{"id":157587,"date":"2017-08-11T20:42:10","date_gmt":"2017-08-11T18:42:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=157587\/"},"modified":"2017-08-15T09:42:29","modified_gmt":"2017-08-15T07:42:29","slug":"die-schweizer-macher-vier-erfolgsgeschichten-aus-dem-kosovo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/die-schweizer-macher-vier-erfolgsgeschichten-aus-dem-kosovo\/","title":{"rendered":"Die Schweizer Macher \u2013 vier Erfolgsgeschichten aus dem Kosovo"},"content":{"rendered":"<p>Krieg, Armut, Kriminalit\u00e4t: Das Image des Kosovo im Ausland ist auch neun Jahre nach der Unabh\u00e4ngigkeit und 18 Jahre nach dem Krieg negativ besetzt. Obwohl das Land bei der Infrastruktur und bei der politischen Stabilit\u00e4t Fortschritte gemacht hat, plagen Korruption, eine hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven f\u00fcr viele junge Leute das Land.<\/p>\n<h4 style=\"font-style: inherit;\">Die wichtigsten Zahlen zum Kosovo<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zahlen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157589\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zahlen.jpg\" alt=\"\" width=\"582\" height=\"1009\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zahlen.jpg 582w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zahlen-173x300.jpg 173w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/zahlen-228x396.jpg 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 582px) 100vw, 582px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Quellen: UNDP Kosovo Human Development Report 2016 (Arbeit),\u00a0Kosovo Agency of Statistics 2015 (Bev\u00f6lkerung), World Bank 2016 (Wirtschaft),\u00a0UNDP Kosovo Human Development Report 2014 (Migration).<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson.ch\/ leo<\/span><\/em><\/p>\n<p>Davon lassen sich junge Schweizer Unternehmer mit Wurzeln im Kosovo nicht abschrecken. Sie verbinden die F\u00e4higkeiten, die sie sich in der\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Schweiz\">Schweiz<\/a>\u00a0angeeignet haben, mit den Standortvorteilen in der Heimat ihrer Eltern \u2013 und schaffen nicht nur Arbeitspl\u00e4tze, sondern werden zu Vorbildern f\u00fcr junge Unternehmer im Kosovo, die von ihnen lernen wollen. Damit bringen sie ein dringend ben\u00f6tigtes Gut in den j\u00fcngsten Staat Europas \u2013 den Optimismus, dass es besser wird.<\/p>\n<h4 style=\"font-style: inherit;\"><strong>What&#8217;s on, Kosovo?<\/strong><\/h4>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><strong>Die Kosovaren sind eine der gr\u00f6ssten Einwanderergruppen der Schweiz. Und ohne die Schweizer geht im Kosovo fast nichts. watson hat sich darum aufgemacht, um das j\u00fcngste Land Europas zu besuchen. Unser Reporter traf junge Schweiz-Kosovaren, die sich in ihrer Heimat zu erfolgreichen Unternehmern gemausert haben, begegnete Menschen aus allen Teilen der Schweiz, die ihre Verwandten im Kosovo besuchen und sprach mit Oppositionsf\u00fchrer Visar Ymeri, der verspricht, seine Partei werde das Land von der Korruption befreien. Alles zum Thema gibt&#8217;s von Dienstag bis Freitag in unserer grossen Kosovo-Serie.<\/strong><br \/>\nTeil 1:\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/International\/Schweiz\/210133991-Sommer-ist--wenn-die-%C2%ABSchatzis%C2%BB-einfallen--Der-Kosovo-in-Schweizer-Hand-%E2%80%93-die-Reportage\">Sommer ist, wenn die \u00abSchatzis\u00bb einfallen: Der Kosovo in Schweizer Hand \u2013 die Reportage<br \/>\n<\/a>Teil 2:\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/!148762920\">Tr\u00e4nengas im Rat und viele Schweizer Stimmen \u2013 so ticken Kosovos neue Hoffnungstr\u00e4ger<br \/>\n<\/a><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Drenusha Shala \u2013 \u00abWas habe ich schon zu verlieren?\u00a0\u00bb<\/span><\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-157590\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala-587x330.