{"id":99160,"date":"2015-11-23T11:17:14","date_gmt":"2015-11-23T10:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=99160"},"modified":"2015-11-25T11:34:15","modified_gmt":"2015-11-25T10:34:15","slug":"basler-unterstutzung-fur-musikschulen-in-kosovo-nach-gjakova-auch-rahovec-und-peja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.ch\/de\/basler-unterstutzung-fur-musikschulen-in-kosovo-nach-gjakova-auch-rahovec-und-peja\/","title":{"rendered":"Basler Unterst\u00fctzung f\u00fcr Musikschulen in Kosovo: nach Gjakova auch Rahovec und Peja"},"content":{"rendered":"<div class=\"galery-slider\"><ul class=\"slides\"><li>\n\t\t\t\t\t\t\t<a data-litebox-text=\"\" data-litebox-group=\"article-gallery\" href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/v8.png\" class=\"litebox\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/v8-586x389.png\"\/><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"articleIntro 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Seither konnte diese Musikschule wachsen und ihr Niveau bedeutend steigern. Immer wieder treten die Musikersch\u00fcler und \u2013sch\u00fclerinnen in Konzerten auf und stellen ihr K\u00f6nnen unter Beweis. Nun weitet Dorothea Fankhauser ihre Unterst\u00fctzung auf zwei weitere Musikschulen aus, in den St\u00e4dtchen Rahovec und Peja. Langsam entsteht ein Netz musikalischer Zusammenarbeit in Kosova. Gemeinsam ehrten am letzten Samstag Musizierende aus Gjakova und Rahovec die Donatorin.<\/p>\n<p>Wie bereits viele Male verliess k\u00fcrzlich ein Lastwagen Basel Richtung Kosovo, beladen mit Musikinstrumenten. Diesmal fuhr die kostbare Ladung nicht nur nach Gjakova, sondern auch nach Peja und Rahovec. Die Musikschule in Rahovec besteht erst seit drei Jahren und die Mittel der Schule sind \u00e4usserst knapp. Wie in ganz Kosovo fehlt auch hier das Geld an allen Ecken und Enden, und Kultur steht ziemlich an letzter Stelle der \u00f6ffentlichen Ausgaben. Da die meisten Eltern nicht die finanzielle M\u00f6glichkeit haben, ihren Kindern ein Instrument zu kaufen, ist Musikunterricht f\u00fcr viele ein unerschwinglicher Luxus. Aber Musik sei wichtig in unserem Leben, betonte Dorothea Fankhauser anl\u00e4sslich des Konzertes in Rahovec, als Hobby-Musikerin erfahre sie immer wieder, wie viel Begeisterung und Lebensfreude Musik vermittle, und vielleicht k\u00f6nne sie sogar die Welt zum Bessern ver\u00e4ndern. Deshalb ist es ihr ein Anliegen, m\u00f6glichst vielen Kindern die M\u00f6glichkeit zu geben, zu musizieren.<\/p>\n<p>Im Konzert in Rahovec traten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene einzeln und in Kammermusikformationen auf, von den kleinen Anf\u00e4ngern bis zu dem Musikstudentinnen und \u2013studenten, die sich nach Abschluss der Musikschule Gjakova in Pristina auf eine Berufskarriere vorbereiten. Unter der Leitung von Astrit Pallaska sangen zum Schluss gegen vierzig Kinder von Rahovec und Gjakova gemeinsam im Chor, und zeigten, was der erfahrene Chor- und Orchesterleiter innerhalb von wenigen Musikstunden mit den kleinen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern von Rahovec erreichte, unterst\u00fctzt vom bereits ge\u00fcbteren Chor von Gjakova. Die Freude und Begeisterung der Musizierenden \u00fcbertrug sich auf das Publikum. Die Erziehungsdirektorin der Gemeinde, Vjollca Vu\u00e7iterna, und der Leiter der Musikschule von Rahovec, Nas\u00ebr Dula, dankten der Donatorin und allen Beteiligten f\u00fcr ihren grossen Einsatz.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Zusammenarbeit zwischen Musikschulen gab es bereits im letzten Fr\u00fchjahr, als das Orchester und der Chor von Gjakova gemeinsam mit dem Foss-Orchester Basel-Muttenz nach Mitrovica reisten, um mit den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen der dortigen Musikschule an der Br\u00fccke der geteilten Stadt ein Konzert im Freien zu geben. Dorothea Fankhauser hofft, dass solche Beispiele weitere ausstrahlen und mehr und mehr Kinder erleben k\u00f6nnen, welch positive Kraft die Musik hat und wie sie Menschen verbinden kann. Seit Jahren sammeln sie und ihr Mann Instrumente in der Schweiz f\u00fcr