{"id":64870,"date":"2014-06-23T09:55:55","date_gmt":"2014-06-23T07:55:55","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-07-01T14:28:41","modified_gmt":"2014-07-01T12:28:41","slug":"im-sport-gilt-die-sprache-der-toleranz-und-der-integration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/im-sport-gilt-die-sprache-der-toleranz-und-der-integration\/","title":{"rendered":"Im Sport gilt die Sprache der Toleranz und der Integration"},"content":{"rendered":"<p>Im Lauf des Tages spielten auf vier Pl\u00e4tzen 36 Fussballteams, die meisten aus der Schweiz, doch gab es auch drei aus Frankreich und eines aus Deutschland. Dank des Engagements des Lern- und Beratungszentrums&nbsp; f\u00fcr Migrantinnen und Migranten (ABSM), das von Skender Nikoliqi geleitet wird, konnten die Sportanlagen genutzt werden, w\u00e4hrend die Teilnahme der Mannschaften am Turnier vom Fussballklub Dardania unter der Leitung von Enver Hajdari organisiert wurde.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Einnahmen aus den Teilnahmegeb\u00fchren von je 150 Franken wurden f\u00fcr die ersten drei Preise und den Klub Dardania von Basel verwendet. Letzterer mausert sich im Schweizer Fussball immer mehr unter die Erfolgreichen.<\/p>\n<p>Nebst dem Gast aus Kosova, der gjakovarischen Gemeindepr\u00e4sidentin Mimoza Kusari-Lila, waren bei der Er\u00f6ffnung des Turniers auch bekannte Gesichter aus der Welt des Sports zugegen, wie etwa Fadil Vokrri, Pr\u00e4sident des Fussballverbands von Kosova, Milaim Rama, ehemaliger Fussballer der Schweizerischen Nationalmannschaft, Arnold Gjergjaj, Profiboxer, etc.<\/p>\n<p>Zur Begr\u00fcssung sprach Nicole von Jacobs, Leiterin der Fachstelle Diversit\u00e4t und Integration &#8220;Integration Basel&#8221;, weiter waren anwesend Herbert Knutti und Monique Locarnini vom Erziehungsdepartement Basel, Georg und Dorothea Fankhauser vom eben gegr\u00fcndeten Verein &#8220;GjakovaBasel&#8221;, Hasan Kanber vom Vorstand des Fussballverbandes Nordwestschweiz, Skender Nikoliqi vom ASBM, Hevzi Badalli, Pr\u00e4sident des Fussballklubs Dardania und andere.<\/p>\n<p>Nach der Er\u00f6ffnungsansprache tanzte das Ensemble der Tanzschule Shota von Agron Bajrami.<\/p>\n<p>Nicole&nbsp;von&nbsp;Jacobs&nbsp;von Integration Basel sagte gegen\u00fcber albinfo.ch, dass sie diesen Anlass unterst\u00fctze. &#8220;Jede sportliche Aktivit\u00e4t ist sehr wichtig, damit sich Leute treffen und kennenlernen und neue Freundschaften schliessen, vor allem in einem Umfeld mit Ausl\u00e4nderinnen und Migranten. Deshalb begr\u00fcsse ich diese Form von Anl\u00e4ssen sehr und danke den Organisatoren und den freiwilligen Helfern, aber auch den extra aus Kosovo angereisten Beh\u00f6rdenmitgliedern, die wichtig nehmen, was hier l\u00e4uft.&#8221; Auf die Frage, in welchem Mass die Jugendlichen ausl\u00e4ndischer Herkunft die Chancen nutzten, die sich ihnen hier in der Schweiz b\u00f6ten, meint von Jacobs, es l\u00e4gen gute Ergebnisse vor bez\u00fcglich Arbeit und praktischen Ausbildungen, die die Jugendlichen erfolgreich abschliessen.&#8221;<\/p>\n<p>Zum gestrigen Anlass geh\u00f6rte auch ein 100m-Lauf f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<p>Die Fussballspiele an dem Turnier dauerten je zehn Minuten, ausser dem Finalspiel, das zweimal zehn Minuten dauerte. Um den dritten Platz spielten der FC Blasi gegen Coca Cola 1:0, im Finale Los Blancos gegen Likis 2:1. Nach den fairen Spielen geh\u00f6rten die drei ersten Pl\u00e4tze den Mannschaften von Los Blancos, Likis und dem FC Blasi. Die Preise wurden von Georg Fankhauser, Meriton Ferizi und Fadil Vokrri \u00fcberreicht. Der Sieger des Fussballturniers, Los Blancos, schenkte den Preis von tausend Franken dem Fussballklub Dardania als Zeichen der Anerkennung f\u00fcr dessen Erfolge.<\/p>\n<p>Enver Hajdari, der Trainer von Dardania, sagte, dass sie dieses Turnier nun seit zw\u00f6lf Jahren organisierten. &#8220;Wir machen dies zusammen mit dem Lern- und Beratungszentrum ABSM. Mit dem Turnier tragen wir zu unserer Eigenfinanzierung bei, indem wir die 150 Franken-Beitr\u00e4ge und alle Einnahmen vom Essens- und Getr\u00e4nkeverkauf einkassieren. Grosse Unterst\u00fctzung erhalten wir auch vom ABSM, das weitere Ausgaben etwa f\u00fcr die Sportanlagen etc. \u00fcbernimmt. Unter den Fussballspielern, die heute am Turnier teilnehmen, hat es auch Schweizer, sowie Teams aus Frankreich und Deutschland.