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/drenusha-shala.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Gr\u00fcnderin, CEO, Mitinhaberin: Drenusha Shala in einem Grossb\u00fcro der Baruti AG.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Der weite Himmel \u00fcber Pristina spiegelt sich in der Glasfassade des Gesch\u00e4ftssitzes der Baruti AG in der kosovarischen Hauptstadt. Die pers\u00f6nliche Assistentin von CEO Drenusha Shala begr\u00fcsst den Besucher in akzentfreiem Deutsch und f\u00fchrt ihn ins Nebengeb\u00e4ude. L\u00e4ngst sind die 420 Quadratmeter des vor gut vier Jahren bezogenen B\u00fcrogeb\u00e4udes zu klein geworden f\u00fcr die Firma. Ihre R\u00e4umlichkeiten sind heute auf drei verschiedene Geb\u00e4ude verteilt.<\/p>\n<p>Zwei T\u00fcren weiter empf\u00e4ngt die 27-j\u00e4hrige Shala in einem Sitzungszimmer zum Gespr\u00e4ch. Im Nebenraum sitzen junge Menschen mit Headsets an mit Trennw\u00e4nden separierten Arbeitspl\u00e4tzen und telefonieren. Man h\u00f6rt vereinzelt Englisch, haupts\u00e4chlich aber Deutsch, in Dialekten vom Ostschweizerischen bis zum Berlinerischen.<\/p>\n<p>Je 15\u2019000 Franken brachten die vier Baruti-Gr\u00fcnder als Startkapital ein, zusammengesetzt aus Angespartem und Darlehen von Freunden und Verwandten. Im Herbst 2011 trugen sie die Firma ins Handelsregister des Kantons\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Luzern\">Luzern<\/a>ein.<\/p>\n<h4>\u00abEltern riskierten ihr Leben f\u00fcr mich\u00bb<\/h4>\n<p>Aus den 60\u2019000 Franken Startkapital ist \u2013 ohne je einen Kredit aufgenommen zu haben \u2013 eine Firma mit 328 Angestellten und einem Millionenumsatz gewachsen. Die Baruti AG fungiert heute nicht nur als klassisches Callcenter, sondern bietet ihren Kunden auch Dienstleistungen wie Marktforschung, IT-L\u00f6sungen, Buchhaltung und Backoffice an.<\/p>\n<p>Drenusha Shala l\u00e4sst keinen Zweifel aufkommen: \u00abIch h\u00e4tte das, was ich erreicht habe, unm\u00f6glich erreichen k\u00f6nnen, wenn ich hier im Kosovo aufgewachsen w\u00e4re.\u00bb Es sei ein grosses Gl\u00fcck, dass sie und ihre Partner in der Schweiz aufgewachsen und zur Schule gegangen seien, sagt Shala, die im Alter von sieben Jahren in die Schweiz kam.<\/p>\n<p>Doch ihr unternehmerischer Erfolg liege nicht nur in der Ausbildung begr\u00fcndet \u2013 sondern auch in ihrer Biografie: \u00abMeine Eltern haben bei ihrer Flucht vor dem Krieg ihr Leben riskiert, damit ich ein besseres Leben haben kann \u2013 wie heute die Bootsfl\u00fcchtlinge auf dem Mittelmeer\u00bb, sagt Shala.<\/p>\n<p>Das f\u00fchre zu einer anderen Art von Risikoempfinden, zu einem pragmatischen und praktischen Umgang mit Entscheidungen. Mit einer solchen Familiengeschichte im Hintergrund denke man sich eher: \u00abWas habe ich dabei schon zu verlieren? Man kann nicht mehr verlieren als das eigene Leben.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157591\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/baruti-eingang-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Eingang zum Hauptsitz der Baruti AG im Zentrum von Pristina.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Ihr Entscheid, nach Pristina zu kommen und hier ein Unternehmen aufzubauen, sei aber kein leichtsinniger gewesen, sagt die 27-j\u00e4hrige Shala: \u00abWir waren immer felsenfest \u00fcberzeugt von unserer Businessidee.\u00bb<\/p>\n<p>Der Plan der urspr\u00fcnglich vier Baruti-Gr\u00fcnder aus der Schweiz (heute sind neben Drenusha Shala noch Muhamet Veliu und Flamur Shala dabei): Vom Potenzial der zahlreichen, perfekt deutschsprachigen jungen Arbeitskr\u00e4fte im Kosovo profitieren und zu konkurrenzf\u00e4higen Preisen Callcenter-Dienstleistungen an Firmen in\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Deutschland\">Deutschland<\/a>\u00a0und der Schweiz zu verkaufen.