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Bevölkerungsalterung dämpft langfristiges Wirtschaftswachstum
Die Bevölkerung der Schweiz wird zunehmend älter. Dies wird sich dämpfend auf die Entwicklung des Wohlstands der Schweiz auswirken, wie vier Studien im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zeigen, die am 15. November 2019 in Bern vorgestellt wurden. Gezielte Reformen könnten die negativen Effekte mittel- bis lang-fristig mindern
Die demografischen Effekte werden sich insbesondere in den nächsten 10 bis 20 Jahren in der Wirtschaftsentwicklung niederschlagen. Anreize zur Erwerbsbeteiligung können die wachstumshemmenden Auswirkungen der demografischen Entwicklung mildern. Am meisten bewirken dürfte eine Erhöhung der Erwerbsquoten der über 55-jährigen. Geeignet wären aber auch Massnahmen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und zu höheren Erwerbsquoten bei den Frauen führen, wie aus den Studien weiter hervorgeht.
Die Effekte der Bevölkerungsalterung können mit einer höheren Erwerbsbeteiligung alleine jedoch nicht vollständig kompensiert werden. Somit wird der Entwicklung der Arbeitsproduktivität – also einer möglichst hohen Wertschöpfung pro Arbeitsstunde – bei der langfristigen Entwicklung des Wohlstands auch weiterhin eine zentrale Rolle zukommen.
Die Alterung der Gesellschaft wird sich auch auf die Branchenstruktur auswirken. Von Bedeutung ist aber nicht nur die altersbedingte Veränderung des Konsumverhaltens im Inland. Für eine offene Volkswirtschaft ist auch der demografische Wandel im Ausland zu beachten, da sich dieser auf die Exportnachfrage auswirkt.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die zukünftigen demografischen Veränderungen im In- und Ausland insbesondere auf die Wertschöpfungsanteile des Gesundheitswesens, der Heime und Sozialwesen und der Pharmabranche positiv auswirken könnten. Die Mehrheit der Branchen dürfte jedoch nur in geringem Ausmass von der Bevölkerungsalterung betroffen sein.
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