&#8221;<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sidentin von Gjakova, Mimoza Kusari-Lila, zeigte sich im Gespr\u00e4ch mit albinfo.ch sehr zufrieden mit dem Turnier. \u201eIch halte es f\u00fcr einen sehr gelungenen Anlass, wenn man bedenkt, dass er schon seit zw\u00f6lf Jahren stattfindet. Da eine betr\u00e4chtliche Zahl der Leute hier aus Gjakova stammt, wurde ich zur Er\u00f6ffnung eingeladen. Die Schweiz ist einer der Staaten, der f\u00fcr die Lebensverh\u00e4ltnisse der Albaner am meisten tat, und symbolisch f\u00fcr die Integration steht auch die Schweizer Nationalmannschaft und ihre Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Brasilien, in der auch f\u00fcnf Albaner spielen, darunter auch solche, die in Kosovo geboren wurden. Ich bin hier, um einen m\u00f6glichst intensiven Kontakt zu pflegen, doch auch um Vertrauen zu schaffen, damit Leute nach Kosova zu kommen, konkret in die Gemeinde Gjakova, und sehen, welche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Investitionen und R\u00fcckkehr, aber auch f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten in der Gemeinde Gjakova bestehen.\u201c<\/p>\n<p>Fadil Vokrri, der Pr\u00e4sident des kosovarischen Fussballverbandes, betonte die Bedeutung des Fussballs f\u00fcr die Integration.<\/p>\n<p>\u201eDer Fussball ist ein ganz wichtiges Element der Gesellschaft, und nur schon der Wahlspruch des heutigen Anlasses, \u201aSport spricht eine Sprache\u2018, zeigt die Bedeutung der Veranstaltung. Wir brauchen viele solche Veranstaltungen. Allein die Teilnahme der albanischen Fussballspieler der Schweiz an den Weltmeisterschaften ist grossartig f\u00fcr uns. Ich denke, das ist nach der Ausrufung der Unabh\u00e4ngigkeit Kosovas das Bedeutungsvollste, was den Albanern passieren konnte. Auf die Frage, ob er erwarte, dass die albanischen Spieler der Schweizer Nationalmannschaft sich der Nationalmannschaft von Kosovo anschliessen w\u00fcrden, meint Vokrri, dassei eine schwierige Frage. \u201eIm Moment, wo es um die Aufnahme Kosovos gehen wird, kann diese Frage ernsthafter diskutiert werden. Im Augenblick erf\u00fcllen die Spieler ihre Pflicht, und es ist ethisch nicht in Ordnung, wenn wir sie nun auffordern, f\u00fcr Kosova in Freundschaftsspielen zu spielen, wo sie andrerseits die M\u00f6glichkeit haben, an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Wir haben allen zu verstehen gegeben, dass sie jetzt nicht zu kommen brauchen; wenn es dann um die Aufnahme Kosovas in die internationalen Spielstrukturen geht, sieht die Sache anders aus, dann entscheiden sie selbst.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Verein&nbsp;\u201cGjakovaBasel\u201d<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<p>In Basel wurde vor einigen Monaten der Verein \u201eGjakovaBasel\u201c gegr\u00fcndet, der von Schweizerinnen und Albanern geleitet wird. Deshalb war auch Gjakovas Gemeindepr\u00e4sidentin Mimoza Kusari-Lila, begleitet vom Direktor des Kultur- und Sportdepartements von Gjakova, Meriton Ferizi, eingeladen worden. Kusari-Lilas Agenda ist f\u00fcr die kommenden Tagen voll mit Arbeitstreffen mit Beamten wichtiger Beh\u00f6rden und Institutionen von Basel. Sie wird&nbsp;im Kantons- und Stadtentwicklung empfangen, und den baselst\u00e4dtischen Parlamentspr\u00e4sidenten Christian Egeler treffen; ebenso den Leiter des Bau- und Verkehrsdepartements, Hans Peter Wessels, und wird anschliessend auch kulturelle und historische St\u00e4tten Basels besuchen.<\/p>\n<p>Xhevdet&nbsp;Kallaba&nbsp;und Visar&nbsp;Kryeziu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Allschwil (BL) fand am 22. Juni ein Fussballturnier unter dem Motto &#8220;Sport spricht eine Sprache &#8211; 2014&#8221; statt, an welchem 36 Mannschaften, haupts\u00e4chlich mit albanischen Spielern, teilnahmen. Hunderte Albaner und Schweizer f\u00fcllten die Sportanlagen in Bachgraben bei Allschwill.<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":52332,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1134,1133,1139],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64870","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-integration","category-e-diaspora-de","category-sport"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64870"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64870\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64870"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64870"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}