{"id":588718,"date":"2022-09-14T12:48:45","date_gmt":"2022-09-14T10:48:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=588718"},"modified":"2022-09-14T12:48:45","modified_gmt":"2022-09-14T10:48:45","slug":"soziale-sicherheit-in-der-migrationsgesellschaft-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/soziale-sicherheit-in-der-migrationsgesellschaft-schweiz\/","title":{"rendered":"Soziale Sicherheit in der Migrationsgesellschaft Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum sind Migrantinnen und Migranten vermehrt von Armut, Prekarit\u00e4t oder Obdachlosigkeit betroffen? Dieser Frage widmet sich die neue Ausgabe der Zeitschrift terra cognita der Eidgen\u00f6ssischen Migrationskommission EKM.<\/strong><\/p>\n<p>In der Schweiz gibt es ein Sicherheitsnetz, das weitreichenden Schutz vor Armut bietet &#8211; auch dann, wenn Menschen krank werden, die Arbeit verlieren oder zu wenig verdienen, um davon leben zu k\u00f6nnen. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass nicht alle gleich gut gesch\u00fctzt sind. Bestimmte Bev\u00f6lkerungsgruppen mit Migrationsbezug sind besonderen Armutsrisiken ausgesetzt: Working Poor, die trotz Vollzeitstellen im Niedriglohnsektor zu wenig verdienen, vorl\u00e4ufig aufgenommene Personen, die mit besonders tiefen Sozialhilfes\u00e4tzen auskommen m\u00fcssen, und Personen, die aus dem Asylsystem ausgeschieden sind. Auch Selbstst\u00e4ndige ohne Schweizer Pass, die mit Kleinstunternehmen ganz ohne Sicherheitsnetz arbeiten, geh\u00f6ren dazu, ebenso wie Sans-Papiers oder Obdachlose, die durch alle Maschen fallen.<\/p>\n<p>Menschen ohne Schweizer Pass sind in ihrer Existenz zudem doppelt gef\u00e4hrdet. Denn wenn sie nicht mehr aus eigener Kraft \u00fcber die Runden kommen, und darum Sozialhilfe beziehen, m\u00fcssen sie f\u00fcrchten, dass ihre Aufenthaltsrechte zur\u00fcckgestuft oder entzogen werden &#8211; wer arm wird, kann mit ausl\u00e4nderrechtlichen Konsequenzen gestraft werden. Viele f\u00fcrchten darum den Verlust des Bleiberechts so sehr, dass sie sich nicht mehr an die Sozialbeh\u00f6rden wenden. Stattdessen verschulden sie sich, stehen bei Hilfsorganisationen und Kirchen f\u00fcr Essen an und sparen bei Grundbed\u00fcrfnissen und Gesundheit.<\/p>\n<p>Die zunehmende Verschr\u00e4nkung von Migrationspolitik und der Politik der sozialen Sicherheit besch\u00e4ftigen Wissenschaft, Politik und \u00d6ffentlichkeit. Die aktuelle Ausgabe von terra cognita wirft einen Blick auf die vielf\u00e4ltigen praktischen, rechtlichen und politischen Fragen, die sich aus den j\u00fcngsten Entwicklungen und Debatten rund um soziale (Un)Sicherheit in der Migrationsgesellschaft Schweiz ergeben: Warum sind Migrantinnen und Migranten vermehrt von Armut betroffen? Wie wirkt sich Armut auf Kinder und ihre Zukunftsperspektiven aus? Hilft eine restriktive Migrationspolitik, anstehende Fragen des Sozialversicherungssystems zu beantworten, oder f\u00fchrt sie gerade dazu, dass gr\u00f6ssere Kosten an einem anderen Ort entstehen? Welche Wege f\u00fchren aus der sozialen Unsicherheit hinaus, f\u00fcr einzelne Betroffene, aber auch f\u00fcr die Gesellschaft als Ganzes? Und wie kann gemeinsam mit den Betroffenen der Prekarisierung entgegengewirkt werden?<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge werfen zudem grunds\u00e4tzliche Fragen zum Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft Schweiz auf: D\u00fcrfen Menschen mit und solche ohne Schweizer Pass unterschiedlich behandelt werden, wenn es um den Schutz vor Armut geht? Erhalten nur Menschen mit guten Einkommen und gesuchtem Fachkr\u00e4ftepotenzial sichere Aufenthaltsrechte? Und darf Armut bestraft werden?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-90321.html\">admin.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum sind Migrantinnen und Migranten vermehrt von Armut, Prekarit\u00e4t oder Obdachlosigkeit betroffen? Dieser Frage widmet sich die neue Ausgabe der Zeitschrift terra cognita der Eidgen\u00f6ssischen Migrationskommission EKM. 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