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Hoher Antibiotikakonsum in Kosova
Rund 25% der verkauften Antibiotika gehen ohne ärztliche Verschreibung über die Theke
Antibiotika haben Millionen Menschen das Leben gerettet, doch der unkontrollierte Konsum kann unter Umständen lebensgefährlich sein, sagen Gesundheitsexperten in Kosova – das Land, in dem Antibiotika auch bei einem leichten grippalen Infekt eingenommen werden.
Am europäischen Tag der Antibiotika-Bewusstseinsbildung wurde in Prishtina die Konferenz „Wir sind alle verantwortlich“ stellte man fest, dass Kosova in den Toplisten des Antibiotikakonsums steht. Der übermässige Konsum von Antibiotika hat negative Folgen – Bakterien passen sich an und werden immun, sodass bei der nächsten Einnahme der Heilungseffekt gleich null sein wird.
Man müsse das Bewusstsein der Bevölkerung über die Notwendigkeit der vorsichtigen Einnahme von Antibiotika erhöhen. „In unserem Land werden überdurchschnittlich viele Antibiotika verschrieben. Darum müssen wir die Bevölkerung, aber auch Apotheker und Ärzte hierauf hinweisen“, sagt Gesundheitsminister Ferid Agani. Ein erheblicher Teil des Budgets des Gesundheitsministeriums geht für die Deckung mit Antibiotika, schreibt Koha.
Die Antibiotika haben Millionen Menschen weltweit das Leben gerettet, doch der übermässige Konsum hat verheerende Folgen nach sich gezogen, betont Naser Ramadani von Nationalen Institut für Gesundheit.
Der Mikrobiologe Lul Raka deutet daraf hin, dass der unkontrollierte Konsum von Antibiotika nicht vorhersehbare Folgen für die öffentliche Gesundheit haben kann. „25% der verkauften Antibiotika gehen ohne ärztliche Verschreibung über die Theke; im EU-Durchschnitt sind es nur 3%“.
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