Integration

Debatte über erleichterte Einbürgerung: Politiker mit albanischen Wurzeln verlassen politische Lager

In Zürich fand eine Debatte über die anstehende Abstimmung zu erleichterten Einbürgerung der dritten Generation statt. An dieser Debatte nahmen Jungpolitiker mit albanischen Wurzeln, die sich in der SP, FDP und BDP engagieren.

 

Im Rahmen der Aktivitäten rund um die Initiative zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation fand in Zürich eine Debatte statt, die von Jungpolitiker mit albanischen Wurzeln organisiert wurde. Daran nahmen Vertreter der SP. FDP und BDP teil. Die Parteien haben teilweise grosse Differenzen in deren Politik, doch was sie verbindet, ist das gemeinsame Interesse für eine liberale und offene Schweiz. Die Jungpolitiker zeigten ihre Bereitschaft für eine überparteiliche Zusammenarbeit bezüglich der Initiative zur erleichterten Einbürgerung.

Florim Kadriu und Qëndresa Sadriu von der SP, Alban Imeri von der BDP und Përparim Avdili von der FDP sprachen über die Positionen ihrer Parteien und über die eigenen Einstellungen bezüglich der Abstimmung vom 12. Februar.

Përparim Avdili sprach über die Philosophie seiner Partei (FDP) in der Ausländerfrage. Er gibt zu, dass die FDP sich nicht so sehr in Ausländer- und Integrationsfragen phokusiert ist. In der FDP ist man eher wirtschaftsorientiert. Doch ausgerechnet seine Partei sei diejenige, die auf nationaler Ebene die Mehrheiten in der Frage der Migration bildet, die eher von den Linken lanciert werden, schreibt albinfo.ch

Weil sie eben in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, will sie für Chancengleichheit für alle, die in der Schweiz leben, sagt Qëndresa Sadriu, SP-Gemeinderäting in Glattbrugg (ZH). Sie kritisierte auch einen Teil der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz, die zwar seit Jarhzehnten hier lebt, aber immer noch daran denkt, zurück zu gehen. Sie würden ihren Kindern die Orientierunt nehmen und die Kinder wüssten nicht, wo sie wirklich hingehören.

Viele Menschen der dritten Generation sprechen Deutsch viel besser als die Sprache ihrer Eltern und Grosserltern. Daher sei es doch absurd, dass auch sie bei der Einbürgerung einen Sprachtest absolvieren müssen, sagte Alban Imeri. Er sprach über eine gelungene Integration, ohne dass man seine eigenen Wurzeln vergisst. Er sei hierfür das beste Beispie, so Imeri. Er ist in der Schwiez geboren, ETH-Absolvent und nun Abgeordnete im Thurgauer Parlament. Imeri ist auch Vorsitzender eines Musikvereins in der Region, in der er lebt. “Ich bin in der Schweiz Gesellschaft, aber dies hindert mich nicht daran, mich auch für den Erhalt der albanischen Kultur und für die Traditionen des Heimtlandes meiner Eltern einzusetzen.”

Florim Kadriu, Aktivist der Gewerkschaft UNIA in Aargau, ist ebenfalls in der Schweiz geboren. Seine Kindheit hat er allerdings in Mazedonien verbraucht. Nach dem Abitur kam er in die Schweiz. “Auf dem Weg der Integration haben wir uns alle verändert.  Den Typus Migrant, der die Schweiz als fremdes Land betrachtet, gibt es nicht mehr. Im Gegenteil, wir empfinden die Schweiz als unsere Heimat und natürlich achten und respektieren wir die Gesetze und die Verfassung der Schweiz. Doch wie geht die Schweiz mit den Migraten um? Betrachtet man uns als integrierte und als Teil der Schweiz?”, fragte sich Kadriu. Er appellierte an die Albaner und andere Migraten mit Schweizer Pass, am 12. Februar mit JA zu stimmen. Sie können den Unterschied machen.


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