{"id":64896,"date":"2014-07-19T16:35:56","date_gmt":"2014-07-19T14:35:56","guid":{"rendered":""},"modified":"2014-07-22T08:54:24","modified_gmt":"2014-07-22T06:54:24","slug":"kundgebung-in-bern-forderung-nach-einem-neuen-gerichtsverfahren-mit-internationalen-beobachtern-im-monstra-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/kundgebung-in-bern-forderung-nach-einem-neuen-gerichtsverfahren-mit-internationalen-beobachtern-im-monstra-fall\/","title":{"rendered":"Kundgebung in Bern: Forderung nach einem neuen Gerichtsverfahren, mit internationalen Beobachtern, im &#8220;Monstra&#8221;-Fall"},"content":{"rendered":"<p>Heute Nachmittag versammelte sich eine ansehliche Zahl albanischsprachiger Protestierender auf dem Helvetiaplatz in Bern. Wie angek\u00fcndigt fand ein Protest gegen die Verurteilung von Albanern durch ein Gericht in Skopje-Shkup im sogenannten &#8220;Monstra&#8221;-Fall statt.<\/p>\n<p>Die mit Fahnen und Transparenten in albanischer, deutscher, franz\u00f6sischer und englischer Sprache angereisten Albaner &#8211; die in der Schweiz leben und urspr\u00fcnglich aus allen ethnisch albanischen Gebieten stammen &#8211; brachten eine klare Botschaft zum Ausdruck: die Forderung nach einem neuen Gerichtsverfahren im &#8220;Monstra&#8221;-Fall, und zwar unter internationaler Beobachtung. <\/p>\n<p> Ausser zum &#8220;Monstra&#8221;-Fall wurden auch einige andere Forderungen zu den Rechten der albanischen Bev\u00f6lkerung Makedoniens im sozialen, wirtschaftlichen, politischen und Bildungsbereich gestellt.<\/p>\n<p> Florim Kadriu, urspr\u00fcnglich aus K\u00ebr\u00e7ova, ist einer der Organisatoren des Protests.<\/p>\n<p>&#8220;Heute sind wir hier, um unseren Zorn und unsere Unzufriedenheit mit dem Ausgang des &#8220;Monstra&#8221;-Falles auszudr\u00fccken. In Erwartung einer Verurteilung hatten wir beschlossen, zur Unterst\u00fctzung unserer Schwestern und Br\u00fcder in Shkup-Skopje an die \u00d6ffentlichkeit zu gehen&#8221;, sagte Florim Kadriu zur Begr\u00fcndung, weshalb ein solcher Protest organisiert worden sei.<\/p>\n<p>Auf die Frage, wer hinter der Organisation stehe, antwortete er kurz: &#8220;Ich und alle jene Albaner, die heute gekommen sind, um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu geben.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Diese Botschaft geht an jene, die in Makedonien die Politik machen, an die internationale und&nbsp; vor allem an die schweizerische \u00d6ffentlichkeit. Damit sie erfahren, was wirklich mit den Albanern in der Republik Makedonien geschieht,&#8221; sagte Kadriu zum Schluss.<\/p>\n<p> Die Parolen der Protestierenden waren ganz verschieden, in einigen F\u00e4llen unterschieden sie sich sogar von der Haltung der Organisatoren. Sie riefen: &#8220;Ali Verr\u00e4ter&#8221;, &#8220;Ethnisches Albanien&#8221;, &#8220;Nationale Vereinigung&#8221; etc.<\/p>\n<p>Ein weiterer Demonstrant, I.A. aus Skopje, wandte sich an die Menge, die sich anl\u00e4sslich des &#8220;Monstra&#8221;-Falles versammelt hatte.<\/p>\n<p>&#8220;Der Fall &#8216;Monstra&#8217; und das Urteil, das ohne gen\u00fcgend Fakten gef\u00e4llt wurde, sind ein weiterer Beweis, dass die makedonische Staatsmacht mit der alten Leier weitermacht. Das alte Lied, als Albaner nur deswegen verurteilt wurden, weil sie auf ihren H\u00e4usern eine Nationalfahne hatten, oder ein Buch mit nationalem Inhalt besassen. Als Makedonien Studenten verurteilte und misshandelte, einzig weil sie in ihrer Mappe einen Index der Universit\u00e4t von Tetova mit sich trugen. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir ihnen sagen, dass es genug ist mit diesen Inszenierungen&#8221;, sagte er.<\/p>\n<p>In einer an Ministerpr\u00e4sident Gruevski und den Pr\u00e4sidenten der BDI, Ali Ahmeti, gerichteten Botschaft sagte er, dass die Diaspora immer ein sehr starkes Kettenglied des albanischen Volkes gewesen sei und dies auch bleiben werde. &#8220;Wir werden das Volk immer auf die dem jeweiligen Moment entsprechende Art unterst\u00fctzen. Achtet euch deshalb, wie ihr unsere Familien behandelt, die wir eurer F\u00fcrsorge \u00fcberlassen haben&#8221;, sagte I.A.<\/p>\n<p> Jeton Veseli, ein B\u00fcrger von Gostivar, betonte: &#8220;Der Fall &#8216;Monstra&#8217; ist nur einer von vielen F\u00e4llen, der die Ungerechtigkeit der Justiz zeigt.&#8221;<\/p>\n<p> &#8220;Ich protestiere nicht nur aus diesem Grund. Als sehr wichtig erachte ich auch ein Minimum an Investitionen in die Professionalisierung der albanischsprachigen Jugend dort, also in&nbsp; Makedonien. Solange in diesem Bereich nichts geschieht, sind viele Junge, darunter auch ich, gezwungen, nach Europa zu gehen und ihre intellektuellen Kapazit\u00e4ten dort zu entfalten. Das ist denn auch die gr\u00f6sste S\u00fcnde, die unserem Volk dort geschieht. Ganz zu schweigen vom Recht, die albanische Sprache zu verwenden, die Nationalfahne, etc.&#8221; \u00e4usserte sich Jeton Veseli.<\/p>\n<p> Viele der Anwesenden dr\u00fcckten ihren Unmut aus, als es um die Unterst\u00fctzung Albaniens und Kosovas f\u00fcr die in Makedonien lebenden Albaner ging. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Botschaft der Republik Makedonien sich weigerte, die legitimen Forderungen der Organisatoren schriftlich entgegen zu nehmen.<\/p>\n<p>Wie vorgesehen, l\u00f6ste sich die Kundgebung um 13 Uhr 30 friedlich auf und damit endete das f\u00fcr diesen Tag vorgesehene Programm. Von den Organisatoren wurde nicht bekanntgegeben, ob f\u00fcr die folgenden Tage weitere Proteste geplant seien.<\/p>\n<p>&nbsp;Irfan Agushi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Demonstration mit Transparenten in albanischer, deutscher, franz\u00f6sischer und englischer Sprache wurde ein neues Gerichtsverfahren im sogenannten &#8220;Monstra&#8221;-Fall gefordert, und dass der Prozess auch von internationalen Vertretern beobachtet werden solle<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":52909,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1134,1133],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-64896","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-integration","category-e-diaspora-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64896"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64896\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64896"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=64896"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=64896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}