<\/p>\n<p>Obwohl Baruti rasch erste Kunden gewinnen konnte, hatten Shala und ihre Partner mit Vorurteilen gegen\u00fcber Kosovaren zu k\u00e4mpfen: \u00abAm Anfang wollten viele Schweizer Kunden nicht, dass wir sie als Referenz angeben.\u00bb Heute sei das zum Gl\u00fcck anders. Ob das mit einem generell verbesserten Bild des Kosovo oder der Wertsch\u00e4tzung der Baruti AG zusammenh\u00e4nge, kann sie nicht sagen.<\/p>\n<h4>\u00abPenibel nach Schweizer Manier\u00bb<\/h4>\n<p>\u00abBaruti connects you with love &amp; happiness\u00bb steht an der mit Glas verspiegelten Fassade des Hauptsitzes der Firma im Herzen Pristinas. Und gl\u00fccklich blickt auch Drenusha Shala in die Zukunft des Kosovo: \u00abIch bin optimistisch, weil ich \u2013 in kleinen Schritten \u2013 \u00fcberall Fortschritt beobachten kann.\u00bb<\/p>\n<p>Shala hofft, dass sich die politischen Rahmenbedingungen f\u00fcr Unternehmer verbessern. Dann werde die Baruti AG weiter wachsen und es ihr andere Firmen gleichtun. Die Geld\u00fcberweisungen von Auslandkosovaren an ihre Familienmitglieder in der Heimat seien r\u00fcckl\u00e4ufig \u2013 eine Entwicklung, die Shala begr\u00fcsst.<\/p>\n<p>\u00abDie Diaspora hat gemerkt, dass dieses Geld in erster Linie f\u00fcr Konsumg\u00fcter ausgegeben wird und es keine nachhaltige Investition ist.\u00bb Sie pl\u00e4diert daf\u00fcr, \u00dcberweisungen k\u00fcnftig an Bedingungen zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Es sei viel schlauer, einem jungen Verwandten ein Studium zu finanzieren oder die Umsetzung einer Gesch\u00e4ftsidee zu finanzieren: \u00abUnd dann sollte man ganz penibel nach Schweizer Manier seine Noten und Leistungen \u00fcberpr\u00fcfen.\u00bb Denn die\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Jugend\">Jugend<\/a>\u00a0des Kosovo sei die Zukunft des Landes \u2013 und diese brauche Bildung und Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<h4><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Valon Asani \u2013 \u00abAuch das Silicon Valley hat mal klein angefangen\u00bb<\/span><\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-157592\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj-587x330.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/valon-asani-etj.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">CEO Valon Asani (Mitte) mit seinen Partnern Eduard Luta (rechts) und Ilir Trstena (links).<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Im anonymen Neubau-Quartier voller mehrst\u00f6ckiger Wohnbl\u00f6cke am \u00f6stlichen Stadtrand von Pristina deutet wenig darauf hin, dass von hier aus der komplette Webauftritt namhafter Schweizer Unternehmer geplant und umgesetzt wird. Im siebten Stock eines dieser Wohnblocks ist die MIK Agency untergebracht. Die Webagentur, das merkt man im Gespr\u00e4ch rasch, ist f\u00fcr Valon Asani (28) mehr als nur ein Business \u2013 es ist die ganze Leidenschaft und der ganze Stolz des Gr\u00fcnders und CEO.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend seiner Informatik-Lehre, welche der Ostschweizer mit der Berufsmaturit\u00e4t abschloss, war f\u00fcr ihn klar: \u00abMit dem, was ich hier lerne, will ich mich sp\u00e4ter selbst\u00e4ndig machen.\u00bb Direkt nach dem Lehrabschluss im\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Sommer\">Sommer<\/a>\u00a02011 kam Asani \u2013 trotz dem Angebot f\u00fcr eine Festanstellung im Lehrbetrieb \u2013 nach Pristina. Als Startkapital dienten ihm die paar Tausend Franken, die er als Lehrling hatte beiseitelegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Asani ist mit Haut und Haaren Unternehmer. W\u00e4hrend er f\u00fcrs Gespr\u00e4ch auf dem Sofa im Grossraumb\u00fcro der MIK Agency Platz nimmt, arbeiten 14 der insgesamt 25 Mitarbeiter im Hintergrund hochkonzentriert. Immer wieder mal verl\u00e4sst einer die B\u00fcror\u00e4umlichkeiten: Die Schule ruft. Wer von den Angestellten nicht schon fliessend Deutsch und Englisch spricht, den schickt CEO Asani in einen Sprachkurs: Die Kundschaft ist international, haupts\u00e4chlich in der Schweiz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157593\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mik-agency-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Unscheinbare Umgebung: Die MIK Agency ist am Stadtrand von Pristina untergebracht.