{"id":64732,"date":"2014-02-12T12:08:17","date_gmt":"2014-02-12T11:08:17","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-02-17T06:22:20","modified_gmt":"2014-02-17T04:22:20","slug":"mimoza-kusari-lila-sucht-hilfe-bei-den-ausgewanderten-gjakovaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/mimoza-kusari-lila-sucht-hilfe-bei-den-ausgewanderten-gjakovaren\/","title":{"rendered":"Mimoza Kusari Lila sucht Hilfe bei den ausgewanderten Gjakovaren"},"content":{"rendered":"<p>Gjakova hat eine reiche industrielle Vergangenheit. Doch die Ver\u00e4nderungen zumindest der letzten zwei Jahrzehnte und insbesondere der Krieg versetzten dieser Tradition einen schweren Schlag. Bis heute, f\u00fcnfzehn Jahre nach Ende des Krieges, konnte sich die im Westen Kosovas gelegene Gemeinde noch immer nicht erholen. Dies ist teilweise auf den allgemein schlechten Zustand der kosovarischen Wirtschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren, doch auch auf ungeeignete politische Strategien auf zentraler und kommunaler Ebene.<\/p>\n<p>In diesem Zustand fand die neue Gemeindepr\u00e4sidentin Mimoza Kusari Lila Gjakova vor, und sie versprach, dies zu \u00e4ndern. Im Rahmen ihrer diesbez\u00fcglichen Bem\u00fchungen weilt sie in der Schweiz, wo sie sich diese Woche in Luzern mit Landsleuten aus ihrer Gemeinde traf. Sie wurde dabei von Valdrin Lluka, dem Direktor der Kosovarischen Agentur f\u00fcr Investitionsf\u00f6rderung, und von den Gastgebern, dem Botschafter Kosovos in der Schweiz Naim Malaj und dem Botschaftsberater Mustafa Xhemajli, begleitet.<\/p>\n<p>&#8220;Der Grund, weshalb ich bei den Lokalwahlen 2009 in die Politik eintrat, war mein Interesse f\u00fcr das Regieren auf Gemeindeebene&#8221;, begann die Pr\u00e4sidentin von Gjakova das Gespr\u00e4ch mit ihrem Landsmann Bekim Raja im Hotel Lux in Emmenbr\u00fccke. &#8220;Die Qualit\u00e4t der Gemeindepolitik h\u00e4ngt in erster Linie von der Verwaltung ab. Grosse Politik hat hier kaum Platz. Wir brauchen ein Modell f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, denn wie wir in verschiedenen L\u00e4ndern sehen, kommt es nur wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage zu Unzufriedenheit und Unruhen&#8221;, betonte Kusari Lila.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Holen wir die andern Gemeinden ein und \u00fcberholen sie&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Sie schildert die Herausforderungen, die auf sie als neu ins Amt gew\u00e4hlte Gemeindepr\u00e4sidentin warten. &#8220;Wir haben zwei Hauptaufgaben: das Niveau der andern Gemeinden zu erreichen und zweitens, diese zu \u00fcberholen&#8221;, gab die einzige Frau, die in Kosova ins Amt einer Gemeindepr\u00e4sidentin gew\u00e4hlt wurde, ihren ehrgeizigen Anspr\u00fcchen Ausdruck.<\/p>\n<p>Laut ihr \u00fcberholten die anderen Gemeinden Gjakova entwicklungsm\u00e4ssig trotz der Tatsache, dass ihre Gemeinde einst deutlich weiter entwickelt war und das Potential dazu hat, es wieder zu werden. &#8220;Deshalb ist es unser Ziel, in Fragen der Entwicklung f\u00fchrend zu werden. Eine wichtige Rolle unter denjenigen, die uns dabei helfen m\u00fcssen, spielen auch Sie, die Angeh\u00f6rigen der Diaspora&#8221;, sagte sie, wobei sie die Betonung nicht nur auf das Kapital legte, sondern auch auf die Kenntnisse und die Arbeitserfahrung der Menschen aus der Diaspora.<\/p>\n<p>&#8220;Wir bewarben uns bei der Europ\u00e4ischen Kommission um die Er\u00f6ffnung eines B\u00fcros zur F\u00f6rderung der \u00f6konomischen Entwicklung Gjakovas. Wir werden Leute anstellen, die konkret nur diesen Bereich verfolgen, so dass sie auch Verantwortung tragen werden f\u00fcr ihre Arbeit&#8221;, sagte sie.<\/p>\n<p>Als Neuheit, die erstmals in Kosovo in der Gemeinde Gjakova erfolgen wird, erw\u00e4hnte Kusari Lila die Geberkonferenz, die n\u00e4chstens in ihrer Stadt stattfinden wird.