Kosovo, unterst\u00fctzen junge Talente, kn\u00fcpfen Kontakte mit ausl\u00e4ndischen Musikerinnen und Musikern, die in Kosovo Kurse erteilen und mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Konzerte ein\u00fcben. Auch zwei Musicals gelangten auf diese Weise bereits zur Auff\u00fchrung, eines davon \u201eArietha &amp; G\u00ebzimi\u201c auch in der Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Junge Musikerinnen aus Gjakova unterrichten in Rahovec<\/strong><\/p>\n<p>Mit den gespendeten Musikinstrumenten aus der Schweiz kann die Musikschule in Rahovec zus\u00e4tzliche Musikstunden anbieten. Als Lehrerinnen f\u00fcr Querfl\u00f6te, Cello und Violine werden neu drei junge Musikstudentinnen aus Gjakova in Rahovec unterrichten: Jeta G\u00ebrqari, Drenusha Lota und Kaltrina Berisha. Die Fl\u00f6tistin Jeta und die Cellistin Kaltrina berichten vorn ihrem Weg von der kleinen Chors\u00e4ngerin in Gjakova zur Musikstudentin in Pristina und Unterrichtenden in Rahovec.<\/p>\n<p>Die beiden jungen Frauen kommen aus einer Familie mit einem Musikliebhaber als Vater, doch Musikunterricht konnte keiner der beiden M\u00e4nner besuchen. Jeta sang schon als kleines Kind sehr gerne und so liessen die Eltern sie in der Primarschule im Kinderchor in Gjakova mitsingen, den Astrit Pallasku, damals auch Direktor der Musikschule, leitet. Jeta trat nach einiger Zeit wie Kaltrina in die Unterstufe der Musikschule ein, und als die Schule dank der Unterst\u00fctzung von Dorothea Fankhauser neue Instrumente erhielt, w\u00e4hlte sie die Querfl\u00f6te. \u201eIch hatte keine Ahnung, was das f\u00fcr ein Instrument ist, aber meine Schwester spielte Geige und so entschied ich mich f\u00fcr die Fl\u00f6te\u201c, erz\u00e4hlt sie lachend. \u201eBevor ich in die Oberstufe kam, war ich nicht sicher, ob ich ins Gymnasium wollte, oder in der Musikschule bleiben sollte.\u201c Doch Jeta konnte in vielen Konzertprojekten mitmachen, die ihr Spass machten, und so entschied sie sich f\u00fcr die Oberstufe der Musikschule. Von da an war auch klar, dass sie Musik zu ihrem Beruf machen wollte. Die Aufnahmepr\u00fcfung an die Hochschule f\u00fcr Musik war f\u00fcr sie und f\u00fcr Kaltrina keine grosse H\u00fcrde nach der guten Vorbereitung in Gjakova. Beide sind sie nun im zweiten Studienjahr in Pristina und haben schon viel Orchestererfahrung.<\/p>\n<p>Kaltrina hat vier Geschwister und alle f\u00fcnf sangen als Kinder im Chor der Musikschule Gjakova und drei studieren heute Musik. Die Wahl des Musikinstrumentes fiel Kaltrina nicht schwer, das Cello sei ganz eindeutig ihr Instrument, sagt sie. Und weil sie kr\u00e4ftige H\u00e4nde habe, sei auch der Lehrer \u00fcberzeugt gewesen, dass dies das Richtige f\u00fcr sie sei. \u201eHart war nur, dass ich den ganzen Sommer \u00fcber warten musste, bis ich im September mit Cellospielen anfangen konnte. Aber ich hatte einen sehr guten Lehrer aus Prizren, er hat mir nicht nur musikalisch sehr viel beigebracht, sondern auch menschlich.\u201c<\/p>\n<p>Als erste der Musikschule Gjakova durften Kaltrina und ihre Schwester an einem Meisterkurs f\u00fcr Cello in Frankreich teilnehmen, zu dem sie Dorothea Fankhauser einlud. In letzten und vorletzten Sommer konnten auch Jeta und eine ganze Gruppe der besten Musiksch\u00fcler und \u2013sch\u00fclerinnen aus Gjakova einen Meisterkurs in Frankreich besuchen.<\/p>\n<p>Und jetzt beginnt mit dem Unterricht in Rahovec ein neues Abenteuer f\u00fcr Jeta und Kaltrina. Am Samstag werden sie nun jeweils die gut 60-km-Autobusfahrt nach Rahovec unternehmen, um einer Gruppe von f\u00fcnf, sechs Kindern die ersten Schritte auf ihrem Instrument beizubringen. Didaktik steht erst im n\u00e4chsten Jahr auf ihrem Studienplan, aber mit Unterst\u00fctzung ihrer eigenen Lehrer und dank Internet und Youtube haben sie sich mit Begeisterung auf die neue Herausforderung vorbereitet.<\/p>\n<p>(Weitere Informationen s. Webseite &lt;dorotheafankhauser.ch&gt; )<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor sieben Jahren begannen Dorothea und Georg Fankhauser aus Basel die Musikschule in Gjakova zu unterst\u00fctzen. 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