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>\u00abDamit sie nicht vergessen, wo das Geld f\u00fcr ihre L\u00f6hne herkommt, gebe ich meinen Angestellten am 1. August frei\u00bb, erkl\u00e4rt Asani. Schliesslich sei MIK Agency eine Schweizer Firma mit Sitz in der Schweiz, die Schweizer Qualit\u00e4t liefere: \u00abWeil ich in St.Gallen geboren und aufgewachsen bin, kenne ich die dortige Mentalit\u00e4t und weiss, worauf Schweizer Kunden achten.\u00bb<\/p>\n<p>Was das Gesch\u00e4ftliche anbelangt, habe er sich bewusst nicht den lokalen Verh\u00e4ltnissen angepasst: \u00abLiebe zum Detail, P\u00fcnktlichkeit, Pr\u00e4zision\u00bb, fasst Asani sein Verst\u00e4ndnis schweizerischer Arbeitswerte zusammen. Diese m\u00fcssten seine Mitarbeiter verinnerlichen, damit sie f\u00fcr die Kunden zufriedenstellende Arbeit abliefern. Was das anbelangt, m\u00fcsse er streng sein: \u00abHier im Kosovo herrscht vielerorts noch die Mentalit\u00e4t vor: \u2039Ist doch alles kein Problem.\u203a Bis wir irgendwann am Schluss eben ein riesiges Problem haben.\u00bb<\/p>\n<p>Im Kosovo ver\u00e4ndere sich aktuell vieles zum Positiven, sagt Asani. Er rechnet nach den j\u00fcngsten Wahlen mit politischen Ver\u00e4nderungen, die sich positiv aufs Gesch\u00e4ftsklima auswirken werden. Es gebe je l\u00e4nger, desto mehr professionell arbeitende Firmen und mehr Qualit\u00e4t auf dem Arbeitsmarkt. Auch was Infrastruktur, Strom- und Wasserversorgung und die Arbeit der Beh\u00f6rden angehe, habe der Kosovo das \u00abDrittwelt-Niveau\u00bb hinter sich gelassen, das er zu Beginn angetroffen habe.<\/p>\n<h4>Keine Erfolgsstory ohne R\u00fcckschl\u00e4ge<\/h4>\n<p>Im IT- und Dienstleistungsbereich h\u00e4tten Diaspora-Kosovaren wie er, die in die Heimat ihrer Eltern zur\u00fcckgekehrt sind, alleine in Pristina mehrere Tausend Stellen geschaffen, sagt Asani. Denn der Kosovo biete viele Standortvorteile: gute Fluganbindungen an Europa, einen guten Marktzugang, den\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Euro\">Euro<\/a>\u00a0als W\u00e4hrung, kompetitive Preise dank tiefem Lohnniveau sowie junge, motivierte Arbeitskr\u00e4fte, die \u00fcber ein gewisses Ausbildungsniveau verf\u00fcgten, auch wenn man als Unternehmer zu Beginn noch einiges in die Schulung der Angestellten investieren m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Keine unternehmerische Erfolgsstory kommt ohne R\u00fcckschl\u00e4ge aus. Das war auch bei Asani nicht anders. Nach wenigen Monaten hatte er zwar bereits eine Webagentur mit einem Festangestellten und vier Praktikanten \u2013 doch es drohte das Geld auszugehen. Die \u00dcbung abzubrechen, war f\u00fcr ihn keine Option: \u00abIch sagte meinen Leuten, sie sollten weiterarbeiten, ich werde in der Schweiz Geld und Auftr\u00e4ge besorgen.\u00bb<\/p>\n<p>Asani fand einen Job als Informatiker bei Hewlett Packard am Flughafen\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Z%C3%BCrich\">Z\u00fcrich<\/a>. Er stand t\u00e4glich um 6 Uhr morgens auf und nach Arbeitsschluss war er bis in die fr\u00fchen Morgenstunden damit besch\u00e4ftigt, sein Unternehmen weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Ferien und verl\u00e4ngerte Wochenenden verbrachte er im Kosovo, um in seiner Agentur nach dem Rechten zu sehen, in die er praktisch den gesamten Lohn investierte. Nach 13 Monaten Doppelbelastung stand Asanis Firma auf genug sicheren F\u00fcssen, dass er seinen Job in der Schweiz wieder aufgeben konnte: Aus der Ferne hatte er sein Unternehmen von f\u00fcnf auf 33 Mitarbeiter ausgebaut. Unter anderem betrieb er ein Call-Center, das er unterdessen gewinnbringend weiterverkauft hat.