{"id":72495,"date":"2015-01-27T09:58:28","date_gmt":"2015-01-27T08:58:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=72495"},"modified":"2015-01-27T12:52:57","modified_gmt":"2015-01-27T11:52:57","slug":"conference-tripartite-sur-les-agglomerations-cta-sur-lintegration-travailler-donner-sa-chance-saisir-sa-chance-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/conference-tripartite-sur-les-agglomerations-cta-sur-lintegration-travailler-donner-sa-chance-saisir-sa-chance-2\/","title":{"rendered":"&#8220;Arbeiten \u2013 Chancen geben, Chancen nutzen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Die Partner im TAK-Integrationsdialog &#8220;Arbeiten \u2013 Chancen geben, Chancen nutzen&#8221; haben am Montag eine positive Zwischenbilanz gezogen. Seit dem Start des Dialogs durch die tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) im Oktober 2012 haben Staat, Arbeitgeberverb\u00e4nde und die Sozialpartner mehrerer Branchen verschiedene Projekte in Angriff genommen, um das Potenzial der hier lebenden Migrantinnen und Migranten besser zu nutzen und deren Integration am Arbeitsplatz zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<div id=\"xmlWrapper\">\n<p>TAK-Pr\u00e4sident Guy Morin fasste die Zwischenbilanz im Namen der Dialogpartner zusammen: &#8220;Es ist gelungen, die staatlich-private Zusammenarbeit zu intensivieren, um die konkreten Ziele zu erreichen, die wir uns 2012 gesetzt haben. Erfreulich ist auch, dass sich mit Allpura, hotelleriesuisse und swissstaffing weitere Branchenverb\u00e4nde dem Dialog angeschlossen haben.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Mehr Arbeitskr\u00e4fte im Inland rekrutieren<br \/>\n<\/strong>Die Dialogpartner wollen verst\u00e4rkt Arbeitskr\u00e4fte im Inland rekrutieren und dabei auch die hier ans\u00e4ssige Migrationsbev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigen. Bundespr\u00e4sidentin Simonetta Sommaruga erkl\u00e4rte den Grund: &#8220;Viele dieser Menschen m\u00f6chten gerne arbeiten, darunter zahlreiche Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig Aufgenommene. Ihre Integration in den Arbeitsmarkt ist seit der Aufnahme von Artikel 121a in die Bundesverfassung wichtiger geworden: Das Potenzial an Arbeitskr\u00e4ften in der Schweiz muss besser genutzt und gef\u00f6rdert werden&#8221;. Das Staatssekretariat f\u00fcr Migration unterst\u00fctzt seit Jahren Projekte, um die hier ans\u00e4ssige Migrationsbev\u00f6lkerung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das neueste ist ein Pilotprojekt des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), das im Fr\u00fchling startet. Es soll Migrantinnen und Migranten sowie Fl\u00fcchtlinge zum Beispiel mit fachspezifischen Sprachkursen dabei unterst\u00fctzen, den SRK-Pflegehilfekurs erfolgreich abzuschliessen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaft informiert \u00fcber Integration<br \/>\n<\/strong>Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, erkl\u00e4rte im Namen der Wirtschaftspartner: &#8220;Arbeitgeber spielen eine zentrale Rolle im Integrationsprozess&#8221;. Deshalb nutzten die Arbeitgeber- und Branchenverb\u00e4nde ihre Medien vermehrt, um Informationen \u00fcber diesen Prozess zu verbreiten. Zudem w\u00fcrden Integration und interkulturelle Kommunikation in der Ausbildung von F\u00fchrungskr\u00e4ften vertieft behandelt &#8211; bei GastroSuisse zum Beispiel seit 2013, bei hotelleriesuisse ab diesem Jahr. Die Wirtschaft wolle auch dazu beitragen, mehr Fl\u00fcchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, zum Beispiel mit dem Lehrgang &#8220;Perspektive Bau&#8221; im Kanton Luzern, der in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Baumeisterverband entstanden sei. Swissstaffing werde im Fr\u00fchling die Eckwerte f\u00fcr ein eigenes Projekt konkretisieren.