Der Debütpreis des Buddenbrookhauses würdigt literarische Erstveröffentlichungen, die neuen literarischen Stimmen Gehör verschaffen und lange über ihre Erscheinung hinaus nachhallen. Der Preis, der seit 2003 vom Lions Club Lübeck-Hanse vergeben wird, erinnert an eines der berühmtesten Debüts der Weltliteratur, den Roman Buddenbrooks des großen deutschen Schriftstellers Thomas Mann, berichtet albinfo.ch.
Alle zwei Jahre richtet sich der Fokus des Preises auf Autorinnen und Autoren, die mit ihrem ersten Roman neue Maßstäbe setzen. Seit 2024/25 ist der Preis mit 5.000 Euro dotiert und fest im literarischen Leben der Stadt Lübeck verankert.
Der Debütpreis 2024/25 geht an die mittlerweile bekannte Autorin mit albanischen Wurzeln aus dem Kosovo, Jehona Kicaj, für ihren Roman ë, ein stilles, aber kraftvolles Buch über Sprache, Erinnerung und Verlust, schreibt luebeck-verliebt.de. Die Geschichte folgt einer namenlosen Protagonistin, die im Kosovo geboren wurde und kurz vor Ausbruch des Krieges 1998 mit ihrer Familie nach Deutschland flieht.
Schon der äußerst kurze Titel ist symbolisch für das zentrale Thema des Romans: Der Buchstabe ë ist im Albanischen stumm, verändert jedoch Klang und Bedeutung der Wörter, in denen er vorkommt. So erzählt der Roman von Sprachlosigkeit, unausgesprochenem Schmerz und dem Versuch, eine eigene Stimme zu finden.
Mit einer präzisen, oft poetischen Sprache verbindet Kicaj persönliche Erfahrungen mit kollektiver Erinnerung und macht Entwurzelung und Trauma spürbar. Der Roman bewegt sich zwischen dokumentarischer Klarheit und literarischer Verdichtung und zeigt eindrucksvoll, wie Krieg und Vertreibung Körper und Geist prägen.
Zur Erinnerung: Der Roman ë von Jehona Kicaj stand im vergangenen Jahr auf der Shortlist für den bedeutendsten Literaturpreis Deutschlands, schreibt albinfo.ch.
Die Preisverleihung findet heute, am 3. Februar 2026, um 19.00 Uhr im Audienzsaal des Lübecker Rathauses statt und ist öffentlich zugänglich.