<\/p>\n<p>Asanis Tatendrang ist noch nicht gestillt: Bald will er einen Fonds ins Leben rufen, \u00fcber den kosovarisch-st\u00e4mmige Unternehmer, die es im Ausland zu Wohlstand gebracht haben, in Start-ups in ihrem Heimatland investieren k\u00f6nnen. Denn das wirtschaftliche Potenzial des Kosovo sei riesig: \u00abIch will jetzt nicht gerade das Wort Silicon Valley in den Mund nehmen, aber jede Erfolgsgeschichte hat einmal irgendwo klein angefangen.\u00bb<\/p>\n<h4><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Enver Haliti und Avni Beqiraj: \u00abStatt nach Asien in den Kosovo, \u00fcberzeugten wir unsere Schweizer Partner\u00bb<\/span><\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-157594\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1-587x330.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-1.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">\u00abWer immer nur abgw\u00e4gt, was alles schiefgehen kann, macht nie etwas im Leben\u00bb: Enver Haliti (rechts) und Avni Beqiraj in der Produktionshalle der Mecatyp KS in Ferizaj.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Beim Besuch der Mecatyp KS ist der Boden der grossen Fabrikhalle bedeckt mit einem d\u00fcnnen\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Film\">Film<\/a>\u00a0aus Wasser, Reinigungsmittel und Maschinen\u00f6l. Es ist Freitag, der letzte Arbeitstag bevor die Fabrik f\u00fcr zwei Wochen Sommerferien ihre Tore schliesst. \u00abHeute machen wir Grossreinigung, damit wir nach der Pause sofort wieder loslegen k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rt Enver Haliti. Der 40-j\u00e4hrige Haliti ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Unternehmens f\u00fcr Pr\u00e4zisionsmechanik in Ferizaj im S\u00fcden Kosovos.<\/p>\n<p>Die insgesamt 18 Mitarbeiter reinigen und pr\u00fcfen die topmodernen Dreh- und Fr\u00e4smaschinen, die in der Fabrikhalle stehen. Die Mecatyp KS stellt nach Kundenwunsch gefertigte Teilchen f\u00fcr ihre Abnehmer her, etwa in der Maschinenindustrie, Mikromechanik oder der Robotik.<\/p>\n<p>Produktionschef Avni Beqiraj ist in der Schweiz aufgewachsen und hat im Kanton Fribourg eine Fachausbildung als Produktionsmechaniker abgeschlossen. 2010 er\u00f6ffnete der 37-j\u00e4hrige gemeinsam mit Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Enver Haliti die Mecatyp KS in Ferizaj. Davor hatte Beqiraj w\u00e4hrend 14 Jahren in der Schweiz im Bereich Pr\u00e4zisionsmechanik gearbeitet \u2013 zuletzt bei der Mecatyp SA in Corbi\u00e8res FR, wohin ihn sein ehemaliger Lehrmeister geholt hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157595\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/enver-haliti-2-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Enver Haliti in seinem B\u00fcro: \u00abWir hatten schon l\u00e4nger die Idee, im Kosovo eine Produktionsst\u00e4tte aufzubauen und in die Schweiz zu exportieren.\u00bb<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Im Nachgang der Finanzkrise 2008 stand die Mecatyp SA, wie viele andere Schweizer Industriebetriebe, vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Um konkurrenzf\u00e4hig zu bleiben, mussten die Preise gesenkt werden \u2013 ein zweites Standbein mit tieferem Lohnniveau musste her, wollte man den Schweizer Standort retten. Das KMU fasste einen Ableger in Asien ins Auge.<\/p>\n<p>Avni Beqiraj setzte sich mit seinem Bekannten Enver Haliti zusammen, einem studierten \u00d6konomen, der in der\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Romandie\">Romandie<\/a>\u00a0als Manager bei Coop Pronto arbeitete. Ihr Plan: die Chefs der Mecatyp SA vom Standort Kosovo zu \u00fcberzeugen. \u00abWir hatten schon l\u00e4nger die Idee, im Kosovo eine Produktionsst\u00e4tte aufzubauen und in die Schweiz zu exportieren\u00bb, sagt Haliti.