{"id":623320,"date":"2023-02-04T12:20:31","date_gmt":"2023-02-04T11:20:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=623320"},"modified":"2023-02-04T05:02:01","modified_gmt":"2023-02-04T04:02:01","slug":"100-digitale-schule-swiss-online-school-geht-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/100-digitale-schule-swiss-online-school-geht-voran\/","title":{"rendered":"100% digitale Schule: Swiss Online School geht voran! \u00a0"},"content":{"rendered":"<p>Swiss Online School setzt auf eine 100% digitales Schulmodell und erf\u00e4hrt damit Erfolg. Schulleiter, Milan Schmed erkl\u00e4rt gemeinsam mit Albinfo.ch, warum ein solche Schule heutzutage notwendig ist.<\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: <\/strong><strong>\u00a0Herr Schmed ein erster Blick auf Ihre Plattform l\u00e4sst manche Zeitgenossen schnell ins Staunen geraten. Hat der aktuelle Schulwandel durch Ihre Online-Schule einen neuen Peak erreicht?<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed:<\/strong>\u00a0Die Swiss Online School sieht sich nicht als Konkurrenz zu klassischen Schulsettings, sondern als Erg\u00e4nzung. Wir haben viele Sch\u00fcler*innen auf der ganzen Welt verteilt, welche genau unser Konzept zu lernen brauchen. Sie m\u00f6chten individuell und zeitunabh\u00e4ngig arbeiten k\u00f6nnen. Wir nutzen die technischen Hilfsmittel so, dass Sie f\u00fcr unsere Sch\u00fcler*innen einen Mehrwert erzeugen. Es ist nicht unser Ziel einfach alles zu digitalisieren. Wir bieten aber weltweit schon einer grossen Anzahl von Sch\u00fcler*innen ein Bildungssetting, was ihrer Art zu lernen sehr entgegenkommt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-623317\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2.png\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2.png 655w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2-300x114.png 300w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2-587x222.png 587w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2-180x68.png 180w, https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/bild2-265x100.png 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: wie sieht eine herk\u00f6mmliche Unterrichtswoche eines Ihrer SuS aus und welchen Stellenwert hat die soziale Interaktion der SuS mit Peers und ihren Lehrpersonen in der realen Welt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed: <\/strong>Unsere Sch\u00fcler*innen loggen sich am morgen zu einer belieben Zeit ein. F\u00fcr mich ist es immer noch sehr unverst\u00e4ndlich, dass in vielen Schulen der Unterricht um 0730 beginnt. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir alle, dass nicht alle so fr\u00fch am morgen lernen k\u00f6nnen. Nach dem Einloggen entscheiden die Sch\u00fcler*innen, was sie heute lernen m\u00f6chten. Dies erfolgt alles selbstorganisiert. Die einzelnen Themen sind dann so aufgebaut, dass man einem Lernpfad folgt, der didaktisch clever aufgebaut ist. Wir haben \u00fcberall eine lernphysiologisch optimale Rhythmisierung angewendet und die Lerninhalte sind gr\u00f6sstenteils barrierefrei. Durch unser System wird die tote Zeit, in der zum Beispiel eine Lehrperson im Klassenverband etwas erkl\u00e4rt, der oder die Sch\u00fcler*in aber schon starten k\u00f6nnte, auf null minimiert. Dies beschleunigt das Lernen und verk\u00fcrzt die Lernzeit. Dies wiederum erm\u00f6glicht mehr Freizeit, welche f\u00fcr soziale Interaktionen genutzt werden kann. Ausserdem organisieren wir alle zwei Wochen einen Live-Event, welche z.B. in einem Museum stattfindet.<\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: Stichwort KI und Chatbot. Haben diese beiden Begriffe auch bereits in Ihr digitales Klassenzimmer einen Platz gefunden?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed: <\/strong>Wir sind sehr darauf bedacht, dass die technischen Hilfsmittel, die jetzt schon vorhanden sind, f\u00fcr unserer Sch\u00fcler*innen einen Mehrwert erzeugen. Mir ist schon h\u00e4ufig aufgefallen, dass in Schulen Tools angewendet werden, nur damit man sie anwendet, ohne, dass die Sch\u00fcler*innen davon profitieren. Daher nutzen wir digitale Hilfsmittel sehr bedacht. Unserer Sch\u00fcler*innen haben auch viele Aufgaben, welche ausserhalb der digitalen Welt stattfinden. KI ist bei uns nicht geplant einzusetzen. Einen Chatbot vermeiden wir bewusst, da wir auf eine asynchrone Kommunikation setzen, um der \u00abgelernten Hilfslosigkeit\u00bb vorzubeugen. Unser Ziel ist es so viel Selbstwirksamkeitsempfinden zu entwickeln, wie nur m\u00f6glich, denn das ist der Schl\u00fcssel zur intrinsischen Motivation und zu Happyness!<\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: Nehmen wir an ein Elternpaar, dass nur Albanisch spricht und keine Affinit\u00e4t zur digitalen Welt besitzt, meldet das eigene Kind an Ihrer Schule. Ist das Kind zuhause nicht vollkommen auf sich allein gestellt?