{"id":64695,"date":"2014-01-21T10:13:00","date_gmt":"2014-01-21T09:13:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-01-27T10:43:59","modified_gmt":"2014-01-27T08:43:59","slug":"wird-der-erganzende-unterricht-in-den-muttersprachen-in-die-offentliche-schule-integriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wird-der-erganzende-unterricht-in-den-muttersprachen-in-die-offentliche-schule-integriert\/","title":{"rendered":"Wird der erg\u00e4nzende Unterricht in den Muttersprachen in die \u00f6ffentliche Schule integriert?"},"content":{"rendered":"<div class=\"panel-pane pane-entity-field pane-node-field-ns-article-body\">\n<div class=\"pane-content clearfix\">\n<div class=\"field-item evenfield field-name-field-ns-article-body field-type-text-long field-label-hidden\">\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Am Samstag, den 18. Januar 2014, fand in Bern die erste Konferenz zur F\u00f6rderung der Muttersprachen der Kinder von Migranten in der Schweiz unter dem Titel &#8220;Die Zukunft der Erstsprachen in der Schweiz&#8221; statt. Ziel war ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch, an welchem&nbsp;anerkannte Autorit\u00e4ten aus dem Bildungsbereich und Vertreterinnen der wichtigsten Vereine der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerungsgruppen in der Schweiz teilnahmen.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Der Albanische Lehrer- und Elternverband Naim Frash\u00ebri (LAPSH\/ ALEV)&nbsp;wurde vom Pr\u00e4sidenten Nexhat Maloku, Lehrer in Z\u00fcrich, vertreten.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Die Versammlung wurde von der Interessengemeinschaft Erstsprachen in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften VPOD und UNIA, den Interkulturellen Bibliotheken der Schweiz und dem Schweizerischen Institut f\u00fcr Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) organisiert. Es nahmen 200 Personen teil, viele von ihnen Lehrerinnen und Lehrer des erg\u00e4nzenden Unterrichts.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">In der von der Interessengruppe Erstsprachen pr\u00e4sentierten Einf\u00fchrung wurde die Unterst\u00fctzung der Muttersprache als Beitrag zum sprachlichen und wirtschaftlichen Reichtum der Schweiz gewertet. In erster Linie wurde ein Aufruf an die Organisatoren des erg\u00e4nzenden Unterrichts gerichtet, wonach der muttersprachliche Unterricht im Interesse der Kinder und Jugendlichen zu Integration und Identit\u00e4t, jedoch nicht zu Assimilation f\u00fchre. Auch die einheimischen Beh\u00f6rden wurden angeregt,&nbsp;gegen\u00fcber &#8220;den andern&#8221;, den Menschen mit einer anderssprachigen Herkunft, noch mehr Aufmerksamkeit zu zeigen, dies&nbsp;immer im Rahmen von deren Recht auf Pflege der Muttersprache und der heimatlichen Kultur, als Teil des kulturellen Reichtums dieses Landes. Und sie m\u00f6chten doch angesichts dieser Tatsachen darauf bestehen, den erg\u00e4nzenden Unterricht in der Muttersprache in das \u00f6ffentliche Schulsystem zu integrieren. Laut den Autoren der erw\u00e4hnten Gruppe sollte die&nbsp; Muttersprache vom Kindergarten bis zum Abschluss der Mittelschule gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Der Vormittag der Konferenz bot Zeit f\u00fcr mehrere Fachreferate. Ein interessantes Referat hielt die \u00f6sterreichische Forscherin Elfie Fleck zum Thema &#8220;Der muttersprachliche Unterricht in \u00d6sterreich&#8221;. Sie berichtete \u00fcber die Unterst\u00fctzung und die Finanzierung des erg\u00e4nzenden Unterrichts in 23 Sprachen nach dem \u00f6sterreichischen Modell. Die Anwesenden verfolgten ihren Vortrag mit grossem Interesse.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Das n\u00e4chste Referat hielt Rosita Fibbi von der Universit\u00e4t Neuch\u00e2tel&nbsp; \u00fcber das Thema &#8220;Ergebnisse der Untersuchung \u00fcber die Situation des erg\u00e4nzenden Unterrichts in der Schweiz&#8221;. In dieser Studie, die sie zusammen mit der Forscherin Ruth Calderon durchgef\u00fchrt hatte, kam sie&nbsp;unter anderem zum Ergebnis, dass in der Schweiz&nbsp;der Unterricht in den Herkunftssprachen zur Zeit \u00fcber die Botschaften oder verschiedene Vereine organisiert wird. Er findet in f\u00fcnfzehn Sprachen statt: Albanisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch, Chinesisch, Kroatisch, Serbisch, Koreanisch, Finnisch, Kurdisch, Portugiesisch, Russisch, T\u00fcrkisch, Tamilisch und Ungarisch.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">Am Nachmittag gab es zehn Workshops mit verschiedenen Themen, die sich auf den didaktischen Ansatz, die Unterrichtstexte, die Besonderheiten des erg\u00e4nzenden Unterrichts der verschiedenen Sprachgruppen etc. bezogen.<\/p>\n<p class=\"x_ecxMsoNormal\">An einer Podiumsdiskussion zum Ende der Konferenz \u00e4usserten die jurassische Bildungsdirektorin Elisabeth Baume-Schneider, Pr\u00e4sidentin der Interkantonalen Konferenz des \u00f6ffentlichen Erziehungswesens der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz und des Tessins, weiter Katharina Prelicz-Huber vom VPOD, Vania Alleva von der UNIA, Heidi M\u00fcck, Vertreterin der Gruppe BastA im Basler Parlament, und die T\u00fcrkischlehrerin Selin \u00d6ndal ihre Einsch\u00e4tzungen. Wichtig&nbsp; war, dass sich zum ersten Mal Schweizer Beh\u00f6rden und Vertreter von Vereinen trafen, um koordiniert \u00fcber die aktuelle Situation und Problematik zu diskutieren. Es ist mehr als notwendig, dass diese Zusammenarbeit weitergef\u00fchrt und das Engagement in Zukunft noch verst\u00e4rkt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"panel-pane pane-entity-field pane-node-field-ns-article-byline\">\n<div class=\"pane-content clearfix\">\n<div class=\"field-item evenfield field-name-field-ns-article-byline field-type-entityreference field-label-hidden\">Nexhmije Mehmetaj<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals setzten sich Beh\u00f6rden und Vertreter der Vereine zusammen, um koordiniert die aktuelle Situation und Problematik zu diskutieren<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":49391,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1136,1133],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64695","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sprachen","category-e-diaspora-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64695"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64695\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64695"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64695"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}