<\/p>\n<p>Bei einem gemeinsamen Besuch in ihrem Geburtsort Ferizaj \u00fcberzeugten Haliti und Beqiraj die Schweizer Chefs der Mecatyp SA, das neue Standbein des KMU im Kosovo zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<h4>\u00abIl faut se debrouiller\u00bb<\/h4>\n<p>Die beiden bauten die Mecatyp KS auf \u2013 ein unabh\u00e4ngiges Unternehmen, das zu einem grossen Teil, aber nicht ausschliesslich an die Schweizer Partnerfirma in Corbi\u00e8res FR liefert. Die Entscheidung, ihr Leben und ihre Jobs in der Schweiz aufzugeben, haben sie nie bereut: \u00abNat\u00fcrlich sind wir ein Risiko eingegangen, aber uns bot sich die M\u00f6glichkeit, der Bev\u00f6lkerung hier zu helfen und Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen\u00bb, sagt Beqiraj: \u00abWer immer nur abw\u00e4gt, was alles schiefgehen k\u00f6nnte, der macht nie etwas im Leben.\u00bb<\/p>\n<p>Zu Beginn sei es nicht einfach gewesen, in einem industriell kaum entwickelten Land wie dem Kosovo eine Fabrik aufzubauen. Von Seiten des Staates habe das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Firma komplett gefehlt. Man m\u00fcsse hier selber f\u00fcr L\u00f6sungen sorgen, sagt Beqiraj:\u00abIl faut se debrouiller\u00bb \u2013 man m\u00fcsse sich selber zu helfen wissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157596\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/mecatyp-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Pr\u00e4zisionsmechanik nach Kundenwunsch: Die Produkte der Mecatyp KS finden Abnehmer in der Maschinenindustrie oder der Robotik.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>So etwa bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter: Inspiriert von der Schweizer Berufsbildung durchlaufen die Mecatyp-Angestellten verschiedene Ausbildungsschritte gem\u00e4ss einem vorgegebenen Aufgabenheft.<\/p>\n<p>Wer sich als besonders talentiert und vielf\u00e4ltig sowie selbst\u00e4ndig einsetzbar zeigt, rutscht in eine h\u00f6here Lohnklasse.\u00ab Die jungen Leute hier zeigen einen grossen Einsatzwillen\u00bb, sagt Produktionschef Beqiraj. Man m\u00fcsse nur die eigenen Erfahrungen mit ihnen teilen und ihnen manchmal einen leichten Schubser geben: \u00abWer ihnen eine Chance gibt, wird belohnt.\u00bb<\/p>\n<p>Besonders stolz sind Beqiraj und Haliti auf einen jungen Angestellten, der vor drei Jahren bei ihnen anfing. Der ehemalige Hilfskoch ist heute einer ihrer wichtigsten Mitarbeiter.<\/p>\n<h4 style=\"font-style: inherit;\">\u00abHeute programmiert er Maschinen und startet selbst\u00e4ndig die Produktion\u00bb<\/h4>\n<h4><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Arb\u00ebr Lleshi: \u00abUnsere Kinder sollen das ganze Bildungssystem ver\u00e4ndern\u00bb<\/span><\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-157597\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi-587x330.jpg 587w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/arber-lleshi.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">\u00abNeugierde wecken und kritisches Hinterfragen f\u00f6rdern\u00bb: Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Arb\u00ebr Lleshi in der Werkstatt von Bonevet. Das Werk in seiner Hand hat ein Kursteilnehmer gestaltet. Er musste daf\u00fcr einen computergesteuerten Pr\u00e4zisionslaser programmieren.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Selten sind das alte und das neue Gesicht Kosovos so nahe beieinander anzutreffen wie bei einem Besuch bei Bonevet. Auf dem Parkplatz vor dem langgestreckten zweist\u00f6ckigen Haus rostet ein ausgemustertes Ambulanzfahrzeug auf dem Parkplatz vor sich hin. Bonevet ist in einem nicht mehr gebrauchten Fl\u00fcgel des Geb\u00e4udes eines Rettungsdienstes untergebracht. Die Gemeinde Gjakova stellt die R\u00e4umlichkeiten zehn Jahre mietfrei zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Das Rettungsfahrzeug tat einst im englischen Oxfordshire seinen Dienst, bevor es als Sachspende eine Zusatzrunde auf den Strassen im Westen Kosovos absolvierte und nun ungenutzt in der heissen Julisonne steht.