<\/p>\n<p><strong>Geberkonferenz nur f\u00fcr Gjakova<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Dies wird die erste Konferenz sein, die nur einer Gemeinde gewidmet ist. Wir werden an der Konferenz vom 22. und 23. M\u00e4rz konkrete Projekte wie jenes des Speichersees von Ponoshec und jenes des Flughafens bzw. seiner R\u00fcckumwandlung zu einem Handelsflughafen etc. vorstellen. Wir stehen auch im Kontakt mit der Weltbank.&#8221;<\/p>\n<p>Laut der Gemeindepr\u00e4sidentin bewarb sich Gjakova bis jetzt kaum um Entwicklungsprojekte der Regierung und ausl\u00e4ndischer Entwicklungsagenturen. &#8220;Wir tun viel, um keine solche M\u00f6glichkeit ungenutzt zu lassen&#8221;, sagte Kusari Lila. In diesem Zusammenhang erw\u00e4hnte sie die grosse Investition, die die schweizerische DEZA f\u00fcr eine Wasserleitung und die Abwasserreinigung t\u00e4tigt. Die Investition von 40 Mio Euro wird gemeinsam von der schweizerischen und der deutschen Regierung aufgebracht, wobei auch Gemeinden teilnehmen.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Arbeit in ihrer neuen Funktion sagte sie, sie wolle den Eindruck ver\u00e4ndern, wonach alle, die eine Machtposition erhalten, einzig ihre Bereicherung und ihre pers\u00f6nlichen Interessen im Sinne h\u00e4tten. &#8220;Wir werden ein Beispiel daf\u00fcr geben, dass wir f\u00fcr die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bev\u00f6lkerung arbeiten wollen. Doch um dies zu verwirklichen, bitten wir sie auch um ihre Hilfe, ihren Willen und ihre Ideen. Wir d\u00fcrfen nicht nur klagen, wir m\u00fcssen auch ein L\u00f6sung suchen.&#8221;<\/p>\n<p>Die gjakovarische Gemeindepr\u00e4sidentin kaum auch auf die Frage der Investitionssicherheit in ihrer Gemeinde und allgemein zu sprechen. In diesem Zusammenhang versprach sie, dass die Rechtsstaatlichkeit und die Unterbindung der Praxis, bestimmten Personen ihrer angeblichen &#8220;Verdienste&#8221; wegen Privilegien zu gew\u00e4hren, Priorit\u00e4t haben werden. &#8220;Alle werden vor dem Gesetz gleich sein.&#8221;<\/p>\n<p>Im Rahmen ihres Aufenthaltes in der Schweiz traf sich Kusari Lila auch mit der Wirtschaftskammer Schweiz-Kosova in Genf, mit deren Vertretern sie M\u00f6glichkeiten zur beidseitigen Zusammenarbeit pr\u00fcfen will. Anschliessend besucht sie Italien. Ausser mit den Vertretern von vier italienischen Unternehmen (deren eines unterdessen in Gjakova investierte) wird sie sich auch mit dem B\u00fcrgermeister von Turin treffen.<\/p>\n<p>Mimoza Kusari Lila sprach auch \u00fcber den neuen Status der Gemeinde Gjakova als freie Handelszone, der verschiedene Erleichterungen zur Wirtschaftsentwicklung in Gemeinde und Region erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die aus verschiedenen Regionen der Schweiz angereisten Landsleute f\u00fchrten eine interessante Diskussion mit der Gemeindepr\u00e4sidentin, wobei sie deren neuer Ansatz als Gemeindepr\u00e4sidentin unterst\u00fctzten und sich f\u00fcr Investitionsbedingungen interessierten. Anton Nikolla, ein Gesch\u00e4ftsmann aus Basel, interessierte sich daf\u00fcr, Investoren aus der Schweiz nach Gjakova zu bringen, w\u00e4hrend Fatmir Hyseni, auch er Gesch\u00e4ftsmann, aus Z\u00fcrich, die Praxis bei Investitionen in die kosovarische Landwirtschaft kritisierte. Laut ihm m\u00fcssen diese vorrangig behandelt werden. Der Gesch\u00e4ftsmann Besnik Sadrija fragte nach der Investitionssicherheit in Gjakova und nach der Steuerpolitik. (B.SH.) <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Gemeindepr\u00e4sidentin von Gjakova, Mimoza Kusari Lila, traf sich am Dienstag in Luzern mit in der Schweiz lebenden Landsleuten aus ihrer Gemeinde<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":49739,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1131,1129],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64732","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investitionen","category-ch-balkan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64732"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64732\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64732"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64732"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}