{"id":89161,"date":"2015-07-28T08:19:14","date_gmt":"2015-07-28T06:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=89161"},"modified":"2015-07-28T08:20:14","modified_gmt":"2015-07-28T06:20:14","slug":"einst-als-fluchtlingskind-gekommen-verwaltet-kaltrina-durmishi-in-osterreich-heute-milliarden-euros","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/einst-als-fluchtlingskind-gekommen-verwaltet-kaltrina-durmishi-in-osterreich-heute-milliarden-euros\/","title":{"rendered":"Einst als Fl\u00fcchtlingskind gekommen, verwaltet Kaltrina Durmishi in \u00d6sterreich heute Milliarden Euros"},"content":{"rendered":"<div class=\"galery-slider\"><ul class=\"slides\"><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina-durmishi.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina-durmishi-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina-durmishi-1.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina-durmishi-1-464x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/kaltrina-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro articleText\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                        <\/li><\/ul><div class=\"slidesounter\"><span class=\"slide-current-slide\"><\/span><span class=\"slide-total-slides\"><\/span><\/div><\/div><link href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/css\/litebox.css\" rel=\"stylesheet\" type=\"text\/css\" media=\"all\" \/><script src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/js\/images-loaded.min.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script><script src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/themes\/albinfo\/assets\/js\/litebox.min.js\" type=\"text\/javascript\"><\/script>\n        <script type=\"text\/javascript\">\n            jQuery(window).load(function() {\n              jQuery(\".flexslider7\").flexslider({\n                animation: \"slide\",\n                controlNav: false,\n                animationLoop: false,\n                slideshow: false,\n              });\n            });\n\t\t\tjQuery(\".litebox\").liteBox();\n        <\/script>\n<p>Kaltrina Durmishi ist das beste Beispiel f\u00fcr die Integration der Albaner in \u00d6sterreich. Sie war als Fl\u00fcchtling nach \u00d6sterreich gekommen, und heute gehen Milliardeneurobetr\u00e4ge der Raiffeisenbank durch ihre H\u00e4nde. Albinfo.ch besuchte sie in ihrem B\u00fcro, um sich von Arbeit und Erfolg der jungen Frau, die alle Albanerinnen und Albaner mit Stolz erf\u00fcllt, ein Bild aus der N\u00e4he zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Kaltrina Durmishi hatte ich schon geh\u00f6rt, bevor ich nach Wien kam. Ich hatte sie oft am Fernsehen gesehen, als sie f\u00fcr die albanischsprachigen Politiker anl\u00e4sslich deren Besuche in \u00d6sterreich dolmetschte, oder wenn sie albanische Veranstaltungen und kulturelle Aktivit\u00e4ten in \u00d6sterreich moderierte. Kaum war ich in Wien, bem\u00fchte ich mich darum, sie mit Hilfe einiger Freunde kennenzulernen. Es hiess, sie arbeite bei der Raiffeisenbank, worauf ich den Kontakt herstellte und wir ins Gespr\u00e4ch kamen. Sie sagte mir die Adresse ihres Arbeitsortes. Ich ging zu der Filiale der Bank, in der Meinung, sie dort als Angestellte an einem der Schalter anzutreffen, aber nein! Als ich eintrat, musste ich mich bei der Rezeption melden. Das tat ich und sagte, ich h\u00e4tte ein Treffen mit Kaltrina Durmishi vereinbart. Man bat mich zu warten, da gerade eine ausl\u00e4ndische Delegation bei ihr weile. Nachdem ich ein paar Minuten gewartet hatte, kam Kaltrina vom f\u00fcnften Stock ihres B\u00fcros herunter. Eine elegante junge Frau, unkompliziert und fliessend Albanisch sprechend, was den Eindruck erweckte, sie h\u00e4tte das Studium in Kosova und nicht in Wien abgeschlossen. Sie bat mich um Entschuldigung f\u00fcrs Warten und lud mich zu einem Kaffee ein. &#8220;Ich hatte ein Treffen mit einer russischen Delegation, wobei es um Investitionen in der H\u00f6he von einigen Millionen Euro ging&#8221;, gab sie f\u00fcr albinfo.ch ein klein wenig vom Inhalt des Treffens preis.