerungswilligen eine Landessprache beherrschen, und ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.<\/p>\n<p>Das Gesetz nennt weitere Voraussetzungen f\u00fcr die erleichterte Einb\u00fcrgerung. Die Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder m\u00fcssen in der Schweiz geboren worden sein, w\u00e4hrend mindestens f\u00fcnf Jahre die obligatorische Schule besucht haben und d\u00fcrfen nicht \u00e4lter als 25 Jahre sein. Sie m\u00fcssen zudem eine Niederlassungsbewilligung besitzen. Ein Elternteil muss mindestens zehn Jahre in der Schweiz gelebt haben und f\u00fcnf Jahre hier zur Schule gegangen sein. Auch in der Generation der Eltern ist eine Niederlassungsbewilligung Voraussetzung. Schliesslich muss ein Grossvater oder eine Grossmutter in der Schweiz geboren worden sein oder ein Aufenthaltsrecht erhalten haben.<\/p>\n<h3>Keine automatischen Einb\u00fcrgerungen<\/h3>\n<p>Die erleichterte Einb\u00fcrgerung ist heute bereits m\u00f6glich und hat sich bew\u00e4hrt, zum Beispiel f\u00fcr Ehepartnerinnen und -partner von Schweizer Staatsangeh\u00f6rigen. Sie ist Aufgabe des Bundes, was die Verfahren gegen\u00fcber den ordentlichen Einb\u00fcrgerungen verk\u00fcrzt und vereinfacht. Die Kantone sind weiterhin in Verfahren einbezogen und k\u00f6nnen sich zu jedem einzelnen Fall \u00e4ussern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch bei erleichterten Einb\u00fcrgerungen muss in jedem Fall ein Gesuch gestellt werden, das im Einzelfall nach den gesetzlichen Kriterien gepr\u00fcft wird. Mit der geplanten Verfassungs\u00e4nderung gibt es also auch in Zukunft keine automatischen Einb\u00fcrgerungen.<\/p>\n<p class=\"nsbtextkasten\"><b>Junge Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder der dritten Generation in der Schweiz: Studie 2016<\/b><br \/>\nIn der Schweiz leben heute 24\u00a0650 junge Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder der dritten Generation zwischen 9 und 25 Jahren, welche die Kriterien gem\u00e4ss der vom Parlament festgelegten Gesetzesbestimmung erf\u00fcllen. Zu diesem Resultat kommt eine neue Studie von Professor Philippe Wanner von der Universit\u00e4t Genf, die im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Migration erstellt wurde. Gem\u00e4ss der Untersuchung werden in den n\u00e4chsten zehn Jahren durchschnittlich pro Jahr 2300 junge Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder der dritten Generation die Altersgrenze von neun Jahren erreichen. Gleichzeitig werden jedes Jahr eine gewisse Anzahl Personen die obere Altersgrenze von 25 Jahre \u00fcberschreiten ohne von der M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht zu haben, sich erleichtert einb\u00fcrgern zu lassen. Die Studie basiert auf Bev\u00f6lkerungsstatistiken des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) und auf Daten der Einwohnerregister.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Junge Menschen der dritten Ausl\u00e4ndergeneration, die in der Schweiz geboren und zur Schule gegangen sind, sollen sich unter bestimmten Voraussetzungen erleichtert einb\u00fcrgern lassen k\u00f6nnen. Bundesrat und Parlament sind der Meinung, dass f\u00fcr diese gut integrierten, jungen Menschen der Weg zum Schweizer B\u00fcrgerrecht erleichtert werden soll, so dass sie zu vollwertigen Staatsb\u00fcrgerinnen und Staatsb\u00fcrgern mit allen Rechten und Pflichten werden k\u00f6nnen. Bundesrat und Parlament empfehlen deshalb, die Verfassungs\u00e4nderung f\u00fcr die erleichterte Einb\u00fcrgerung von Personen der dritten Ausl\u00e4ndergeneration an der Volksabstimmung vom 12. Februar 2017 anzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":135250,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-135258","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=135258"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135258\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/135250"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=135258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=135258"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=135258"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=135258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}