DE Balkani

Konjufca an Kaja Kallas: “Machen Sie Serbien unmissverständlich klar, dass mit solchen Äußerungen kein Weg in die Europäische Union führt.”

Der Erste Stellvertretende Ministerpräsident des Kosovo und amtierende Außenminister sowie Diasporaminister Glauk Konjufca hat der Hohen Vertreterin der Europäischen Union, Kaja Kallas, einen Brief geschickt. Anlass war die Erklärung der serbischen Ministerin Snezhana Paunović, die vor wenigen Tagen sagte, sie hätte an der Stelle von Slobodan Milošević eine “ethnische Säuberung” im Kosovo durchgeführt.

In seinem Schreiben erklärte Konjufca, dass die spätere Distanzierung der serbischen Regierung lediglich formeller Natur gewesen sei und keine aufrichtige Reue erkennen lasse. Zugleich äußerte er seine Besorgnis über die verspätete Reaktion der Europäischen Union und forderte eine klarere und entschlossenere Haltung gegenüber einer Rhetorik, die seiner Ansicht nach Hass schürt und den Dialogprozess beschädigt.

Konjufca stellte außerdem eine Reihe von Forderungen. Er verlangte, dass die Europäische Union die Äußerungen der Ministerin Snezhana Paunović öffentlich verurteilt, die serbischen Behörden daran erinnert, dass solche Aussagen mit den europäischen Werten unvereinbar sind, und das Thema sowohl im politischen Dialog als auch im EU Beitrittsprozess Serbiens zur Sprache bringt, berichtet Albinfo.ch.

“Sie soll die Erklärung der Ministerin Paunović und die von ihr vertretene revisionistische Rhetorik klar, entschieden und öffentlich verurteilen.

Sie soll die serbischen Behörden offiziell daran erinnern, dass solche Äußerungen inakzeptabel und mit den europäischen Werten sowie den Anforderungen des Beitrittsprozesses zur Europäischen Union unvereinbar sind.

Sie soll dieses Thema im politischen Dialog zwischen der Europäischen Union und Serbien sowie im Beitrittsprozess angemessen ansprechen, damit Belgrad versteht, mit welchem Ernst die Europäische Union solche Vorfälle behandelt”, schreibt Konjufca.