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Humanität – das Leuchten der menschlichen Seele

Blerta Gashi erzählt exklusiv für albinfo.ch, wie ihr Einsatz begann.

Hilfsbereitschaft und Solidarität sind zwei Werte, die bei Albanern von Generation zu Generation weitergegeben werden. Darum geht es auch in dem Projekt, das die in der Schweiz lebende Blerta Gashi ins Leben gerufen hat.

Ihre Ferien verbringt Blerta immerzu in ihrer Heimat, dem Kosovo. Daher kennt sie auch die wirtschaftliche Lage die dort herrscht. Sie kennt ebenfalls das Elend, welches die Nachkriegszeit mit sich gebracht hat und entschloss sich somit über das Thema, das sie so plagt, zu schreiben – über die Armut. Dieses Thema sollte später auch zu einem Projekt werden, welches sie für ihren Bildungsweg verfolgt.

Zu Beginn sucht Blerta G. nach einem Weg, die Armut in ihrem Herkunftsland zu vermindern. Jedoch wird sie mit den niedrigen Möglichkeiten, welche die Arbeitswelt bietet und der hohen Arbeitslosigkeit im Kosovo konfrontiert, wodurch sie als einzigen Ausweg sieht, mit humanitären Mitteln gegen die extreme Armut zu kämpfen.

„Mich bedrückt die Armut in meiner Heimat. Die Ferien beginne ich immer voller Freude, komme jedoch mit Angst, Schmerz und Trauer zurück. Ich fing damals an über die dort herrschende Armut zu schreiben und suchte so nach einem Weg, wie man den Armen ein weitgehend normales Leben schenken kann.“

So entschließt Blerta sich dem in diesem Jahr gegründeten Kulturverein „Dore per Dore“ (z. dt.: „Hand in Hand“) anzuschließen, dessen Sitz sich in Frankfurt befindet. Sie wird Teil des Projektes „10 Städte – 10 Familien“, dessen Ziel es ist, den in schlechten Verhältnissen lebenden Menschen in dem Kosovo, zu helfen.

Der Verein verbindet junge, kultivierte Albaner, die neben ihren kulturellen Unternehmungen die Initiative ergriffen haben, hilfsbereit die in Armut lebenden Menschen zu unterstützen.

„Das Wort ‚Humanität‘  ist das Leuchten der menschlichen Seele.“, sagt Blerta Gashi, „Angefangen habe ich meinen Weg, indem ich eine Familie aus eigener Tasche unterstützt habe.“. Die erste Familie, die sie kennenlernt, ist die siebenköpfige Familie Shala, welche in Atmaxh lebt. „Bei der Familie herrscht eine extreme Armut“ beschreibt sie bedrückt die Lage der Familie, „Wegen seinem schlechten gesundheitlichen Zustand kann sich der Familienvater weder um die Familie kümmern noch arbeiten.“

„Auch ist es ein Elend wenn Kinder wegen der Armut für ein Stück Brot arbeiten gehen müssen, anstatt eine Schulbildung genießen zu dürfen. Diese Kinder müssen viel zu früh erwachsen werden.“, fügt Blerta mit Tränen in den Augen hinzu.

„Es gibt keine schönere Brücke als jene, welche die Menschen zusammenführt. Dieser Satz erfüllt mich voller Licht und lässt mich dieses Projekt fortsetzen.“ merkt Blerta an und erzählt voller Emotionen über das Treffen mit der ersten Familie – Familie Shala.

„Mit meinem Herzen habe ich angefangen und schnell habe ich so die erste helfende Hand gefunden. Diese ist das Ensemble der Tänze „Troja“ aus Winterthur in der Schweiz. Familie Shala konnten Hilfsmittel im Wert von 750 Schweizer Franken überreicht werden. Sie wurden mit sechs Metern Holz zum Heizen, Medikamenten, Winterklamotten, Taschen, Hefte und diversen anderen Schulutensilien, Nahrungsmitteln für circa vier Monate, Hygieneartikel und vielen weiteren dringend benötigten Dingen ausgestattet.“ berichtet uns Blerta über die stattgefundene Aktion. Die Familie war nach ihren Aussagen mehr als erfreut.

„Ich sah in ihren Augen Tränen der Freude aber auch sehr viel Schmerz. Einerseits hat die Freude über banale Dinge wie ein Heft, andererseits der Schmerz über ihren Lebenszustand mich sehr tief in der Seele getroffen. Jedoch habe ich beschlossen gemeinsam mit willensstarken Menschen die Hilfsbedürftigen zu unterstützen. Ebenfalls möchte ich an meine Mitmenschen appellieren, hilfsbereit gegenüber denen zu sein, die im Elend aufwachsen. Wir leben für die Dankbarkeit, Barmherzigkeit schafft Menschlichkeit. „

„Wir füllen unser Leben mit Glück indem wir anderen helfen.“ fügt Humanistin Blerta Gashi zum Schluss noch hinzu.

 


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