{"id":821231,"date":"2025-04-09T23:14:29","date_gmt":"2025-04-09T21:14:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=821231"},"modified":"2025-04-09T23:14:29","modified_gmt":"2025-04-09T21:14:29","slug":"darum-gab-armend-eine-21000-franken-stelle-auf-und-verdiente-ploetzlich-nur-noch-1540-chf-im-monat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/darum-gab-armend-eine-21000-franken-stelle-auf-und-verdiente-ploetzlich-nur-noch-1540-chf-im-monat\/","title":{"rendered":"Darum gab Armend eine 21\u2019000-Franken-Stelle auf \u2013 und verdiente pl\u00f6tzlich nur noch 1\u2019540 CHF im Monat"},"content":{"rendered":"<p>Der Fall von Armend Mustafa, einem 29-j\u00e4hrigen Jungunternehmer, sorgt seit Wochen f\u00fcr Aufsehen in den deutschsprachigen Medien der Schweiz. Bereits vor einiger Zeit berichtete eine Zeitung \u00fcber seine Initiative, mit dem Tabu zu brechen, in der Schweiz nicht \u00fcber L\u00f6hne zu sprechen. Seine Offenheit l\u00f6ste eine hitzige Debatte aus: W\u00e4hrend viele Schweizerinnen und Schweizer mehr Lohntransparenz fordern, halten vor allem konservative und \u00e4ltere Stimmen weiterhin am Schweigen \u00fcber Geh\u00e4lter fest,chreibt <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\">albinfo.ch<\/a>.<\/p>\n<p>Heute hat auch die Zeitung <a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/story\/armend-29-1540-statt-21-300-franken-lohn-aber-es-ging-mir-nie-besser-103318072\">20 Minuten<\/a> ein Portr\u00e4t \u00fcber Armend ver\u00f6ffentlicht \u2013 mit Fokus auf den radikalen Wandel, den sein Leben genommen hat: Er gab eine hochbezahlte, sichere Stelle auf und gr\u00fcndete sein eigenes Unternehmen \u2013 mit einem anf\u00e4nglichen Einkommen, das nur ein Zehntel seines fr\u00fcheren Lohnes entsprach. Warum er diesen drastischen Schritt wagte und welche Botschaft er damit senden will, erkl\u00e4rt der folgende Beitrag.<\/p>\n<p><strong>Vom Hochlohn zum Minimalverdienst<\/strong><\/p>\n<p>90-Stunden-Wochen, Nachtschichten, und nur der Sonntagmorgen war frei \u2013 so beschreibt Armend seinen fr\u00fcheren Joballtag. Damals war er CEO einer Personalvermittlungsagentur und parallel als selbstst\u00e4ndiger Coach t\u00e4tig. Der finanzielle Erfolg hatte seinen Preis: Er arbeitete bis zu 120 Stunden pro Woche, verbrachte N\u00e4chte im B\u00fcro und g\u00f6nnte sich h\u00f6chstens zwei Wochen Ferien im Jahr.<\/p>\n<p>\u201eIch habe praktisch die ersten Jahre meiner Kinder verpasst und \u00fcber 20 Kilo zugenommen\u201c, erinnert sich Mustafa.<\/p>\n<p>Er war \u00fcberzeugt, dass dies der Preis f\u00fcr eine erfolgreiche Karriere sei \u2013 und finanziell lohnte es sich durchaus: Armend verdiente j\u00e4hrlich fast eine Viertelmillion Franken. Doch mit der Zeit merkte er: Geld allein macht nicht gl\u00fccklich. \u201eMan braucht auch Zeit, Gesundheit und ein starkes Umfeld.\u201c<\/p>\n<p><strong>Radikaler Neuanfang mit 1\u2019540 Franken Lohn<\/strong><\/p>\n<p>Im Herbst 2021 k\u00fcndigte Armend \u2013 nach rund drei Jahren bei seiner alten Firma. Er beendete auch seine Coaching-Aktivit\u00e4ten und gr\u00fcndete seine eigene Personalvermittlungsagentur. \u00dcber Nacht fiel sein Lohn von \u00fcber 20\u2019000 auf nur noch 1\u2019540 Franken im Monat. Und dennoch sagt er heute: \u201eIch war nie gl\u00fccklicher.\u201c<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck konnte er in den ersten Monaten auf seine Ersparnisse zur\u00fcckgreifen. Ein Luxusleben hatte er ohnehin nie gef\u00fchrt: \u201eIch lebte nie wie jemand mit 20\u2019000 Franken Lohn\u201c, sagt er.<\/p>\n<p><strong>Mehr Ferien, besserer Ausgleich<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist seine Work-Life-Balance deutlich besser. Er nimmt \u00f6fter Ferien \u2013 und schaltet dabei auch wirklich ab. Fr\u00fcher arbeitete er selbst im Urlaub zwei bis drei Stunden t\u00e4glich.<\/p>\n<p>Zudem entwickelte sich sein Gesch\u00e4ft gut: Die ersten sechs Monate waren hart \u2013 beinahe h\u00e4tte er Personal entlassen m\u00fcssen. Doch er hatte Gl\u00fcck: Ein Eigenheim, ein Auto und gen\u00fcgend R\u00fccklagen halfen ihm und seiner Familie, ihren Lebensstandard zu halten.<\/p>\n<p>Sein Unternehmen <em>Meron AG<\/em> legt gro\u00dfen Wert auf einen gesunden Arbeitsalltag: sechs Wochen Ferien, hybride Arbeitsmodelle, Homeoffice. \u201eEs geht nicht darum, sich keine M\u00fche mehr zu geben \u2013 aber es braucht die richtige Balance\u201c, erkl\u00e4rt Mustafa.<\/p>\n<p><strong>\u201eHeute verdiene ich durchschnittlich \u2013 und bin zufrieden\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Sein aktueller Monatslohn liegt knapp \u00fcber dem Schweizer Durchschnitt von 6\u2019600 Franken \u2013 \u201eund ich bin absolut zufrieden damit\u201c, sagt er. Seine \u00f6ffentlichen Statements \u00fcber L\u00f6hne und Work-Life-Balance haben viele positive Reaktionen ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein starkes Signal \u2013 und eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fall von Armend Mustafa, einem 29-j\u00e4hrigen Jungunternehmer, sorgt seit Wochen f\u00fcr Aufsehen in den deutschsprachigen Medien der Schweiz. Bereits vor einiger Zeit berichtete eine Zeitung \u00fcber seine Initiative, mit dem Tabu zu brechen, in der Schweiz nicht \u00fcber L\u00f6hne zu sprechen. 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