<\/p>\n<p>Ganz anders im Innern des Geb\u00e4udes. Freudiges Kindergeschrei empf\u00e4ngt den Besucher, auf grossen Arbeitstischen stehen 3-D-Drucker, in einem Werkraum eine computergesteuerte Fr\u00e4smaschine und ein Pr\u00e4zisionslaser-Schneider. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen Kinderzeichnungen und Baupl\u00e4ne. Bonevet (Albanisch f\u00fcr \u00abMach es selber\u00bb) ist ein sogenannter \u00abMaker Space\u00bb. Hier sollen\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Kinder\">Kinder<\/a>\u00a0und Jugendliche auf spielerische Weise Wissenschaft und Technik kennenlernen, eigene Projekte planen und Neues erfinden.<\/p>\n<p>In der Sommerferienzeit ist jeweils eine ganze Woche einem einzelnen Projekt gewidmet. Diese Woche widmen sich die Teilnehmer, zwischen sechs und 18 Jahren alt, dem Thema Film. Sie entwickeln in Eigenregie einen kompletten Film, vom Schreiben des Drehbuchs \u00fcber die Aufnahmen bis hin zum Schneiden der Endfassung. Mentoren, junge Erwachsene aus der Region Gjakova, stehen ihnen mit Rat zur Seite.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157598\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/oqeana-joni-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Oqeana und Joni spielen w\u00e4hrend der Projektwoche zwei Wissenschafter \u2013 in einem Film, dessen Drehbuch sie selber geschrieben haben. Sie l\u00f6sen das Ozonloch-Problem.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: watson<\/span><\/em><\/p>\n<p>Bonevet wurde von der Stiftung des Unternehmers Vllaznim Xhiha ins Leben gerufen und \u00f6ffnete im Februar 2015 seine Tore. Xhiha kam 1985 in die Schweiz, wo er gemeinsam mit seiner Frau 25 Jahre lebte, bevor er in den Kosovo zur\u00fcckkehrte. 1992 hatte der Ingenieur im\u00a0<a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Tessin\">Tessin<\/a>\u00a0ein Unternehmen gegr\u00fcndet, das 2012 von der ABB f\u00fcr einen Gesamtpreis von 170 Millionen Franken \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<p>Seither engagiert sich Xhiha in seiner Heimat als F\u00f6rderer von gemeinn\u00fctzigen Projekten und Start-up-Firmen. Schnell merkte er: Es gibt zwar ein grosses Potenzial an jungen Leuten mit guten Ideen. Doch es fehlen die Erfahrung und das Wissen, wie man Ideen praktisch umsetzen kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157599\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"541\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj-768x476.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/xhiha-etj-587x364.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Der Unternehmer Vllaznim Xhiha (rechts) mit einem Vertreter der US-Entwicklungsagentur USAID bei Bonevet in Gjakova. Sie h\u00f6ren Jugendlichen zu, die ein funktionierendes Elektroauto hergestellt haben \u2013 als Erste in Kosovo.<\/span>\u00a0<em><span style=\"font-weight: inherit;\">bild: bonevet.org<\/span><\/em><\/p>\n<p>Dank einem Ort wie Bonevet soll sich das l\u00e4ngerfristig \u00e4ndern: \u00abIf you can imagine, you can make it\u00bb, lautet das Motto. \u00ab900 Makers haben in den zweieinhalb Jahren seit der Er\u00f6ffnung an unseren Kursen teilgenommen\u00bb, erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Arb\u00ebr Lleshi. Das Ziel sei, eine \u00abkritische Masse\u00bb an \u00abMachern\u00bb zu erreichen.<\/p>\n<p>Im kosovarischen Bildungssystem sei alles auf Theorie ausgerichtet, handwerkliche Praxis fehle komplett. Die jungen \u00abMacher\u00bb sollen die Bonevet-Philosophie \u00fcber die Mauern des Geb\u00e4udes hinaus tragen.<\/p>\n<p>\u00abWir wollen das ganze Bildungssystem ver\u00e4ndern, indem wir in unseren Kursen die Neugierde wecken und das kritische Hinterfragen f\u00f6rdern.