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed: <\/strong>Ab der 4. Klasse k\u00f6nnen unserer Sch\u00fcler*innen den Inhalt problemlos selbstst\u00e4ndig lernen. Die Kinder haben verschiedene M\u00f6glichkeiten mit uns Kontakt aufzunehmen, wir antworten immer sehr schnell, aber eben, wie oben erw\u00e4hnt, nicht direkt. Es kommt immer wieder vor, dass unsere Sch\u00fcler*innen zuerst eine Frage stellen und kurz danach uns schreiben, dass sie das Problem selbst gel\u00f6st haben. Genau diesen Vorgang m\u00f6chten wir unterst\u00fctzen. Die Feedbacks, welche wir erhalten, sind durchwegs positiv und sowohl Sch\u00fcler*innen, als auch Eltern f\u00fchlen sich sehr gut betreut. Selbstorganisation ist f\u00fcr viele eine neue Erfahrung, welche in einem klassischen Schulsetting nicht immer gegeben ist. Durch unser durchdachtes Konzept schaffen unserer Sch\u00fcler*innen praktisch alles selbstst\u00e4ndig und auf ihre individuelle Art und Weise. Dies l\u00f6st ein hohes Selbstwirksamkeitsempfinden aus, was jedem Individuum zeigt, dass es etwas kann. Es gibt keine bessere Motivation! Sollte ein*e Sch\u00fcler*in nicht weiterkommen, stehen wir zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: Welches Schl\u00fcsselereignis, bewegte Sie zur Vision einer digitalen Schule und was unterscheidet Ihre Schule von der herk\u00f6mmlichen Schule(Volksschule)?\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed: <\/strong>Ich arbeite seit nun \u00fcber 20 Jahren in der Bildung. Ich bin sowohl in Schulen, aber auch in der Lehre an einer P\u00e4dagogischen Hochschule t\u00e4tig. Im Lehralltag ist mir Aufgefallen, dass ich alle Sch\u00fcler*innen, unabh\u00e4ngig von ihren kognitiven F\u00e4higkeiten, zum gleichen Lernziel bringe. Der Unterschied macht ausschliesslich die Geschwindigkeit aus. Mit den heutigen technischen Hilfsmitteln k\u00f6nnen wir Lerninhalte so aufbereiten, dass allen individuellen physiologischen Lerntypen gedient ist. Das heutige Bildungssystem stereotypisiert zu stark. Nur weil jemand langsam lernt, heisst es nicht, dass er nicht Raketenbauer werden k\u00f6nnte. Diese zeitliche Limitation schadet der Gesellschaft, da ein unn\u00f6tiger Druck ausge\u00fcbt wird. Unserer Sch\u00fcler*innen lerne h\u00e4ufig auch am Wochenende, einfach weil sie gerne lernen. Wir sind zu 100% ort- und zeitunabh\u00e4ngig. Unsere Sch\u00fcler*innen lernen, wann und wo sie wollen und dies tun sie sehr erfolgreich, ohne, dass jemand den Lehrerfinger zeigen muss. Ich w\u00fcrde behaupten, dass mit unserer Art zu lernen der Fachkr\u00e4ftemangel behoben werden k\u00f6nnte. Die fr\u00fche Stereotypisierung verhindert eine Entfaltung des vollen Potentials eines Individuums.<\/p>\n<p><strong>albinfo.ch: Wie steht es mit Kindern aus, die besondere Bed\u00fcrfnisse haben, beispielsweise Hochbegabung. Begleiten Sie auch solche Kinder durch ihren schulischen Werdegang?<\/strong><\/p>\n<p><strong>M. Schmed: <\/strong>Wir haben viele Sch\u00fcler*innen mit besonderen Bed\u00fcrfnissen. Hochbegabte sch\u00e4tzen, dass sie in ihrem Tempo schnell lernen k\u00f6nnen und von niemandem aufgehalten werden. Kinder und Jugendliche mit Asberger sch\u00e4tzen, dass sie nicht abgelenkt werden. Sportler k\u00f6nnen von \u00fcberall aus lernen, gerade Einzelsportler sind immer wieder unterwegs und m\u00fcssen bei der R\u00fcckkehr nicht viel Stoff aufholen. Aber auch langsame Lerner profitieren davon, dass sie nicht Mitte Juli fertig sein m\u00fcssen, sondern bei Bedarf auch 1.5 Jahre in einer Klass sein k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich kann man sagen, dass alle Kinder und Jugendliche besondere Bed\u00fcrfnisse haben, denn jedes Individuum lernt auf seine eigene Art und Weise. Die Swiss Online School spricht mit ihrem Lernkonzept viele verschiedene Bed\u00fcrfnisse an. Wir gehen immer davon aus, dass Kinder und Jugendliche eine Begleitung brauchen, dabei fragen sie selten danach. Wir haben aber ein sehr breites Wissen \u00fcber die weltweite Bildungslandschaft, daher k\u00f6nnen wir alle unsere Sch\u00fcler*innen zu den verschiedenen M\u00f6glichkeiten, die ihnen offen stehen, sehr kompetent beraten.<\/p>\n<p>Interview gef\u00fchrt: Driter Gjukaj<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schulleiter, Milan Schmed: Die Swiss Online School sieht sich nicht als Konkurrenz zu klassischen Schulsettings, sondern als Erg\u00e4nzung<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":623314,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[31858],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-623320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz","vendi-zuerich","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=623320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623320\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/623314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=623320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=623320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=623320"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=623320"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=623320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}