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr Kaltrina ist dies nur ein gew\u00f6hnlicher Tag, denn sie hat jeden Tag Treffen mit Vertreterinnen aus den verschiedensten L\u00e4ndern der Welt. &#8220;Wir befassen uns mit der Einhaltung der Gesetze bei finanziellen Investitionen. In meiner Verantwortung liegt es, dass bei Geldern in der H\u00f6he von rund 20 Milliarden Euro, welche die Raiffeisenbank verwaltet, alle Gesetze, Regeln und gesetzlichen Limiten \u00d6sterreichs und Europas eingehalten werden. Ich trage die Verantwortung f\u00fcr alle Verm\u00f6genswerte, die t\u00e4glich nach weltweit g\u00fcltigen Standards bewertet werden, und jeder Verlust oder Gewinn ist unter meiner Kontrolle&#8221;, erz\u00e4hlt die junge Frau aus Skenderaj.<\/p>\n<p><strong>Die Zahlen der Geldsummen sind f\u00fcr mich nur mathematische Rechnungen<\/strong><\/p>\n<p>Doch wie gelingt es ihr, alle diese Summen, die durch ihre H\u00e4nde gehen, zu verwalten?<\/p>\n<p>&#8220;Es ist keinesfalls so, dass nur ich mit solchen Geldern arbeite, es gibt viele andere, die dasselbe tun. Alles ist sehr automatisch und verlangt grosse Konzentration und Sorgfalt. Die grossen Zahlen der Geldsummen beeindrucken unsereins \u00fcberhaupt nicht, f\u00fcr mich sind es nur Zahlen und mathematische Rechnungen. Ich denke dabei nie an Geldbetr\u00e4ge&#8221;, antwortet sie.<\/p>\n<p>Kaltrina und ihre Familie verliessen Kosovo 1998, als sie in der dritten Klasse der Primarschule war. Zusammen mit ihren Eltern und Schwestern gelangten sie auf m\u00fchsamem Weg bis nach \u00d6sterreich. Lange Zeit waren sie in Ungarn untergebracht gewesen. Der schlimmste Moment jener Zeit war, als sie die schreckliche Nachricht erfuhren, dass auch ihr Onkel, Fek\u00eb Durmishi, umgebracht worden war. Sp\u00e4ter gingen sie weiter nach \u00d6sterreich, wo noch eine Schwester Kaltrinas zur Welt kam. So beschlossen sie, vor\u00fcbergehend dort zu leben, doch bis heute verliessen sie diesen Staat nicht mehr, im Gegenteil, Kaltrina und ihre Familie haben heute alle \u00f6sterreichische P\u00e4sse.<\/p>\n<p>Schon zu Beginn integrierte sich Kaltrina sehr gut in der Schule und in der \u00f6sterreichischen Gesellschaft, indem sie sehr schnell deutsch lernte, und vor allem in der Mathematik hatte sie schon nach nur sechs Monaten die besten Resultate in der Klasse. Das erm\u00f6glichte ihr, nachher ins Gymnasium zu gehen und anschliessend an der Wirtschaftsfakult\u00e4t und Politikwissenschaften zu studieren. In letzteren machte sie auch ihren Magister. &#8220;Mit meinen Eltern habe ich nie dar\u00fcber diskutiert, ob ich studieren soll, sondern nur, was ich studieren solle. Sie unterst\u00fctzen mich bei allem im Leben. Sie lehrten mich, immer hartn\u00e4ckig zu sein und nie aufzugeben, bevor ich nicht Erfolg habe&#8221;, \u00e4ussert sie sich dankbar.<\/p>\n<p><strong>Vorbild der Integration<\/strong><\/p>\n<p>Kaltrina ist ein Vorbild f\u00fcr die Integration der Albaner in \u00d6sterreich. Sie sagt, sie habe sich niemals als &#8220;Ausl\u00e4nderin&#8221; gef\u00fchlt in \u00d6sterreich. &#8220;Ich habe meine nationale Zugeh\u00f6rigkeit nie verleugnet und ich wurde nie diskriminiert. Ich denke, dass die Albaner sich h\u00e4ufig selbst distanzieren und sich den andern Menschen in \u00d6sterreich nicht gleich f\u00fchlen. Wenn wir uns gleich f\u00fchlen, wenn unsere Jungen Schul- und Berufsausbildungen haben, dann kann uns niemand diskriminieren&#8221;, \u00e4ussert Durmishi ihre Meinung gegen\u00fcber albinfo.ch.