{"id":91839,"date":"2015-08-26T18:12:18","date_gmt":"2015-08-26T16:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=91839"},"modified":"2015-08-31T11:03:32","modified_gmt":"2015-08-31T09:03:32","slug":"presheva-qyteza-e-vogel-e-pushtuar-nga-emigrantet-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/presheva-qyteza-e-vogel-e-pushtuar-nga-emigrantet-2\/","title":{"rendered":"Das St\u00e4dtchen Presheva von Fl\u00fcchtlingen in Beschlag genommen"},"content":{"rendered":"<div class=\"galery-slider\"><ul class=\"slides\"><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\u00a9albinfo.ch\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/presheva2.jpg\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/presheva2-586x389.jpg\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro 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Wir statten sie mit vorl\u00e4ufigen Aufenthaltsausweisen aus. Kaum haben sie diese Ausweise erhalten, gehen sie weiter Richtung Belgrad und dann zur ungarischen Grenze\u201c, sagt ein serbischer Polizist, der bei den rund ums Zentrum in langen Reihen anstehenden Fl\u00fcchtlingen steht.<\/p>\n<p>Die Zone rings um den Bahnhof der kleinen Stadt ist \u00fcberf\u00fcllt mit Fl\u00fcchtlingen, aber auch mit Abf\u00e4llen, von welchen die Gefahr von Epidemien ausgeht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das UNHCR t\u00e4tige Leute sind bei den Fl\u00fcchtlingen, und sie bef\u00fcrchten, dass deren Zahl in den folgenden Tagen noch wachsen werde.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Es sind viele Fl\u00fcchtlinge. Wir sind hier Tag und Nacht anwesend; nach unseren Sch\u00e4tzungen kommen jeden Tag 3000 Menschen von Makedonien nach Serbien. Unsere Equipen transportieren Kranke und Kinder von der Grenze bei Tabanoc Richtung Presheva. In den kommenden Tagen erwarten wir den gr\u00f6ssten Zustrom von Fl\u00fcchtlingen\u201c, sagt die f\u00fcr das\u00a0 UNHCR aktive Biljana Kosi\u0107, die mehr Aufmerksamkeit auch von den einheimischen serbischen Beh\u00f6rden fordert.<\/p>\n<p>Das UNHCR stellt 450 Essensrationen f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge bereit, vor allem f\u00fcr Kinder und Frauen, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen Fl\u00fcchtlinge selbst f\u00fcr ihr Essen sorgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Fyas Aljabi, Student aus Damaskus, sagt, sie h\u00e4tten acht Tage beschwerlicher Reise von Syrien hinter sich und Presheva nur mit M\u00fche erreicht.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Wir mussten viele Schwierigkeiten \u00fcberwinden bis hierher. Am schlimmsten war es in Griechenland, wo wir nicht gut behandelt wurden. In Makedonien ging es gut, obwohl es unseren Verwandten letzte Woche sehr schlecht erging. Nach so viel Schlechtem hoffe ich, dass wir es \u00fcberlebt haben. Ich denke, in die Schweiz zu gehen, denn dort habe ich einige Bekannte\u201c, sagt Aljabi, und f\u00fcgt hinzu, dass er beabsichtige, seine Ausbildung weiterzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Moufak. K, ein 60-j\u00e4hriger Mechaniker aus Mossul (Irak), war zusammen mit zehn Familienangeh\u00f6rigen viele Tage unterwegs bis nach Presehva.<\/p>\n<p>\u00abUns erging es sehr schlecht. Wir flohen aus Mossul, weil der IS kam. Er nahm uns all unseren Besitz und sie drohten uns zu t\u00f6ten. Die Kinder erlebten viel Leid und Kummer bis hierher. Wir sind noch nicht sicher, ob wir soweit kommen, wie wir m\u00fcssen. Bis jetzt haben wir \u00fcber 30\u2018000 Euro ausgegeben\u201c, betonte Moufak.<\/p>\n<p>Ein Teil der Fl\u00fcchtlinge hat gesundheitliche Probleme und Verletzungen am K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Ahmed Mahmoud, ein 50-j\u00e4hriger Syrier, sagt, er sei auf der Flucht mit der Familie verletzt worden. Er berichtet, dass er w\u00e4hrend der Reise sehr litt und gesundheitliche Probleme hatte. Ahmed ist alleine in Presheva und auf der Suche nach seiner Frau und seinen Kindern, die in Makedonien geblieben seien.