{"id":466474,"date":"2021-05-02T23:40:08","date_gmt":"2021-05-02T21:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=466474"},"modified":"2021-05-02T23:23:21","modified_gmt":"2021-05-02T21:23:21","slug":"mit-vereinten-kraeften-gegen-haeusliche-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/mit-vereinten-kraeften-gegen-haeusliche-gewalt\/","title":{"rendered":"Mit vereinten Kr\u00e4ften gegen h\u00e4usliche Gewalt"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Bund, Kantone und Organisationen der Zivilgesellschaft b\u00fcndeln ihre Kr\u00e4fte zur Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von h\u00e4uslicher Gewalt. Am Strategischen Dialog &#8220;H\u00e4usliche Gewalt&#8221; vom 30. April 2021 in Bern haben sich auf Einladung des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements alle relevanten Akteure im Kampf gegen h\u00e4usliche Gewalt an einen Tisch gesetzt. Zum Abschluss des Anlasses haben Bund und Kantone eine Roadmap unterzeichnet. Diese enth\u00e4lt konkrete Massnahmen, darunter den Einsatz technischer Mittel oder eine zentrale Telefonnummer f\u00fcr Opfer h\u00e4uslicher Gewalt.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>H\u00e4usliche Gewalt ist ein ernsthaftes Problem, das mit wirksamen und koordinierten Massnahmen bek\u00e4mpft werden muss. 2020 hat die Polizei rund 20 000 Straftaten im Bereich der h\u00e4uslichen Gewalt registriert, 28 Personen wurden get\u00f6tet. Mit dem Ziel, die Herausforderung mit vereinten Kr\u00e4ften zu bew\u00e4ltigen, haben sich am 30. April 2021 alle relevanten Akteure im Bereich h\u00e4usliche Gewalt an einen Tisch gesetzt.<\/p>\n<h3>Roadmap gegen h\u00e4usliche Gewalt<\/h3>\n<p>Der Strategische Dialog &#8220;H\u00e4usliche Gewalt&#8221; fand auf Initiative des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) und in Koordination mit dem Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) statt. Von Seiten der Kantone nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) und der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) teil. Beteiligt waren zudem das Eidgen\u00f6ssische B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) des EDI sowie Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft.<\/p>\n<p>Aus den Vorarbeiten unter Leitung des Bundesamts f\u00fcr Justiz und den Diskussionen zwischen den Akteuren ging hervor, dass haupts\u00e4chlich im Vollzug der bestehenden Gesetze zus\u00e4tzliche Handlungsm\u00f6glichkeiten bestehen, um die Situation zu verbessern. Konkrete Massnahmen sollen die erkannten L\u00fccken f\u00fcllen, insbesondere beim Bedrohungsmanagement, beim Schutz mittels technischer Mittel und beim Zugang zu Hilfsangeboten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Strategischen Dialogs sind in die Roadmap &#8220;H\u00e4usliche Gewalt&#8221; eingeflossen. Sie wurde unterzeichnet von Bundesr\u00e4tin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des EJPD, Nathalie Barthoulot, Regierungspr\u00e4sidentin des Kantons Jura und Pr\u00e4sidentin der SODK sowie dem St. Galler Regierungsrat Fredy F\u00e4ssler, Pr\u00e4sident der KKJPD.<\/p>\n<p>Die Roadmap ist ein Meilenstein in der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Schweiz ratifizierte dieses \u00dcbereinkommen des Europarats zur Pr\u00e4vention und Bek\u00e4mpfung von Gewalt an Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt 2018. Die Umsetzung der Roadmap wird Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention sein, welche das Parlament im Rahmen der Legislaturplanung 2019 \u2013 2023 beschlossen hat.<\/p>\n<h3>Notfallknopf und zentrale Telefonnummer<\/h3>\n<p>In der Roadmap werden zehn priorit\u00e4re Handlungsfelder identifiziert. Konkrete Massnahmen formuliert die Roadmap unter anderem bei der Nutzung technologischer M\u00f6glichkeiten: Die Kantone werden pr\u00fcfen, ob Opfern im Rahmen eines Pilotprojektes auf deren Wunsch hin ein Notfallknopf zur Verf\u00fcgung gestellt werden kann. Das Potenzial technischer Mittel wird der Bundesrat zudem im Rahmen des Postulats Arslan &#8220;Pr\u00fcfung wirksamerer Massnahmen zum Opferschutzes in Hochrisikof\u00e4llen&#8221; vertiefen. Dieser Bericht soll in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2021 verabschiedet werden.<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Handlungsfeld ist der leichtere Zugang zur Opferberatung. Die Pandemie hat die Diskussion um die Bedeutung einer zentralen Beratungstelefonnummer, die rund um die Uhr Hilfe gew\u00e4hrleistet, neu entfacht. Der Vorstand der SODK hat bereits beschlossen, M\u00f6glichkeiten zur Einf\u00fchrung einer solchen zentralen Telefonnummer zu erarbeiten.<\/p>\n<h3>Bedrohungsmanagement zur Verhinderung von Gewalttaten<\/h3>\n<p>Bund und Kantone anerkennen auch die Bedeutung des sogenannten Bedrohungsmanagements bei der Bek\u00e4mpfung der h\u00e4uslichen Gewalt. Um Bedrohungen fr\u00fchzeitig erkennen und Gewalttaten verhindern zu k\u00f6nnen, muss der Informationsaustausch zwischen Beh\u00f6rden und Institutionen weiter gest\u00e4rkt werden. Mit der Roadmap sprechen sich die Kantone f\u00fcr Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr ihr Bedrohungsmanagement aus.<\/p>\n<p>Weitere in der Roadmap identifizierte Handlungsfelder bei der Bek\u00e4mpfung der h\u00e4uslichen Gewalt sind: die Koordination der verschiedenen Akteure, Pr\u00e4vention, Betreuung der Opfer, Schutz von Kindern, Arbeit mit gewaltaus\u00fcbenden Personen, Weiterbildung und der rechtliche Rahmen zu h\u00e4uslicher Gewalt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 hat die Polizei rund 20 000 Straftaten im Bereich der h\u00e4uslichen Gewalt registriert, 28 Personen wurden get\u00f6tet. Mit dem Ziel, die Herausforderung mit vereinten Kr\u00e4ften zu bew\u00e4ltigen, haben sich am 30. 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