{"id":279448,"date":"2019-05-31T13:54:02","date_gmt":"2019-05-31T11:54:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=279448"},"modified":"2019-06-06T01:18:08","modified_gmt":"2019-06-05T23:18:08","slug":"bundesrat-genehmigt-umsetzung-des-resettlement-konzepts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/bundesrat-genehmigt-umsetzung-des-resettlement-konzepts\/","title":{"rendered":"Bundesrat genehmigt Umsetzung des Resettlement-Konzepts"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Bundesrat hatte am 30. November 2018 im Grundsatz entschieden, sich weiterhin am Resettlement-Programm des UNO-Hochkommissariats f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge (UNHCR) zu beteiligen. In seiner Sitzung vom 29. Mai 2019 hat er die Umsetzung des Konzepts f\u00fcr die Aufnahme von anerkannten Fl\u00fcchtlingsgruppen verabschiedet. Er hat unter anderem beschlossen, in den Jahren 2020 und 2021 jeweils maximal 800 besonders schutzbed\u00fcrftige Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, die sich in einer prek\u00e4ren Lage in Erstaufnahmel\u00e4ndern befinden.<\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesrat hat heute die Umsetzung des Konzepts f\u00fcr die Jahre 2020 und 2021 genehmigt und dabei die Aufnahme von maximal 800 Fl\u00fcchtlingen pro Jahr beschlossen. Mindestens 80 Prozent dieser Fl\u00fcchtlinge sollen aus Krisenregionen im Nahen Osten und entlang der Migrationsroute \u00fcber das zentrale Mittelmeer aufgenommen werden. Maximal 20 Prozent des Programms sollen f\u00fcr kurzfristige Notsituationen verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Bundesrat entschied bereits im November 2018, dass sich die Schweiz weiterhin am Resettlement-Programm des UNHCR beteiligt. Das Konzept wurde von Bund, Kantonen, St\u00e4dten, Gemeinden und weiteren Organisationen gemeinsam erarbeitet. Es sieht vor, dass der Bundesrat alle zwei Jahre ein Resettlement-Programm innerhalb der Bandbreite von 1500 bis maximal 2000 Fl\u00fcchtlingen verabschiedet. Vorg\u00e4ngig sollen jeweils die Kantone konsultiert und die staatspolitischen Kommissionen informiert werden.<\/p>\n<p>Resettlement ist seit vielen Jahrzehnten ein Bestandteil der Schweizer Fl\u00fcchtlingspolitik. Neu ist die Einf\u00fchrung von Programmen im Zweijahresrhythmus. Dies erh\u00f6ht insbesondere die Planbarkeit f\u00fcr die Kantone, die f\u00fcr die Unterbringung der Fl\u00fcchtlinge zust\u00e4ndig sind.<\/p>\n<h3><strong>Priorit\u00e4t Sicherheit und Integration<\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr eine Aufnahme im Rahmen des Resettlements m\u00fcssen eine Reihe von Bedingungen erf\u00fcllt sein. Dazu geh\u00f6ren die Anerkennung der Fl\u00fcchtlingseigenschaft durch das UNHCR und eine erh\u00f6hte Schutzbed\u00fcrftigkeit, welcher im Erstasylland nicht entsprochen werden kann. Eine weitere Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Integration in der Schweiz, namentlich die Anerkennung der Werte der Bundesverfassung, Spracherwerb sowie Teilhabe am wirtschaftlichen und sozialen Leben.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Augenmerk gilt auch der Sicherheit. Das UNHCR unterzieht alle potentiellen Resettlement-Fl\u00fcchtlinge einer eingehenden Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung. Nach Erhalt der Unterlagen leitet das SEM diese dem Nachrichtendienst des Bundes f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche \u00dcberpr\u00fcfung weiter. Personen, die f\u00fcr die Schweiz ein Sicherheitsrisiko darstellen k\u00f6nnten, werden nicht aufgenommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die zweij\u00e4hrigen Resettlement-Programme ist das SEM zust\u00e4ndig. Das SEM \u00fcberpr\u00fcft in jedem Einzelfall, ob die Aufnahmekriterien erf\u00fcllt sind und allf\u00e4llige Ausschlussgr\u00fcnde vorliegen und f\u00fchrt zu diesem Zweck mit jeder \u00fcber 14-j\u00e4hrigen Person vor Ort eine Anh\u00f6rung durch. Der Bundesrat kann ein laufendes Programm jederzeit sistieren, insbesondere wenn die Zahl der Asylgesuche stark ansteigt. Die Begleitgruppe aus Vertretern von Bund, Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden wird zur Umsetzung regelm\u00e4ssig konsultiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat heute die Umsetzung des Konzepts f\u00fcr die Jahre 2020 und 2021 genehmigt und dabei die Aufnahme von maximal 800 Fl\u00fcchtlingen pro Jahr beschlossen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":268669,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140,1412,2015],"tags":[1998,7435],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-279448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz","category-newsletter-de","category-newsletter-media-de","tag-refugjatet-de","tag-keshilli-federal-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279448\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/268669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279448"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=279448"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=279448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}