Integration
„Das konservative Zuger Parlament braucht einen Albaner“
Interview mit Zari Xhaferi, dem einzigen albanischen Parlamentarier im Kanton Zug
Der 28-jährige, ursprünglich aus Gostivar stammende Zari Xhaferi kandidiert bei den Wahlen im Oktober erneut für den Zuger Kantonsrat.
Er wird im Kantonsparlament wiederum die Sozialdemokratische Partei vertreten, für welche er auch während seines ersten vierjährigen Mandats von 2011- 2014 im Rat sass.
Der albanische Politiker sagt, für den diesjährigen Wahlkampf sei er besser vorbereitet als vor vier Jahren.
„In den vergangenen vier Jahren investierte ich viel Zeit dafür, die Abläufe in der kantonalen Politik und Verwaltung kennenzulernen. Nach dieser Legislaturperiode bin ich nun besser vorbereitet, um mich erfolgreich für die Zuger Bevölkerung einzusetzen. Das Parlament in Zug ist sehr konservativ, deshalb braucht es unbedingt Leute wie mich, um die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, um die Integration zu verbessern. Deshalb investierte ich meine Zeit in die Zuger Politik, als Kantonsrat“, sagt Zari Xhaferi zu albinfo.ch.
Auf die Frage, ob es ihm gelungen sei, in den vier Jahren, die er nun Kantonsrat ist, seine Ziele zu erreichen, sagt der albanische Politiker ja, obwohl es nicht einfach gewesen sei, zu verstehen, wie der Hase läuft im Zuger Kantonsparlament. „Ich investierte viel Energie und Zeit für die Aufgaben im Kantonsrat und nahm an vielen Debatten teil. Meiner Meinung nach war ich ein gutes Beispiel für die Zuger Bevölkerung, obwohl ich nicht hier geboren bin. Ich war einer der jüngsten Abgeordneten im Parlament und ich glaube, dass ich mir den Respekt der andern Abgeordneten verdient habe“, sagt der albanische Parlamentarier Zari Xhaferi über seine bisherige Arbeit im Zuger Kantonsrat.
Zari versuchte vor drei Jahren, einen Verein für integrierte Albaner im Kanton Zug zu gründen. Der Verein soll, laut Xhaferi, sich für die Albaner im Kanton Zug einsetzen.
„Im Kanton Zug gibt es viele Albaner, die sehr gut integriert sind und gute Arbeitsplätze gefunden, gute Schulen abgeschlossen haben. Uns fehlt eine Organisation, um bessere Kontakte zu schaffen und einander zu helfen. Und ein solcher Verein ist ein gutes Signal an die Schweizer, denn normalerweise schreiben die Medien nur über Albaner, wenn sie Probleme machen“, sagt Zari Xhaferi im Gespräch mit albinfo.ch.
„Für mich ist wichtig, in die Erziehung der Kinder zu investieren, und es braucht Investitionen in die öffentliche Infrastruktur (Zug- und Buslinien). Zudem wird es Zeit, an die älteren Personen zu denken“, sagt Xhaferi.
Zari Xhaferi kam als Siebenjähriger von Gostivar (Makedonien) in die Schweiz. Er lebt mit seinen Eltern in Baar. Er schloss das Gymnasium und die Pädagogische Hochschule ab, mit den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte und Sport.
Seiner Leidenschaft für den Journalismus geht er in der lokalen Wochenzeitung „Zugerbieter“ nach.
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