Leben in der Schweiz
Asylstatistik April 2018
Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl der Gesuche um 4 % verringert (–52).
Im April wurden in der Schweiz 1255 Asylgesuche eingereicht, 26 weniger als im Vormonat (–2 %). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl der Gesuche um 4 % verringert (–52). Nach tiefen Anlandungszahlen in Süditalien im Februar (1065 Personen) und März (1049 Personen) dieses Jahres, ist im April die Migration über das zentrale Mittelmeer gestiegen. 3171 Migrantinnen und Migranten gelangten im April auf diesem Weg nach Italien. Die Schweiz ist weiterhin nicht das primäre Zielland der Migranten, die nach Europa kommen.
Das Staatssekretariat für Migration erledigte im April 2321 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 490 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 441 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 550 Personen erhielten Asyl und 706 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 904 auf 17 465 zurück.
Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Schweiz waren im April Eritrea mit 245 Gesuchen (39 weniger als im März 2018), Syrien (101 Gesuche; –6), Georgien (93 Gesuche; –2), Afghanistan (85 Gesuche; +5), Türkei (69 Gesuche; +14) und Algerien (55 Gesuche; +4).
Im April haben 558 Personen unser Land kontrolliert verlassen. Die Schweiz hat bei 603 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 144 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 552 Personen ersucht. 71 Personen wurden der Schweiz überstellt.
Resettlement-Programm
Im April sind im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) 48 syrische Staatsangehörige angekommen. Mit dem Bundesratsbeschluss vom Dezember 2016 wurde die Aufnahme von bis zu 2000 weiteren Opfern des Syrienkonflikts innerhalb von zwei Jahren beschlossen. Bis Ende April 2018 hat die Schweiz 777 Personen in diesem Rahmen aufgenommen. Das Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem der Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.
Anfang April sind zudem 40 Personen im Rahmen der humanitären Sofortmassnahme Libyen aus Niger in die Schweiz eingereist.
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