{"id":264740,"date":"2019-04-13T16:53:28","date_gmt":"2019-04-13T14:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=264740"},"modified":"2019-04-13T16:53:28","modified_gmt":"2019-04-13T14:53:28","slug":"oeffentliche-entwicklungshilfe-2018-044-des-bruttonationaleinkommens-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/oeffentliche-entwicklungshilfe-2018-044-des-bruttonationaleinkommens-der-schweiz\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Entwicklungshilfe 2018: 0,44% des Bruttonationaleinkommens der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><strong>2018 wendete die Schweiz 0,44% ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) f\u00fcr die \u00f6ffentliche Entwicklungshilfe (APD) auf. Das ist etwas weniger als 2017 (0,46%). Der R\u00fcckgang ist auf das Wachstum des BNE, die sinkenden Asylkosten, die der APD angerechnet werden k\u00f6nnen, und auf die vom Parlament beschlossenen Sparmassnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>Der Anteil der \u00f6ffentlichen Entwicklungshilfe (APD) bel\u00e4uft sich 2018 auf 0,44% des BNE der Schweiz. Nachdem das Ziel von 0,5% in den Jahren 2015 und 2016 erreicht worden war, sank der Anteil 2017 auf 0,46%. Damit liegt die APD 2018 das zweite Jahr in Folge unter dem vom Parlament festgesetzten Ziel. Mit einer APD-Quote von 0,44% des BNE liegt die Schweiz dieses Jahr unter dem Durchschnitt der Mitglieder der Europ\u00e4ischen Union (0,47%). Der R\u00fcckgang ist auf das gestiegene BNE, die sinkenden Asylkosten und die K\u00fcrzungen des Parlaments bei den Krediten der internationalen Zusammenarbeit zur\u00fcckzuf\u00fchren. Im Jahr 2018 wendete die Schweiz 3,022 Milliarden Franken f\u00fcr die \u00f6ffentliche Entwicklungshilfe auf. Das sind 68 Millionen Franken weniger als 2017.<\/p>\n<p>Die der APD anrechenbaren Kosten f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Fl\u00fcchtlingen, Asylsuchenden und vorl\u00e4ufig aufgenommenen Personen in der Schweiz belaufen sich auf 276 Millionen Franken, was einem R\u00fcckgang um 49 Millionen Franken gegen\u00fcber 2017 entspricht. Grund daf\u00fcr war die geringere Zahl neuer Asylgesuche 2018. Der Anteil der Asylkosten am Gesamtbetrag der APD betr\u00e4gt 9% (2017: 11%). Ohne Ber\u00fccksichtigung der Asylkosten betrug das Verh\u00e4ltnis APD\/BNE 0,40% (2017: 0,41%).<\/p>\n<p>Die Kredite des Bundes f\u00fcr die internationale Zusammenarbeit machen \u00fcber 80% der Schweizer APD aus. Mit diesen Mitteln engagiert sich die Schweiz f\u00fcr die Verringerung der Armut und der globalen Risiken, f\u00fcr die Friedensf\u00f6rderung und die Achtung der Menschenrechte sowie f\u00fcr die Beseitigung der Ursachen von Zwangsmigration und irregul\u00e4rer Migration. Sie setzt sich f\u00fcr eine umweltvertr\u00e4gliche Entwicklung auf der ganzen Welt und insbesondere f\u00fcr eine nachhaltige Bewirtschaftung der nat\u00fcrlichen Ressourcen ein. Diese Ziele wird sie auch unter der neuen Botschaft des Bundesrats \u00fcber die internationale Zusammenarbeit 2021\u20132024 weiterverfolgen, die derzeit ausgearbeitet wird.<\/p>\n<p>Die Berechnung der APD erfolgt gem\u00e4ss den Richtlinien des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Diese erm\u00f6glichen einen internationalen Vergleich des Anteils des BNE, den die 29 Mitgliedstaaten des DAC f\u00fcr die APD verwenden.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Medienmitteilung der OECD erh\u00f6hten 2018 17 Mitgliedstaaten ihre Beitr\u00e4ge und 12 senkten sie, darunter die Schweiz. Schweden, Luxemburg, Norwegen, D\u00e4nemark und Grossbritannien erreichten den von der UNO geforderten Anteil von 0,7% des BNE. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz 2018 auf dem 8. Platz der DAC-Rangliste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2018 wendete die Schweiz 3,022 Milliarden Franken f\u00fcr die \u00f6ffentliche Entwicklungshilfe auf. 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