{"id":64580,"date":"2013-09-10T08:37:53","date_gmt":"2013-09-10T06:37:53","guid":{"rendered":""},"modified":"2013-09-17T08:24:47","modified_gmt":"2013-09-17T06:24:47","slug":"zu-wenige-kinder-besuchen-den-albanischunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/zu-wenige-kinder-besuchen-den-albanischunterricht\/","title":{"rendered":"Zu wenige Kinder besuchen den Albanischunterricht"},"content":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr begann auch dieses Jahr der erg\u00e4nzende Unterricht in albanischer Sprache rechtzeitig in all jenen Schulen in der Schweiz, in denen dieser Unterricht angeboten wird &#8211; jedoch nicht mit gen\u00fcgend Kindern.<\/p>\n<p>Um die albanischen Eltern zu sensibilisieren, dass ihre Kinder Albanisch lernen, lancierte der LAPSH, der albanische Lehrer- und Elternverein, in der Schweiz einen Videoclip, der am Fernsehen ausgestrahlt wird.<\/p>\n<p>Seit Jahren betr\u00e4gt die Anzahl der Sch\u00fcler im Albanischunterricht in der ganzen Schweiz nicht mehr als dreitausend.<\/p>\n<p>Dies ist verglichen mit der Anzahl albanischer Schulkinder in den Schweizer Schulen, die Albanisch als Muttersprache angeben, eine sehr kleine Zahl.<\/p>\n<p>\u201eIn der Schweiz soll es \u00fcber 250\u2018000 Albanerinnen und Albaner geben, und falls ein Drittel davon Kinder sind, wo sind dann die 80\u2018000 anderen? In Genf haben wir keine finanziellen Probleme, und doch w\u00e4chst die Zahl der Kinder im Unterricht nicht\u201c, sagt gegen\u00fcber <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\">albinfo.ch<\/a> Agim Pa\u00e7arizi, Ehrenmitglied des LAPSH Genf und Pr\u00e4sident des Vereins Rrethi Shqiptar Merinas, des Albanervereins von Meyrin bei Genf.<\/p>\n<p>Pa\u00e7arizi, der bis 2012 Pr\u00e4sident des LAPSH Genf war, hatte seine &nbsp;Bedenken letztes Jahr auch in Ulqin ge\u00e4ussert, wo die Lehrerinnen und Lehrer des HSK-Unterrichts ein Seminar durchgef\u00fchrt hatten.<\/p>\n<p>Auch in den Kantonen St. Gallen und Glarus begann das Schuljahr mit einer nicht sehr befriedigenden Zahl von Kindern im Unterricht.<\/p>\n<p>An den einen Unterrichtsorten ist eine leichte Abnahme, an den andern eine leichte Zunahme festzustellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Lehrer Vaxhid Sejdiu, der auch Pr\u00e4sident der Lehrergruppe von St. Gallen und Glarus ist, ist die entsprechende Zahl, verglichen mit der Zahl albanischer Kinder in den \u00f6ffentlichen Schulen des Kantons, klein, denn sie betr\u00e4gt nicht einmal zehn Prozent.<\/p>\n<p>Was die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Unterricht im Kanton St. Gallen betrifft, geht jedoch ein Dank an die Schweizer Schulen, die die R\u00e4ume f\u00fcr den erg\u00e4nzenden Unterricht in albanischer Sprache zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p><strong>Bewusstsein der Eltern sehr schwach<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Zusammenarbeit mit den Schulbeh\u00f6rden ist gut, doch das Bewusstsein der albanischen Eltern, ihre Kinder in den Albanischunterricht zu schicken, um ihre Muttersprache zu lernen, ist sehr schwach, was sich auch in der Praxis zeigt: Viele albanische Kinder haben begonnen, ihre Muttersprache zu vergessen\u201c, sagt der Lehrer&nbsp; Vaxhid Sejdiu.<\/p>\n<p>Trotzdem lassen einem die Daten, verglichen mit den andern Kantonen, Hoffnung sch\u00f6pfen: In diesem Schuljahr werden 423 Kinder in siebzehn Gemeinden des Kantons St. Gallen den Albanischunterricht besuchen.<\/p>\n<p>Im Kanton Glarus hat das Schuljahr mit 83 Sch\u00fclern begonnen; nach Informationen der letzten Versammlung auf kantonaler Ebene wird noch mit einer Zunahme dieser Zahl gerechnet.<\/p>\n<p>Der Unterricht im Glarnerland findet in Niederurnen, Mitl\u00f6di, Netstal und Glarus statt.