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Diellëza Turkaj, ein Beispiel für Engagement in der Leitung der SHKA „17 Shkurti “
Als Leiterin der SHKA "17 Shkurti" in Baden trägt Diellëza zur Bewahrung und Förderung der albanischen kulturellen Werte bei.
In der Diaspora ist die Bewahrung der nationalen Identität nicht nur ein Wunsch, sondern eine Mission. Eines der bedeutendsten Beispiele für dieses Engagement ist Diellëza Turkaj, Choreografin, Tänzerin und künstlerische Leiterin der Kultur und Kunstgesellschaft ” 17 Shkurti ” in Baden in Österreich, ein Ensemble, das sich seit Jahren zu einer zentralen Adresse der albanischen Kultur in diesem Land entwickelt hat.
Tatsächlich zeichnet sich ” 17 Shkurti ” durch eine lange Tradition von Aktivitäten aus, die den albanischen Gesang und Tanz in der Diaspora lebendig halten, vor allem durch kulturelle Veranstaltungen mit dem Ziel, die albanische Kultur zu bewahren.

Die Wurzeln einer Leidenschaft, geboren aus Kunst und Vaterlandsliebe
Diellëza wuchs in einem Umfeld auf, in dem Kunst und Vaterlandsliebe zum Alltag gehörten. ” Schon als Kind erinnere ich mich an unser Leben in Pfaffstätten. Ich wuchs mit albanischer Musik, albanischen Tänzen, Nachrichten auf Albanisch, albanischen Abenden mit Tee und folkloristischen Liedern auf. Das ließ mich früh die albanische Kultur lieben “, erzählt sie dem Magazin Albinfo.at.
Als Tochter eines ehemaligen politischen Gefangenen wuchs sie mit Erzählungen über Opferbereitschaft, Widerstand und den Traum von Freiheit auf. Bereits in jungen Jahren lernte sie Geschichte und nationale Helden durch patriotische Lieder und Unterricht in albanischer Sprache kennen. Bevor sie Tänzerin wurde, war Diellëza aktiv in Rezitationen, Kinderchören, Theateraufführungen und kulturellen Aktivitäten, die von der albanischen Gemeinschaft in Baden organisiert wurden.
Ihr erster Kontakt mit dem Tanz als Tänzerin fand im September 2003 während der Vorbereitungen für das Fest am 28. November in Baden statt. Genau dort wurden die Grundlagen für einen Weg gelegt, der sich später zu einer Lebensmission entwickeln sollte.

Die Gründung des Vereins, eine Mission für die jungen Generationen
Die Gründung der SHKA ” 17 Shkurti ” entstand aus dem Bedürfnis heraus, die albanische nationale Identität in der Diaspora zu bewahren. Diellëza erklärt: ” Unser Hauptziel war es, die albanische Sprache, den Gesang, die Tänze und die Traditionen lebendig zu halten, insbesondere für die jungen Generationen. Wir möchten Brücken zwischen Menschen und unterschiedlichen Kulturen bauen und die albanische Kultur dem österreichischen Publikum näherbringen. “
In den ersten Jahren stellten die kulturellen Aktivitäten eine Form des Widerstands und der Identitätsbekräftigung dar. Tanz, Musik und traditionelle Trachten waren nicht nur Unterhaltung, sondern ein Weg, die eigenen Wurzeln nicht zu verlieren. ” Der Anfang für die Albaner in Österreich war nicht leicht “, sagt Diellëza. ” Doch jeder kulturelle Abend und jedes nationale Fest waren zentrale Treffpunkte und eine Verbindung zur Heimat. “

” 17 Shkurti “, ein Name, der Geschichte und Stolz trägt
Der Name des Vereins ist kein Zufall. ” 17 Shkurti ” steht zugleich für den Unabhängigkeitstag des Kosovo und für die Mission des Vereins, dieses Ideal durch die Kunst zu bewahren. ” Wir sind die besten Botschafter der Nation, indem wir unseren Kindern die albanischen Tänze, Lieder und die albanische Sprache vermitteln “, sagt Diellëza. Der Moment, als sich das Ensemble erstmals unter dem Namen SHKA ” 17 Shkurti ” auf dem Heldenplatz in Wien präsentierte und die Veranstaltung mit dem Unabhängigkeitstanz eröffnete, bleibt für alle Mitglieder eine der emotionalsten Erinnerungen.
Heute funktioniert das Ensemble als vollständig strukturierter künstlerischer Körper mit Tanzgruppen für Kinder und Jugendliche, einem Orchester mit Instrumentalisten, Sängerinnen und Sängern, einer Gruppe von Trommlern sowie mit Auftritten bei Hochzeiten, Verlobungsfeiern und weiteren kulturellen Aktivitäten.

Von der Tänzerin zur Leiterin
Im April 2007 wurde Diellëza nach mehr als vier Jahren als Tänzerin die Rolle der Choreografin anvertraut. ” Der Anfang war sehr schwierig, doch wir hatten Träume und Energie “, sagt sie. Ihr erster Auftritt als Choreografin fand am 25. Mai 2007 in Wien statt. Neben der Bewahrung traditioneller Tänze schuf sie auch eigene Choreografien wie ” Dridhe Shkup e Shkodër “, ” Çika e Uskanës “, ” Nuse moj “, ” Gocat e Tiranës “, ” Moj e lindur e rritur në Kosovë ” sowie choreografische Darstellungen wie das Kanagjegj und die albanische Hochzeit.
Auch heute ist Diellëza gleichzeitig Tänzerin und Choreografin und führt die Kunst durch ihr persönliches Vorbild.
Das Ensemble blickt auf zahlreiche bedeutende Momente zurück, darunter Teilnahmen an internationalen Festivals in Österreich, Konzerte in Deutschland und Albanien, unter anderem zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Albaniens, zum 10. Jahrestag der Unabhängigkeit Kosovos sowie Gedenkakademien zu Ehren von Präsident Ibrahim Rugova. ” Jedes Konzert und jedes Festival, an dem wir teilnehmen, ist eine Gelegenheit, die albanische Gemeinschaft mit Würde und Stolz zu vertreten “, erinnert sich Diellëza.

Familiäres Erbe und Vision für die Zukunft
Für Diellëza ist dieses Engagement auch ein familiäres Erbe. ” Mein Vater ist natürlich stolz auf unsere Erfolge als Verein, doch noch mehr erfüllt es ihn mit Stolz, wenn er drei Generationen auf der Bühne sieht, seine Kinder sowie Enkelinnen und Enkel “, sagt sie. Die Zukunftspläne umfassen neue Choreografien, Möglichkeiten für Talente im Gesang und an traditionellen Instrumenten sowie die Teilnahme an internationalen Festivals und Wettbewerben.
Ihre Botschaft an die jungen Albanerinnen und Albaner in der Diaspora ist klar: ” Kommt zu uns und werdet Teil der SHKA “17 Shkurti” in Baden. Bewahrt die Traditionen, verliert nicht die Verbindung zu euren Wurzeln und bringt euer Talent zum Ausdruck. “/Albinfo.At

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