Integration
Ausstellung in Luzern: Mutter Theresa und ihre Beziehungen zur Schweiz
In der Austellung in Luzern – organisiert von der Gesellschaft Schweiz-Albanien und dem albanischen Institut in der Schweiz – wurden interessante Facetten des Lebens und der Beziehung von Mutter Theresa zur Schweiz präsentiert
Am vergangenen Samstag wurde im Staatsarchiv des Kantons Luzern eine Ausstellung über die nunmehr Heilige Mutter Theresa eröffnet. Die Ausstellung thematisiert interessante Aspekte des Lebens von der heiligen Mutter Theresa und ihre Beziehungen zur Schweiz.
Der Direktor des Albanischen Insituts in St.Gallen, Albert Ramaj, sprach über seine Motivation, dieses interessante Projekt zu realisieren. Die Idee für die Ausstellung hat er schon 2003 gehabt. Im Rahmen seiner Studien stiess er damals im Staatsarchiv von Luzern auf Dokumente über Mutter Theresa aus der Erbe von Eugen Vogt, unter anderen auch auf Originalbriefe Mutter Theresas.
“Vogt ist der Gründer des «Hilfswerks für Mutter Theresa» in Luzern und er war im ständigen Kontakt mit Mutter Theresa. Darum haben wir in seinen Unterlagen auch Briefe gefunden, die er von Mutter Theresa erhalten hat, aber auch weitere Dokumente über das Leben der Heiligen Mutter Theresa. Aus diesen Dokumenten wird klar, wie gross die Hilfe gewesen ist, die Mutter Theresa für ihre Aktivitäten in Indien aus der Schweiz erhalten hat”, sagte Ramaj für albinfo.ch.
«Hilfswerk für Mutter Theresa» funktionierte von 1964 bis 1992. In 28 Jahren sammelte die Hilfsorganisation rund 45 Millionen Franken für den Schwester-Orden von Mutter Theresa, präzisiert Ramaj.
Der Vorsitzende der Gesellschaft Schweiz Albanien, Lars Häfner, sagt für albinfo.ch, dass die Ausstellung ein Beitrag seines Vereins für die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Albanien und für das Image der Albaner in der Schweiz ist.
“Das Schaffen von Mutter Theresa ist in den Augen der Weltöffentlichkeit mit Kalkuta verbunden und sicher nicht mit Luzern. Doch mit dieser Ausstellung, mit den Dokumenten und Originalbriefen, können wir Teil ihres Lebens werden”, so Jürg Schmutz, Experte im Luzerner Staatsarchiv.
Der SVP-Kantonsrat Pirmin Müller sprach über die selbstlose Natur von Mutter Theresa und über ihren Wunsch, nicht sie, sondern die Hilfe für die Bedürftigen in den Mittelpunkt zu stellen. “Einmal hat sie gesagt: ‘All die Anerkennungen nehme ich nicht in meinem Namen an’. Für ihre Sache ist sie kompromisslos gewesen. So sprach sie sich auch in ihrer Ansprache während Zeremonie der Übergabe des Friedensnobelpreises kategorisch gegen Abtreibung aus. “Ich denke, die Abtreibung ist der grösste Feind des Friedens, denn es ist ein unmittelbarer Krieg, ein Töten des Kindes durch seine Mutter. Es gibt viele Menschen weltweit, die sich um die Kinder in Indien und Afrika kümmern. Aber Millionen von Kindern sterben einen stillen Tod, mit dem Willen ihrer Mütter. Und dies Zersört den Frieden”, zitierte Müller Mutter Theresa.
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