Integration
Sarah Impusino (Die Mitte): Mit Beständigkeit und Respekt für ein lebenswertes
Sarah Impusino bringt zwölf Jahre Erfahrung aus dem Gemeindeparlament mit und kandidiert erstmals für den Stadtrat. Sie steht für realistische Ziele, Beständigkeit und ein respektvolles Miteinander der Kulturen. Im Gespräch mit Albinfo erläutert sie ihre Prioritäten in der Stadtentwicklung, ihre Haltung zur Integration und weshalb für sie Politik dort beginnt, wo das tägliche Leben stattfindet.
Vision für Schlieren
albinfo.ch: Wie sieht Ihre Vision für Schlieren in den nächsten 4–8 Jahren aus? Welche Prioritäten setzen Sie für die Stadtentwicklung?
Sarah Impusino: Meine Vision: «Schlieren soll eine Stadt sein, in welcher die Menschen gerne leben und arbeiten. Es soll ein Miteinander sein mit den Firmen, den Vereinen und den Menschen, welche hier leben. Die Ziele müssen realistisch und ehrlich sein! Im Strassverkehr müssen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt behandelt werden.
Bei der Stadtentwicklung denke ich, dass eine langsamere Herangehensweise gut tun würde. Ich setze mich für Beständigkeit ein, ohne auf Neues zu verzichten.
Zusammenleben & Integration
albinfo.ch: Schlieren ist eine der vielfältigsten Städte im Kanton Zürich. Wie wollen Sie das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen weiter stärken?
Sarah Impusino: Für mich ist das Schlüsselwort gegenseitiger Respekt! Auch die Integration der verschiedenen Kulturen wird bereits sehr gut umgesetzt in den Schulen und den Vereinen. Diese gute Zusammenarbeit müssen wir erhalten.
Auch werde ich ein offenes Ohr haben für die Anliegen der verschiedenen Kulturen.
Albanische Community in Schlieren
albinfo.ch: Die albanischsprachige Community gehört zu den grössten Bevölkerungsgruppen in Schlieren und ist in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft stark vertreten. Welche konkrete Rolle spielt die albanische Community in Ihrer politischen Arbeit, und wie möchten Sie deren Anliegen besser einbinden?
Sarah Impusino: Ich denke ich habe bereits jetzt Kontakt mit vielen Albanern. Ob das Mitglieder dieser Community sind, kann ich aber nicht beantworten. Grundsätzlich kann jeder direkt mit seinen Anliegen auf mich zukommen, Privat oder als Community.
Jugend & Bildung
albinfo.ch: Was wollen Sie konkret für Kinder, Jugendliche und Familien in Schlieren verbessern – insbesondere in den Bereichen Bildung, Freizeit und Chancengleichheit?
Sarah Impusino: Ich denke, dass das Angebot in Schlieren auf einem hohen Standard ist. In vielen Bereichen sind oder waren wir Vorreiter, z.B. Team-Teaching. Wir müssen weiterhin schauen, dass alle zu ihrem Recht kommen, wie Begabtenförderung oder Nachhilfe.
Die Vereine erhalten in Schlieren eine gute Unterstützung, wenn Bedarf besteht. Aber auch diese Unterstützung soll nicht festgefahren sein, sondern flexibel.
Wirtschaft & Arbeitsplätze
albinfo.ch: Wie möchten Sie Schlieren als Wirtschaftsstandort stärken und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum sichern?
Sarah Impusino: Da ich noch keine Erfahrung in der Exekutive habe, werde ich mit offenen Augen und Ohren im Stadtrat starten, damit ich herausfinden kann, wo bei den Firmen der Schuh drückt. Beim bezahlbaren Wohnraum finde ich es schwierig, da ich nicht weiss, wie weit die Stadt auf Eigentümer Einfluss hat, was den Mietpreis betrifft. Deshalb kann ich da noch keine konkreten Schritte oder Lösungsansätze anbieten.
Sicherheit & Lebensqualität
albinfo.ch: Was sind Ihre Ansätze, um Sicherheit, Sauberkeit und Lebensqualität in allen Quartieren von Schlieren zu gewährleisten?
Sarah Impusino: Grundsätzlich unterstütze ich die Blaulichtorganisationen, welche in Schlieren eine top Arbeit machen!
Ich setze beim Thema Sicherheit und Sauberkeit auf den Rechtsstaat und bin der Überzeugung, dass daraus sich die Lebensqualität ergibt.
Dialog mit der Bevölkerung
albinfo.ch: Wie stellen Sie sicher, dass auch Migrantinnen und Migranten – darunter viele Albanerinnen und Albaner – politisch gehört werden und Vertrauen in die Stadtpolitik haben?
Sarah Impusino Angehört werden alle die mit mir sprechen möchten und so das Vertrauen in die Stadtpolitik erhalten.
Auch ich stamme aus einer Migrantenfamilie, wobei hier nicht die Nationalität ausschlaggebend ist, sondern die Bedürfnisse und Ansprüche jedes einzelnen.
Persönliche Stärke
albinfo.ch: Welche persönliche Erfahrung oder Stärke bringen Sie mit, die Sie besonders für das Amt im Stadtrat qualifiziert?
Sarah Impusino: Ich politisiere seit 12 Jahren im Gemeindeparlament, und weiss also, wie der Laden läuft und habe einige Erfahrungen, positive wie auch negative, gemacht.
Das Amt als Stadträtin würde ich mit Respekt antreten. Durch die Leitung der Ortsvertretung der Pro Senectute Schlieren habe ich bereits einige Erfahrungen im Leiten und Führen eines Ressorts. Seit Januar 2025 führe ich mit meinem Mann unser Familienunternehmen. Ich denke, dass der Lernweg nie abgeschlossen wird, aber ich schon sehr viele Erfahrungen sammeln konnte. Seit 25 Jahren arbeite ich bei einer Krankenkasse, das zeigt Beständigkeit, was für mich eine wichtige Voraussetzung ist für das Stadtratsmandat. Ich finde man sollte Bewährtes erhalten und nicht immer nach mehr streben. Natürlich schliesst das Neues nicht aus, auch dafür bin ich offen.
Abschlussfrage
albinfo.ch: Warum sollten die Einwohnerinnen und Einwohner von Schlieren – inklusive der albanischsprachigen Community – Ihnen ihre Stimme geben?
Sarah Impusino: Weil für mich die Politik dort beginnt, wo das Leben pulsiert: in der Schule, beim Einkaufen oder im Gespräch mit Mitmenschen. Ich bin überzeugt, dass wir Schlierens Zukunft gemeinsam gestalten müssen – pragmatisch, lösungsorientiert und im offenen Dialog mit allen Beteiligten.
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