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Ich bin traurig und ich ertrage all dieses Leid nicht mehr. Ich wurde in Makedonien von der Familie getrennt, weil es ihnen nicht mehr gelang, in den Zug zu steigen. Ich gehe nicht weg von Presheva, bevor ich nicht wieder mit meiner Familie vereint bin. Die Equipen der UNHCR helfen mir, meine Familie zu finden\u201c, erz\u00e4hlt Ahmed Mahmoud.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcchtlinge haben keine Klagen \u00fcber die Behandlung durch die Preshevaren. Sie betonen, die Einheimischen seien sehr menschlich und verhielten sich so f\u00fcrsorglich wie m\u00f6glich, im Unterschied zu den Einwohnern der Grenzstadt Gjevgjelia in Makedonien.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Hier sind die Menschen aufrichtig, sie manipulieren und betr\u00fcgen nicht. Die L\u00e4den und verschiedenen Lokale verkaufen uns die Dinge zu realen Preisen, oft schenken sie den Kindern gratis Essen. In Gjevgjelia hingegen wollten die meisten von uns profitieren. Ein Flasche Wasser verkauften sie uns f\u00fcr f\u00fcnf bis zehn Euro. Je nachdem was wir bei uns hatten. Von andern Dingen gar nicht zu reden. Sie hatten nicht viel Mitleid und Menschlichkeit\u201c, sagt Ahmed.<\/p>\n<p>Viele Vereine und individuelle Humanisten helfen den Fl\u00fcchtlingen freiwillig.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Wir wissen was es heisst, sein Zuhause verlassen und als Fl\u00fcchtling auf den Strassen irren zu m\u00fcssen. Wir Albaner haben das selbst erlebt, deshalb tun wir was wir nur k\u00f6nnen, um diesen leidenden Menschen zu helfen\u201c, sagt Besim I., ein Gesch\u00e4ftsmann aus Presheva. Er erz\u00e4hlt, die vergangenen Abende h\u00e4tten sie Geld und Waren gesammelt und Essen an die Fl\u00fcchtlinge verteilt.<\/p>\n<p>Seit den letzten Tagen sind die Strassen der Stadt \u00fcberf\u00fcllt mit Fl\u00fcchtlingen, und so kommen auch die kleinen Gesch\u00e4fte auf ihre Rechnung. Viele Fl\u00fcchtlinge kaufen Esswaren und andere notwendige Dinge.<\/p>\n<p>Preshevas Gemeindepr\u00e4sident Ragmi Mustafa sagt, dass die Bev\u00f6lkerung der Gegend sich menschlich zeige und nach M\u00f6glichkeiten helfe. Doch auch die Gemeinde sei in Bereitschaft, n\u00f6tigenfalls zu helfen.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Als Preshevaren haben wir in diesen Tagen offene Herzen und T\u00fcren f\u00fcr die notleidenden Kriegsfl\u00fcchtlinge, trotz einer Menge eigener dr\u00fcckender Probleme, sowohl wirtschaftlicher wie politischer. Die Gemeinde und die Bev\u00f6lkerung Preshevas, deren Erinnerungen an die noch nicht weit zur\u00fcck liegende schmerzhafte Vergangenheit der eigenen beziehungsweise albanischsprachigen, kosovarischen Bev\u00f6lkerung noch frisch sind, solidarisieren sich mit den Fl\u00fcchtlingen aus Syrien und rufen unsere makedonischen Nachbarn auf, anstelle von Gewalt und noch mehr Kummer diesen Notleidenden Unterst\u00fctzung und Gastfreundschaft zu bieten, vor\u00fcbergehend, bis sich in Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen eine passende L\u00f6sung findet\u201c, sagte Mustafa, und appellierte, Presheva m\u00f6ge sich nicht zu einer Fl\u00fcchtlingsempfangsbastion oder zu einem \u201ezweiten Bllace\u201c wandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presheva, bis vor wenigen Monaten eine ruhige  albanischsprachige Kleinstadt im S\u00fcden Serbiens, ist von Tausenden von Emigranten in Beschlag genommen worden.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":91478,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1129,1158,1412,2015],"tags":[1998,2428,2429,2430],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-91839","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ch-balkan","category-themen-vor-ort","category-newsletter-de","category-newsletter-media-de","tag-refugjatet-de","tag-emigrantet-de","tag-presheva-de","tag-kriza-me-refugjate-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91839"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91839\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91478"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91839"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=91839"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=91839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}