{"id":64759,"date":"2014-02-28T13:48:38","date_gmt":"2014-02-28T12:48:38","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-03-04T08:48:16","modified_gmt":"2014-03-04T06:48:16","slug":"shpend-ahmeti-die-diaspora-wird-vernachlassigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/shpend-ahmeti-die-diaspora-wird-vernachlassigt\/","title":{"rendered":"Shpend Ahmeti: &#8220;Die Diaspora wird vernachl\u00e4ssigt&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;Die kosovarische Diaspora wird von den einheimischen Beh\u00f6rden vernachl\u00e4ssigt, obwohl das Potential der Emigranten f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung des Landes mehr als notwendig ist. Dies erkl\u00e4rte Prishtinas Stadtpr\u00e4sident Shpend Ahmeti in einem Interview mit <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\" target=\"_blank\">albinfo.ch<\/a>. Er \u00f6ffnet der Emigrationsbev\u00f6lkerung&nbsp; die T\u00fcren f\u00fcr Investitionen in der von ihm geleiteten Gemeinde.<br \/>&nbsp;<br \/>Ahmeti, der vor drei Monaten an die Spitze Prishtinas gew\u00e4hlt wurde, ist nicht nur der j\u00fcngste aller kosovarischen Gemeindepr\u00e4sidenten, sondern er brachte auch frischen Wind in die Regierungsf\u00fchrung. Vor allem sieht Ahmeti die Diaspora als unumg\u00e4ngliches Potential,&nbsp;das f\u00fcr Kosovo&nbsp;notwendige&nbsp;Ressourcen berge.&nbsp;<br \/>&nbsp;&nbsp;<br \/>&#8220;Die Diaspora hat Erfahrung, ist ausgebildet und hat Ressourcen, die zu nutzen&nbsp;an uns ist. All jenen ausgebildeten Jungen, all jenen Berufsleuten,&nbsp;vor allem aber allen Landsleuten, die ihr Land lieben, m\u00fcssen wir die M\u00f6glichkeit geben, dieses Wissen zu integrieren&#8221;, erkl\u00e4rte Ahmeti.&nbsp;<\/p>\n<div>Auf die Frage, wie Emigrierte dazu gebracht werden k\u00f6nnen, in die Gemeinde Prishtina investieren zu kommen, sagte er, dies werde mittels &#8220;Sauberkeit, Ordnung und Zusammenarbeit&#8221; bewerkstelligt.<\/div>\n<div>Stadtpr\u00e4sident Ahmeti versprach auch Erleichterungen f\u00fcr jene&nbsp;Emigranten, die in Prishtina investieren wollen. &#8220;Zuerst m\u00fcssen wir in die Diaspora investieren, und danach folgen die&nbsp; Investitionen in umgekehrter Richtung&#8221;, erkl\u00e4rte er.<\/div>\n<div>Ahmeti&nbsp;ist der Ansicht, dass die Diaspora&nbsp;bis jetzt von den kosovarischen Beh\u00f6rden auf allen Ebenen vernachl\u00e4ssigt wurde.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&#8220;Jene Leute aus der Diaspora, die investiert hatten, kehren entt\u00e4uscht zur\u00fcck. Wir brauchen Erfolgsbeispiele&#8221;, sagte er, und meint, nun werde es auch zu einem anderen Zugang im Verh\u00e4ltnis mit den Diasporaangeh\u00f6rigen kommen.<\/div>\n<div>Ahmeti denkt, dass die Diaspora sowohl auf lokaler wie auf zentraler Ebene vertreten sein m\u00fcsse. &#8220;Denn dass sie eine Vertretung braucht, ist unbestritten. \u00dcber die geeignetsten Formen der Vertretung hingegen haben wir noch keine klaren Optionen&#8221;, f\u00fcgte er an.<\/div>\n<div>Im \u00dcbrigen ist Prishtina zwar formal Kosovas Hauptstadt, rechtlich ist sie dies jedoch nicht. &nbsp;Vor ein paar Jahren ging es um die Annahme eines Hauptstadtgesetzes, aber wegen politischer Tr\u00f6tzeleien zwischen der von der PDK gef\u00fchrten&nbsp;Regierung und der Gemeinde Prishtina, deren Geschicke zu jenem Zeitpunkt und bis 2013 von der LDK gelenkt wurden, kam das Gesetz nicht zustande.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Die Folgen davon sp\u00fcrt auch der neue Gemeindepr\u00e4sident Shpend Ahmeti, der&nbsp;aus der Bewegung Vet\u00ebvendosje (deutsch: Selbstbestimmung) kommt, noch immer. Denn das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage hat auch Auswirkungen auf Budgetfragen. Mit dem neuen Gesetz hat Prishtina als Kosovos Hauptstadt Anspruch auf ein besonderes Budget.<\/div>\n<div>Doch l\u00e4sst sich Shpend Ahmeti, wie er sagt, durch diese Z\u00e4nkereien zwischen politischen F\u00fchrern und Gruppierungen nicht demotivieren, sondern diese befl\u00fcgelten ihn im Gegenteil noch mehr darin, Prishtina korrekt und transparent zu regieren.<\/div>\n<div>&#8220;Das sind langfristig keine ausreichenden Argumente. Sie sind lediglich ein Grund, um sich noch mehr M\u00fche zu geben, damit es uns gelingt,&nbsp;die Herrschaft des Rechts und die Entwicklung der Infrastruktur zu etablieren. Deshalb sind wir klar nicht zufrieden mit dem jetzigen Zustand, doch sehr optimistisch, was die Zukunft anbelangt&#8221;, erkl\u00e4rte Ahmeti.<\/div>\n<div>Auf die Frage, ob es gelingen werde, die Gemeinde aus Unregelm\u00e4ssigkeiten und Vetternwirtschaft zu befreien, reagierte Ahmeti&nbsp;wie selbstverst\u00e4ndlich mit Optimismus.<\/div>\n<div>&#8220;Wir glauben ja. Es gibt viele Probleme, die wir l\u00f6sen werden, doch wir werden sie auch mit der versprochenen radikalen Transparenz publik machen. Was die Unregelm\u00e4ssigkeiten angeht, haben wir die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung&#8221;, sagte er, und versprach auch jenen Emigranten, die in Prishtina&nbsp; H\u00e4user und Wohnungen haben, dass die Legalisierung jener Bauten, die legalisiert werden k\u00f6nnen, sehr bald beginnen werde.<\/div>\n<p>&#8220;Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend&nbsp;warten wir nun&nbsp;auf die&nbsp;Anweisung aus der Verwaltung, um den Legalisierungsprozess beginnen zu k\u00f6nnen&#8221;,&nbsp;sagte Ahmeti und liess der ausgewanderten Bev\u00f6lkerung ausrichten, sich nicht von der derzeitigen Politik entt\u00e4uschen zu lassen und ihrem Heimatland den R\u00fccken zu kehren, sondern sich vermehrt f\u00fcr Ver\u00e4nderungen einzusetzen. Ahmeti schloss&nbsp;mit den Worten: &#8220;Wir brauchen die Diaspora&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prishtinas Stadtpr\u00e4sident Shpend Ahmeti sagte, als erstes m\u00fcsse Kosova in die Diaspora investieren, worauf in umgekehrter Richtung Investitionen aus dem Ausland folgen w\u00fcrden<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":50107,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1130,1129],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64759","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-ch-balkan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64759"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64759\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64759"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64759"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}