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Religiöse Diversität in Kosova kann der Welt als Beispiel dienen
Die jemenitische Nobelpreisträgerin, Tawakkol Karman, schätzt den Prozess der Staatsbildung in Kosova sehr hoch. Die religiöse Kultur, die in Kosova herrscht, kann der Welt als Beispiel dienen.
Die bekannte jemenitische Nobelpreisträgerin und Journalistin, Tawakkol Karman, rief die Kosovaren dazu auf, die Werte der religiösen Diversität aufzubewahren. Dieser „kann der Welt als Beispiel dienen“, sagte Karman vor Studenten der Universität Prishtina. Karman nahm an der internationalen Konferenz zum interreligiösen Dialog, Interfaith Kosova, teil. Unter anderem wird an dieser Konferenz über die Rolle der Frau bei der Bekämpfung des Extremismus diskutiert.
Während ihres Vortrages mit dem Thema „Der Frieden und die Notwendigkeit der Bekämpfung des Terrorismus im Nahen Osten“, sprach Karman auch über die Herausforderungen bei der Staatsbildung in Kosova und die neuen Perspektiven des Landes. Sie lobte die Fortschritte, die Kosova seit dem Ende des Krieges erzielt hat, besonders beim Aufbau eines demokratischen Systems.
„Es ist nicht leicht, gleich nach dem Ende eines Krieges einen Staat aufzubauen. Sie haben grosse und wichtige Aufgaben und Herausforderungen vor sich. Trotz oder gerade wegen der grossen religiösen Diversität strebt Kosova eine Mitgliedschaft in die EU. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie dies sehr bald schaffen werden“, so Karman.
Im Jahr 2011 erhielt Karman den Friedensnobelpreis – als erste Frau aus dem arabischen Raum. Die Journalistin, Politikerin und Menschenrechtsaktivistin führt die Gruppe „Women Journalist Without Chains“.
An der 5. Internationalen Konferenz nahmen über 300 Gäste teil, unter anderen auch die iranische Freidensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.
„Es gibt viele Meinungen und Ansätze, zur Erklärung des zunehmenden Extremismus. Einige sagen, die religiösen Institutionen sind daran schuld, andere behaupten gar, alles sei gestellt. Menschen, die nicht frei sind und ihre Meinung nicht frei äussern können, neigen eher zum Extremismus und zur Gewalt. Wenn wir keine Gewalt wollen, dann müssen wir die Rechte und Freiheiten der Menschen sicherstellen“, sagte Karman.
Auch der kosovarische Premierminister, Isa Mustafa, sprach an dieser Konferenz. Kosova sei schon immer ein Raum mit ethnischer und religiöser Diversität. Kosova ist zwar ein junger Staat, doch mit einer alten Kultur.
„Der Islam hat sich bei uns schon vor 600 Jahren verbreitet – zunächst von Mystikern des Sufismus und später vom osmanischen Reich. Wir haben bei uns aber auch kleinere Gruppen von Protestanten, Juden und Bektaschi. Alle machen ein grossartiges Mosaik der Glaubensrichtungen und Ethnien aus“, sagte Mustafa.
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