<\/p>\n<p><strong>Im Waadtland weder Hilfe von den Herkunftsstaaten noch vom Gastland<\/strong><\/p>\n<p>Auch im Kanton Waadt hat sich die Anzahl Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die den Unterricht in der Muttersprache besuchen, bis jetzt im Vergleich zum letzten Jahr nicht ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Ebenso sind die Bedingungen zur Durchf\u00fchrung des Unterrichts die gleichen geblieben.<\/p>\n<p>\u201eDer Unterricht wird dank der freiwilligen Arbeit vieler Aktivisten des LAPSH gratis organisiert und durchgef\u00fchrt, ohne jegliche organisatorische oder finanzielle Hilfe von Seiten der Herkunftsstaaten oder vom Gastland\u201c, sagt Isni Idrizi vom LAPSH Naim Frash\u00ebri in Lausanne zu <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\">albinfo.ch<\/a>.<\/p>\n<p>Kosova und Albanien hatten letztes Jahr Hilfe in Form von Unterrichtsmaterialien gegeben, doch auch diese nicht in dem Umfang, dessen es f\u00fcr die Schulkinder bedurft h\u00e4tte.<\/p>\n<p>\u201eDas Gastland bot ausser den Schulr\u00e4umen, die die Gemeinden &nbsp;zur Verf\u00fcgung stellen (an einigen Orten gratis, aber nicht sehr geeignet), keine weitere Hilfe. Diesbez\u00fcglich ist erw\u00e4hnenswert, dass nach einer&nbsp; Untersuchung der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren die Waadt der konservativste Kanton in der Schweiz ist\u201c, betont der Koordinator des LAPSH Naim Frash\u00ebri des Kantons Waadt.<\/p>\n<p>Um den albanischen Unterricht bei ihren Landsleuten bekannt zu machen, unternahmen die Aktivistinnen und Lehrer der albanischen Schulen in &nbsp;den Waadtl\u00e4nder Gemeinden Verschiedenes, wie Gespr\u00e4che mit den Eltern und Gespr\u00e4che mit den Direktoren der Schulen, in denen der Unterricht stattfindet, oder sie verteilten Informationsbl\u00e4tter und Anmeldungen.<\/p>\n<p>\u201eIn Lausanne und Umgebung liessen wir dieses Jahr 4000 Infobl\u00e4tter und Anmeldungszettel drucken und schickten sie an alle Schulen von Lausanne und den umliegenden Gemeinden\u201c, erz\u00e4hlt Idrizi \u00fcber die Aktivit\u00e4ten zur Sensibilisierung der Eltern, ihre Kinder in den albanischen Unterricht zu schicken.<\/p>\n<p>Auch die Darbietungen der Schulkinder, die in der Waadt und andern Teilen der Schweiz regelm\u00e4ssig zu Ehren der nationalen Feiertage organisiert werden, sind eine Form der Propagierung der albanischen Schule.<\/p>\n<p>Dieses Jahr wird vom LAPSH Naim Frash\u00ebri erg\u00e4nzender Unterricht in folgenden Waadtl\u00e4nder Gemeinden organisiert: Lausanne, Crissier, Moudon, Rolle, Nyon, Morges und Yverdon.<\/p>\n<p>Wie auch immer: Bis die Lehrerinnen und Lehrer dereinst eine L\u00f6sung finden, wie mehr albanische Kinder in den albanischen Unterricht gebracht werden k\u00f6nnen, wird dieser auch heuer mit den wenigen vorhandenen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in sechzehn Schweizer Kantonen stattfinden.<\/p>\n<p>In 216 Klassen werden dieses Jahr wiederum achtzig Unterrichtende arbeiten.<\/p>\n<p>Betreffend einer m\u00f6glichen Institutionalisierung des erg\u00e4nzenden Unterrichts in albanischer Sprache sind bis jetzt keine Signale aus Prishtina gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch dieses Schuljahr begann der erg\u00e4nzende Unterricht in albanischer Sprache und Kultur (HSK-Kurse) mit dem Problem, dass ihn nur wenige Kinder besuchen  <\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":46780,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1136],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64580","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sprachen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64580"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64580\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/46780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64580"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64580"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}