{"id":256135,"date":"2019-03-08T15:24:08","date_gmt":"2019-03-08T14:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=256135"},"modified":"2019-03-08T15:24:08","modified_gmt":"2019-03-08T14:24:08","slug":"uno-konferenz-zur-stellung-der-frau-engagement-der-schweiz-fuer-geschlechtergleichstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/uno-konferenz-zur-stellung-der-frau-engagement-der-schweiz-fuer-geschlechtergleichstellung\/","title":{"rendered":"UNO-Konferenz zur Stellung der Frau: Engagement der Schweiz f\u00fcr Geschlechtergleichstellung"},"content":{"rendered":"<p>Die Geschlechtergleichstellung ist eine innen- und aussenpolitische Priorit\u00e4t der Schweiz. Dabei stellt die soziale Sicherheit von Frauen und M\u00e4dchen ein Kernanliegen dar. Das engmaschige Netz von Sozialversicherungen bietet der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz weitreichenden Schutz vor finanziellen und sozialen Risiken bei Mutterschaft, im Alter, im Todesfall, bei medizinischen Behandlungen, bei einem Unfall, bei Invalidit\u00e4t oder Arbeitslosigkeit. Dar\u00fcber hinaus ist unsere Altersversicherung universell und ber\u00fccksichtigt weitgehend die Haushaltst\u00e4tigkeiten und die Betreuung von Angeh\u00f6rigen, was besonders f\u00fcr Frauen von Vorteil ist. Die Schweiz wird sich daher auf die F\u00f6rderung solcher Systeme an der diesj\u00e4hrigen CSW konzentrieren.<\/p>\n<p>Eine weitere Priorit\u00e4t der Schweiz ist die F\u00f6rderung der Lohngleichheit. Diese kommt nicht nur Frauen und ihren Familien zugute, sondern der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft. Lohngleichheit macht den (Wieder-) Einstieg und Verbleib im Erwerbsleben f\u00fcr alle Frauen erheblich attraktiver und st\u00e4rkt damit auch die soziale Sicherheit von Frauen. Weiter setzt sich die Schweiz an der CSW f\u00fcr die Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung der unbezahlten Betreuungs-, Pflege- und Hausarbeit ein, welche \u00fcberproportional von Frauen ausge\u00fcbt wird.<\/p>\n<p>Auch in der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit und dem Engagement in Konflikten und fragilen Kontexten stellt die soziale Sicherheit von Frauen und M\u00e4dchen und deren Zugang zu qualitativ hochstehenden und f\u00fcr alle erschwinglichen Basisdienstleistungen wie Gesundheit und Bildung ein Grundprinzip dar. Dabei unterst\u00fctzt die Schweiz Programme, welche den Einbezug von besonders verletzlichen Gruppen und Frauen sicherstellen, etwa durch Gesundheitsversicherungssysteme. In Tansania haben mit dem Aufbau einer fl\u00e4chendeckenden Gesundheitsversicherung 6,5 Mio Personen in l\u00e4ndlichen Gebieten frei zug\u00e4ngliche Gesundheitsdienste erhalten. Die Mehrheit davon sind Frauen und Kinder. Das Gemeinde-basierte Modell wird nun auf nationaler Ebene umgesetzt. Landwirtschaftliche Versicherungen sind ein weiteres Beispiel, wie die soziale Sicherheit f\u00fcr arme Bev\u00f6lkerungsschichten und Frauen verbessert werden kann. In Bangladesch profitieren 340\u2018000 Kleinb\u00e4uerinnen und -bauern, die Mehrheit Frauen, dank eines Programmes der Schweiz von landwirtschaftlicher Beratung zur Verringerung klimabedingter Risiken und einer Ernteausfall- und Nutztierversicherung. Damit tr\u00e4gt die Schweiz der Tatsache Rechnung, dass funktionierende Grundversorgung und ein verbesserter Sozialschutz positive Effekte nicht nur auf die Gleichstellung der Geschlechter, sondern auch auf die sozio\u00f6konomische Entwicklung eines Landes und auf Armutsreduktion haben.<\/p>\n<p>Die Schweiz f\u00fchrt erg\u00e4nzend zu den offiziellen Debatten und den Verhandlungen des Schlussdokumentes zwei hochrangige Veranstaltungen (Side Events) zu ihren priorit\u00e4ren Themen durch. In einem gemeinsamen Anlass mit der Internationalen Arbeitsorganisation ILO wird die global vorkommende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern thematisiert. Ein weiterer mit der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD organisierter Anlass besch\u00e4ftigt sich mit der unbezahlten Betreuungs-, Pflege- und Hausarbeit von Frauen. Dar\u00fcber hinaus sind zahlreiche bilaterale Treffen der Delegationsleitung mit anderen Staaten sowie hochrangigen Entscheidungstr\u00e4gerinnen und -tr\u00e4gern der UNO (darunter UN Women) vorgesehen. Die Schweizer Delegation wird geleitet von Bundesrat Alain Berset, Vorsteher des Eidgen\u00f6ssischen Departements des Innern (EDI). Die Schweiz wird zudem vertreten durch Markus Seiler, Generalsekret\u00e4r des Eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA) und stellvertretender Delegationschef sowie Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG).<\/p>\n<p>Die Commission on the Status of Women (CSW) ist das zentrale Organ der UNO, das sich mit der Gleichstellung der Geschlechter befasst. Neben den offiziellen Delegationen nehmen erfahrungsgem\u00e4ss rund 5000 Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft an der Session der UNO-Frauenrechtskommission teil. Parallel zum formellen Programm finden w\u00e4hrend der beiden Sitzungswochen \u00fcber 450 Nebenveranstaltungen statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag 11. M\u00e4rz 2019 beginnt in New York die 63. Sitzung der UNO-Kommission f\u00fcr die Stellung der Frau (CSW). Im Zentrum der diesj\u00e4hrigen Session steht die soziale Sicherheit von Frauen und M\u00e4dchen sowie deren Zugang zu \u00f6ffentlichen Dienstleistungen und nachhaltiger Infrastruktur. Die SchweizerDelegation wird von Bundesrat Alain Berset geleitet.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":256130,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-256135","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=256135"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/256135\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/256130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=256135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=256135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=256135"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=256135"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=256135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}