{"id":64604,"date":"2013-10-18T10:58:53","date_gmt":"2013-10-18T08:58:53","guid":{"rendered":""},"modified":"2013-10-24T10:53:50","modified_gmt":"2013-10-24T08:53:50","slug":"anerkennung-der-zivilcourage-von-albanern-bei-der-rettung-von-juden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/anerkennung-der-zivilcourage-von-albanern-bei-der-rettung-von-juden\/","title":{"rendered":"Anerkennung der Zivilcourage von Albanern bei der Rettung von Juden"},"content":{"rendered":"<p>Letzten Samstag fand in der kosovarischen Botschaft in Bern eine Informationsveranstaltung im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Ausstellung zum Thema der Rettung von Juden durch Albaner statt. An diesem Anlass fragte albinfo.ch Esther H\u00f6rnlimann, Kultur- und Presseattach\u00e9 der israelischen Botschaft in Bern, und den Botschafter Kosovas, Naim Malaj, nach ihren Erwartungen an die albanischsprachige Bev\u00f6lkerungsgruppe in der Schweiz in Bezug auf die Ausstellung.<\/p>\n<p> H\u00f6rnlimann erwartet, dass die Albaner in allen St\u00e4dten bei der Organisation der Ausstellung als Partner dabei sein werden. Diese wird in zehn Schweizer St\u00e4dten gezeigt werden. \u201eWir hoffen, von den Albanern auch finanzielle Unterst\u00fctzung zu erhalten, nicht nur von Stiftungen. Denn unserer Meinung nach ist das ein Projekt, das sich zu Gunsten des albanischen Images hier auswirkt\u201c, sagt H\u00f6rnlimann.<\/p>\n<p> \u201eDie Verbesserung des Images ist eines unserer Anliegen, das wir mit der Realisierung dieser Ausstellung verfolgen. Doch sicher ist die Erinnerung an den Holocaust das zentrale Thema. Jedoch soll es dieses Mal besonders um die Zivilcourage gehen, mit der die Albaner w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Juden retteten.\u201c<\/p>\n<p>Die Frage, wie stark das Projekt die islamische Religionszugeh\u00f6rigkeit der Albaner, die Juden retteten, gewichtet, beantwortet H\u00f6rnlimann folgendermassen: \u201eMan muss wissen, dass Yad Vashem diejenigen, die damals Angeh\u00f6rige unseres Volkes retteten, als Gerechte unter den V\u00f6lkern ehrt und ihrer als solche gedenkt. Und aus israelischer Sicht ist es ganz wichtig zu wissen, dass es auch Muslime gab, die J\u00fcdinnen und Juden in der schwierigsten Zeit sch\u00fctzten. Wir wissen, dass darunter auch christliche Albaner waren, aber das Besondere ist, dass die Albaner muslimischen Glaubens praktisch die einzigen Muslime sind, die als gr\u00f6ssere Gemeinschaft halfen. Von den andern Nationalit\u00e4ten sind es nur einzelne Individuen, die dies taten\u201c, sagt Esther H\u00f6rnlimann.<\/p>\n<p> Botschafter Naim Malaj antwortet auf die Frage nach der Rolle der albanischen Gemeinschaft in diesem Ausstellungprojekt \u00fcber die albanische Besa, dass sie die Ausstellung unterst\u00fctzen m\u00fcsse, denn sie wirke sich positiv auf das Image der Albaner hier aus.<\/p>\n<p> \u201eDa wir Albaner aus Kosovo hier die gr\u00f6sste albanische Bev\u00f6lkerungsgruppe bilden, werden wir den gr\u00f6ssten Anteil \u00fcbernehmen. Es ist gut, wenn die Albaner in jenen St\u00e4dten, wo die Ausstellung stattfindet, als Partner mit dabei sind. Ein anderer Aspekt ist, dass die Jungen sehr wenig \u00fcber den Zweiten Weltkrieg und die Rettung der Juden in Albanien wissen. Die Albaner sind in der Schweiz als Fl\u00fcchtlinge bekannt, aber damals waren sie es, die den J\u00fcdinnen und Juden halfen\u201c, sagt Malaj.<\/p>\n<p> Auch die renommierte Neue Z\u00fcrcher Zeitung berichtete \u00fcber den Anlass in der Botschaft von Kosova. Unter dem Titel \u201eIsrael ehrt den Mut des albanischen Volkes\u201c gedachte die Zeitung der Haltung der Albaner gegen\u00fcber den Juden damals.&nbsp; <\/p>\n<p> \u201eDie Ausstellung unter dem Namen \u201aBesa\u2018 wird 2014 in mehreren Schweizer St\u00e4dten gezeigt werden. Sie umfasst zahlreiche Portr\u00e4ts muslimischer Albaner, die w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges Juden in ihren H\u00e4usern versteckten und versorgten. Wir wollen diese Tatsache zeigen, die kaum bekannt ist und die daran erinnert, dass muslimische Albaner Juden retteten\u2018, sagt Esther H\u00f6rnlimann von der israelischen Botschaft in Bern. Israel hatte seine Dankbarkeit w\u00e4hrend der Kriege in Bosnien und in Kosova gezeigt. Es rettete 300 albanischen Fl\u00fcchtlingen das Leben.<\/p>\n<p> \u201aDie Botschaften Kosovos,&nbsp; Albaniens und Israels arbeiten eng zusammen f\u00fcr diese Ausstellung\u2018, sagt der Botschafter von Kosovo, Naim Malaj. Die Besa ist ein Bestandteil des Kanuns, eines Gewohnheitsrechts, das nicht nur negative Aspekte wie die Blutrache, sondern auch die Gastfreundschaft&nbsp; beinhaltet, und zu dieser verpflichtet. In dieser Hinsicht bedeutet \u201aBesa\u2018, dass das Haus nicht nur dem Besitzer geh\u00f6rt, sondern auch dem Gast\u201c, schliesst die NZZ.<\/p>\n<p>Die Plattform Albinfo.ch unterst\u00fctzt dieses Projekt nach Kr\u00e4ften. Bereits an einem gemeinsamen Treffen im Juni wurde den Ausstellungsmachern von Seiten der Leitung von Albinfo.ch umfassende und vorbehaltlose Unterst\u00fctzung zugesichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAus israelischer Sicht ist es wichtig zu wissen, dass es auch Muslime gab, die Juden Schutz in schwierigster Zeit boten. Und das waren die muslimischen Albaner.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":47574,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1134,1137,1129,1133],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-integration","category-religion","category-ch-balkan","category-e-diaspora-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64604\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64604"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64604"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}