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Das Schicksal der Albaner ähnelt dem Schicksal des Christus

Woher hat unser Volk die Kraft genommen, um wieder aufzuerstehen, fragte der albanische Priester, indem er die Stärke unseres Volkes für das Überleben und die Auferstehehung mit der Stärke und der Auferstehung Christi verglich

von Bekim Dalipi

Übersetzung von Qendresa Llugiqi

Das Leben und das Leiden Christi ähneln dem Leben, dem Leiden und der Auferstehung des albanischen Volkes – so lautete die Einschätzung eines Priesters während einer Messe, die ich im Rahmen einer Berichterstattung über einen jungen und erfolgreichen Politiker vor einigen Jahren besuchte. Aus dieser Messe habe ich einige Passagen übernommen, die ich nun gerne mit euch teilen möchte. Allen voran diesen Vergleich, den der Priester über das Leiden Christi erund das Leiden des albanischen Volkes zog. Ist die Geschichte unseres Volkes nicht voller Märtyrer – fragte er. Unser Volk gehört wohl zu den wenigen Völkern Europas, deren Leben am ehesten dem Leben Christi ähnelt. Unser Volk wurde immer wieder ungerecht zu Tode und Scham verurteilt. Woher hat unser Volk die Kraft genommen, um wieder aufzuerstehen, fragte der albanische Priester, indem er die Stärke unseres Volkes für das Überleben und die Auferstehehung mit der Stärke und der Auferstehung Christi verglich…und heute – das füge ich hinzu – brauchen wir diese Kraft mehr denn je. Dies im Hinblick auf die schwere politische Situation, die von unseren Politikern ausgelöst wurde und die Gefahr, die durch das Coronavirus ausgeht, welches die ganze Welt getroffen hat und nicht wenige Albaner im Kosovo, Albanien, Mazedonien und wo sie sonst noch leben. Sie alle werden sich diese Ostern nicht am Sonntag in der Messe versammeln, um den Tag der Auferstehung Christi zu feiern.

Aber sie und wir können gemeinsam in unseren Häusern und mit gesegnetem Brot für bessere Tage beten, für das Leben und die Wiederauferstehung nicht nur von Jesu Christi sondern auch von unserer Heimat Kosovo. Sie braucht heute noch einmal diese Märtyrer, allen voran diejenigen Politiker, die die Zukunft des Landes ihrer persönlichen oder parteilichen Zukunft vorziehen.

Die Geschichte vom “Gesegneten Brot”, das die Albaner backen

Albaner feiern das Fest der Auferstehung Christi mit dem “gesegneten Brot”. Am Vortag, besser gesagt am Samstagabend, lassen albanische Gläubige “das gesegenete Brot” beim Priester segnen und setzen dieses beim Frühstück am Sonntagmorgen auf, um es gemeinsam mit ihren Familien zu essen. Das ist ein altes albanisches Ritual zu Ostern.

Viele albanische Familien schliessen sich jedes Jahr dem Ritual mit dem “gesegneten Brot” an, das mit gefärbten Eiern und anderen Beilagen serviert wird. Eier und Kaninchen verleihen dem wichtigsten katholischen Fest Lebendigkeit, sie symbolisieren das Leben und die Auferstehung Christi. Dies ist ein religiöses Ritual, das katholische Albaner im Kosovo jedes Jahr zur Osterfeier ausüben.

Währenddessen das “gesegnete Brot” für die im Ausland lebenden Albaner für die Sehnsucht nach der Heimat, für das Zuhause, für die Verwandten und für das Land ihrer Vorfahren steht.

Die älteste religiöse Feier der Welt

Ostern ist der älteste religiöse Feiertag der Welt. Das Wort Ostern stammt von dem jüdischen Wort Pessach, das übersetzt “Vorüberschreiten” heisst. Für die Gläubigen stellt dieses Fest den Übergang Christis vom Tod ins Leben und wird am Sonntag, also dem Tag der Auferstehung, gefeiert. Deshalb glauben Christen nicht an den toten Christus sondern den auferstandenen Christus.

Frohe Ostern!


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