<\/p>\n<p>Seit elf Jahren ist Kaltrina Moderatorin f\u00fcr die kulturellen Aktivit\u00e4ten des Kunst- und Kulturvereins &#8220;17 Shkurti&#8221;, der von Tahir Turkaj in Wien geleitet wird. &#8220;Das ist ein sehr bescheidener Beitrag, den ich f\u00fcr mein Land zu geben versuche&#8221;, sagt sie und f\u00fcgt bei, dass sie ihre Freizeit humanit\u00e4ren Aktionen widmet, insbesondere hilft sie kranken Kindern. &#8220;Das habe ich von meinem verstorbenen Onkel, Onkel Fek\u00eb, geerbt.&#8221;<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend wir auch \u00fcber die politische Situation in Kosova sprachen, sagte Kaltrina, sie habe bis jetzt einige, ihrer Meinung nach jedoch nicht seri\u00f6se Stellenangebote aus Kosova erhalten. &#8220;Ein wirklich ernsthaftes Angebot, nicht ein politisches, sondern eines, bei dem es um eine Arbeit f\u00fcr das allgemeine Wohl gehen w\u00fcrde, h\u00e4tte ich angenommen. Nie werde ich jedoch ein Angebot annehmen, das irgendeinem politischen Programm unterstellt werden muss&#8221;, sagt sie entschieden.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz besucht Kaltrina, auch wenn sie in \u00d6sterreich aufgewachsen ist, wann immer sie die M\u00f6glichkeit hat in jeden Ferien Kosovo. &#8220;Dort sind unsere Verwandten, unser Haus, dort ist die H\u00e4lfte des Herzens &#8230;&#8221;.<\/p>\n<p><strong>Hochzeit in Kosovo<\/strong><\/p>\n<p>Doch die kommenden Ferien werden f\u00fcr Kaltrina etwas Besonderes sein, vielleicht die sch\u00f6nsten Ferien in ihrem Leben. &#8220;Nat\u00fcrlich sind sie nicht nur f\u00fcr mich besonders, sondern auch f\u00fcr meine Familie. Im August werde ich in Kosova Hochzeit feiern. Da mein Verlobter aus Gjakova ist, haben wir ein Restaurant in der N\u00e4he von Prizren reserviert und wir werden eine grosse Hochzeitsfeier machen, eine Kombination von Drenica und Gjakova. Die Hochzeit wird all jene Elemente enthalten, die mir und meinem Verlobten gefallen. Wir w\u00e4hlten aus der Tradition, was uns gef\u00e4llt, und kombinieren es mit dem Modernen.&#8221;<\/p>\n<p>Am Ende des Gespr\u00e4chs sagte uns Kaltrina, zur Zeit geniesse sie die Tage mit ihrer Familie, mit ihren Schwestern und dem einzigen Bruder, w\u00e4hrend sie f\u00fcr die Zukunft plane, noch weiter fortzufahren in der Ausbildung und dabei immer Erfolg zu haben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaltrina Durmishi ist das beste Beispiel f\u00fcr die Integration der Albaner in \u00d6sterreich. Sie war als Fl\u00fcchtling nach \u00d6sterreich gekommen, und heute gehen Milliardeneurobetr\u00e4ge der Raiffeisenbank durch ihre H\u00e4nde. Albinfo.ch besuchte sie in ihrem B\u00fcro, um sich von Arbeit und Erfolg der jungen Frau, die alle Albanerinnen und Albaner mit Stolz erf\u00fcllt, ein Bild aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1135,1133,1158,1412,2015],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-89161","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frauen","category-e-diaspora-de","category-themen-vor-ort","category-newsletter-de","category-newsletter-media-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89161"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89161\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89161"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=89161"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=89161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}