<\/p>\n<p><strong>Arbeitgeber f\u00f6rdern Spracherwerb<br \/>\n<\/strong>Roland A. M\u00fcller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, ging auf die Dialogprojekte der Wirtschaft zur Sprachf\u00f6rderung ein und hielt fest: &#8220;Sprache ist ein bedeutender Faktor f\u00fcr die Integration am Arbeitsplatz und im t\u00e4glichen Leben.&#8221; Er verwies auf das Projekt &#8220;Deutsch auf der Baustelle&#8221; der Sozialpartner im Bauhauptgewerbe. Wie bereits 2014 w\u00fcrden auch dieses Jahr rund 400 Bauarbeiter den praxisorientierten Sprachkurs besuchen; bei gen\u00fcgender Nachfrage solle das Projekt 2015 in die Westschweiz \u00fcbertragen werden. Die Sozialpartner in Gastgewerbe und Hotellerie ihrerseits h\u00e4tten die Zahl der Sprachlektionen im Basisqualifikationskurs &#8220;Progresso&#8221; erh\u00f6ht. Nicht zuletzt h\u00e4tten die Dialogpartner einen Flyer mit Tipps f\u00fcr KMU verfasst, damit sie den Spracherwerb ihrer fremdsprachigen Mitarbeitenden im Arbeitsalltag unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Berufliche Grundbildung und Arbeitsmarktintegration von Fl\u00fcchtlingen<br \/>\n<\/strong>Um das inl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4ftepotenzial zu nutzen, haben die Dialogpartner zwei Schwerpunkte gesetzt, wie Jean-Michel Cina, Pr\u00e4sident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), ausf\u00fchrte. Zum einen wollen sie darauf achten, dass die berufliche Grundbildung f\u00fcr Erwachsene die Bed\u00fcrfnisse von bildungsfernen Arbeitskr\u00e4ften und der hier ans\u00e4ssigen Migrationsbev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigt: &#8220;Der Berufsabschluss mit seinen Anforderungen an Sprachkenntnisse und selbst\u00e4ndiges Lernen stellt viele Erwachsene vor H\u00fcrden, die sie ohne Unterst\u00fctzung kaum \u00fcberwinden k\u00f6nnen.&#8221; Zum anderen sollen mehr Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt integriert werden. &#8220;Bund und Kantone sind daran, administrative Hemmnisse (z. B. vereinfachte Bewilligungsverfahren) abzubauen&#8221;, erkl\u00e4rte Cina. Zudem h\u00e4tten sich die Dialogpartner bereit erkl\u00e4rt, diese Zielgruppe bei Stellenbesetzungen bewusst zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>St\u00e4dte und Gemeinden: Mit gutem Beispiel vorangehen<br \/>\n<\/strong>Diesen Faden nahm Kurt Fluri, Pr\u00e4sident des Schweizerischen St\u00e4dteverbands (SSV), auf. Aus sozialpolitischen Gr\u00fcnden m\u00fcsse es gelingen, Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig Aufgenommene besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren: &#8220;Da, wo sie k\u00f6nnen, sollten St\u00e4dte und Gemeinden mit gutem Beispiel vorangehen.&#8221; Denn sie seien selbst bedeutende Arbeitgeber, etwa im Gesundheits- und Pflegebereich oder bei Reinigung und Unterhalt, stellte er auch im Namen des Schweizerischen Gemeindeverbands (SGV) fest. Ferner sollten die lokale Politik und das lokale Gewerbe den Austausch pflegen, um Integrationsfragen zu diskutieren, zum Beispiel die berufliche Weiterbildung. Diese wirke im Idealfall wie ein Integrationsmotor: &#8220;Wer merkt, dass er sich durch neues Wissen besser einbringen kann, der \u00fcbernimmt bei der Arbeit und in der Gesellschaft auch mehr Verantwortung.&#8221;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Staat und Wirtschaft wollen das Potenzial der Migrationsbev\u00f6lkerung nutzen und f\u00f6rdern ; Positive Zwischenbilanz im TAK-Integrationsdialog &#8220;Arbeiten \u2013 Chancen geben, Chancen nutzen&#8221;<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":72504,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-72495","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72495"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72495\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72495"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=72495"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=72495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}