\u00bb Dadurch w\u00fcrden Kinder auch an ihren normalen Schulen die Lehrer herausfordern: \u00abDas f\u00fchrt dazu, dass sie sich besser vorbereiten m\u00fcssen, wovon die ganze Klasse profitiert.\u00bb<\/p>\n<h4 style=\"font-style: inherit;\">\u00abBei uns sollen Kinder und Jugendliche ihre Talente entdecken\u00bb<\/h4>\n<p>Ein besonderer Schwerpunkt von Bonevet ist die F\u00f6rderung von M\u00e4dchen. Die Teilnehmer an den sogenannten \u00abMaker Kids Classes\u00bb, zweimonatigen Intensivkursen w\u00e4hrend des Schuljahrs, m\u00fcssen zu je 50 Prozent aus M\u00e4dchen und Buben bestehen.<\/p>\n<p>Stolz erz\u00e4hlt Arb\u00ebr Lleshi von zwei ehemaligen Kursteilnehmerinnen. Die beiden jungen Frauen hatten beide die Absicht, Wirtschaft zu studieren, \u00abweil das all ihre Freunde auch wollten\u00bb. Nach den Erfahrungen bei Bonevet hat sich das ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Die eine studiert jetzt Informatik und Elektroingenieurwesen, die andere Mathematik: \u00abBeide z\u00e4hlen zu den besten Studentinnen ihres Jahrgangs. Und sie engagieren sich weiterhin als Mentorinnen bei Bonevet.\u00bb<\/p>\n<p>Der Philanthrop Vllaznim Xhiha hat noch grosse Pl\u00e4ne mit Bonevet. Im September er\u00f6ffnet ein zweiter Standort in Pristina, die St\u00e4dte Prizren und Peja sollen folgen. Behutsam und mit der notwendigen Sensibilit\u00e4t gehe man auch die Planung eines weiteren Ablegers an, sagt Arb\u00ebr Lleshi: In der geteilten Stadt Mitrovica im Norden Kosovos sollen dereinst albanische und serbische Kinder in \u00abMaker Kids Classes\u00bb Seite an Seite die Freude an der Technik kennenlernen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-157600\" src=\"http:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka.jpg\" alt=\"\" width=\"873\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka.jpg 873w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka-182x101.jpg 182w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka-790x443.jpg 790w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/bonevet-biblioteka-587x330.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"caption\">Die Bibliothek von Bonevet: Die Regale haben die Kinder selbst am Computer designt und zusammengebaut.<\/span>\u00a0<span class=\"source\">bild: watson<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.watson.ch\/Schweiz\/International\/597120237-Die-Schweizer-Macher-%E2%80%93-vier-Erfolgsgeschichten-aus-dem-Kosovo\">http:\/\/www.watson.ch\/Schweiz\/International\/597120237-Die-Schweizer-Macher-%E2%80%93-vier-Erfolgsgeschichten-aus-dem-Kosovo<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>(Der Artikel wurde von Watson.ch \u00a0f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung in albinfo.ch genehmigt)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Junge Schweizer Unternehmer mit Wurzeln im Kosovo schauen optimistisch in die Zukunft: Sie sind in die Heimat ihrer Eltern zur\u00fcckgekehrt und schaffen dringend ben\u00f6tigte Arbeitspl\u00e4tz<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":157601,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1131,1132,1129,1412,2015],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-157587","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investitionen","category-karriere-balkan","category-ch-balkan","category-newsletter-de","category-newsletter-media-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=157587"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157587\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=157587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=157587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=157587"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=157587"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=157587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}