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„MeGaherz“, eine Spitex mit Herz

"Unsere Spitex hat das Motto ‚Eine Familie für die Familie‘ und ‚Zusammen statt allein‘“. Vertrauen Sie uns und Sie lernen uns kennen. „Wir verstehen Ihre Bedürfnisse und passen uns Ihren Vorstellungen an", sagt Lumnije Memisi, Mitinhaberin von der Spitex "MeGaherz" in Uster.

Lumnije Memisi und Katrin Gartmann haben einen speziellen Dienst für häusliche Patientenversorgung eingerichtet. Der Name “MeGaherz” ergibt sich aus den ersten beiden Buchstaben der Nachnamen der beiden Gründerinnen, während das Herz ein Symbol für bedingungslose Herzlichkeit ist, da es neben Professionalität auch “viel Herz” mitbringt. Es bietet Dienstleistungen an, die nicht bei allen Spitexen in der Schweiz aufzufinden sind. In Zürich ist es das erste seiner Art.

Um unseren Leser:innen zu erläutern, worum es geht, hat albinfo.ch ein Interview mit der Miteigentümerin Lumnije Memisi geführt. Es ermutigt unter anderem die Albaner:innen der Schweiz, die die Dienste von der Spitex in Anspruch nehmen müssen, auch in Anspruch nehmen.

Albinfo.ch: Sie sind Inhaberin und Gründerin des Spitex-Dienstes “MeGaherz”. Wann haben Sie das Unternehmen gegründet, wo ist der Hauptsitz und wer ist für das Spitex verantwortlich?

Lumnije Memisi: Spitex MeGaherz wurde 2019 gegründet und am 1. September 2019 im Gesundheitszentrum Flor an der Loren – Allee, in Uster eröffnet. Verantwortlich sin Katrin Gartmann und ich.

Albinfo.ch: Wie viele Mitarbeiter:innen haben Sie ungefähr und über welche beruflichen Qualifikationen verfügen sie?

Lumnije Memisi: Aktuell sind wir 26 Mitarbeiter:innen und die meisten sind diplomierte Pflegefachleute aus den verschiedensten Fachbereichen; Pädiatrie, Psychiatrie, Akut und Langzeitpflege. Ebenfalls haben wir Mitarbeiter:innen welche Fachweiterbildungen im Bereich Palliativversorgung und Management absolviert haben.

Albinfo.ch: Sie sind daran interessiert, mehr albanische Kund:innen zu gewinnen. Denken Sie, dass diese ungern Spitex-Dienste zu nutzen? Wenn ja, was ist Ihrer Meinung nach die Begründung?

Lumnije Memisi: Unserer Meinung nach hat es wahrscheinlich mehrere Gründe, warum Spitex Leistungen noch so wenig beansprucht werden. Zum einen wissen die Menschen nicht, dass es möglich ist Zuhause versorgt zu werden und haben eventuell auch Scham externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und zum anderen ist es wahrscheinlich auch die Tradition, dass die Familie für die Familie sorgt. Dies ist ein sehr schöner Gedanke, welchen wir uns auch zum Motto gemacht haben.

„Eine Familie für die Familie“, denn wie wir alle wissen, ist es in der heutigen Gesellschaft sehr herausfordernd alles unter einen Hut zu bringen. Die Familie, die Kindererziehung, den Haushalt, die Arbeit usw. Und wenn dann ein Familienmitglied besondere Pflege und Betreuung benötigt, ist es sehr schwierig allem gerecht zu werden und da kommen wir zum Einsatz. Egal in welchem Alter der Mensch ist, vom Säugling bis zum Senior – wir sind für alle Altersklassen da.

Albinfo.ch: Was würden Sie Albanern sagen, die Ihren Service benötigen, ihn aber nicht nutzen?

Lumnije Memisi: Haben Sie Vertrauen und lernen Sie uns kennen. Wir verstehen Ihre Bedürfnisse und passen uns wann immer möglich, Ihren Vorstellungen an.

Albinfo.ch: Haben Sie albanische Mitarbeiter:innen?

Lumije Memisi: Ja wir beschäftigen sowohl Frauen wie auch Männer mit albanischer Abstammung.

Wir sind ein sehr international aufgestelltes Team.  Unser Team besteht aus ca. 10 Nationalitäten.

Schon die Inhaberinnen haben unterschiedliche Nationalitäten albanisch und deutsch – und dieses Tandem funktioniert ausgezeichnet.

Auch wenn man sehr oft von Unterschieden spricht – kommen die Gemeinsamkeiten im Alltag zum Tragen und jeder kann seine Stärken dort einsetzen, wo Sie gebraucht werden.

Und da die Kommunikation einer der wichtigsten Faktoren ist, um den Menschen zu helfen und zu verstehen, ist es natürlich ein riesen Vorteil, dass wir in der Muttersprache die Konversationen führen und somit den Menschen Sicherheit geben können.

Albinfo.ch: Was Sie wahrscheinlich von der Konkurrenz abhebt, scheint der Baby-Service (Kinderspitex) zu sein. Was beinhaltet dieser Service?

Lumnije Memisi: Das ist richtig, die Kinderspitex ist ein Bereich, der nicht von vielen Anbietern geboten wird. Im Bereich Kinderspitex geht es um Kinder, welche die verschiedensten Erkrankungen aufweisen und besondere Pflege und Überwachung zu Hause benötigen. Die Eltern werden im Umgang mit den Kindern auch geschult aber, da Sie nicht 24 Stunden am Tag die Pflege alleine übernehmen können gibt es uns, wir sind da um zu unterstützen – meistens Nachts, damit die Eltern den notwendigen Schlaf bekommen um sich tagsüber um Ihre Kinder kümmern zu können.

Oftmals haben diese Kinder Schwierigkeiten beim Atmen und benötigen eine Kanüle um den Atemvorgang zu unterstützen. Diese Kanüle benötigt spezielle Pflege eine Infusionstherapie oder einen Verband und damit sie dafür nicht ins Spital gehen müssen – gehen wir zu Ihnen nach Hause und machen dies in der gewohnten Umgebung der Kinder.

Albinfo.ch: Und sollten Sie spezialisierteres Personal für Kinder haben?

Lumnije Memisi :  Ja dies ist vorgeschrieben von der Behörde, welche die Leistungen bezahlt, der Invaliden Versicherung, deshalb ist es eine Besonderheit der Spitex „MeGaherz“. Unser Anteil an diplomierten Pflegefachleuten ist sehr hoch im Vergleich zu anderen Spitex Organisationen – Unser Diplomiertenanteil beträgt 85 %.

Albinfo.ch: Sie haben auch den “Mutter-Kind” -Dienst. Was bietet dieser Service?

Lumnije Memisi: Den Mutter- Kind Dienst bieten wir nach der Geburt des Kindes an. Sobald die Mutter das Baby nach Hause genommen hat, hat sie Anspruch auf eine sogenannte Wochenbettbetreuung. Es gibt Hebammen, die das anbieten oder aber Pflegefachleute welche zu den Familien nach Hause gehen und dort die Untersuchungen und Beratungen für Mutter und Kind übernehmen. Beim Neugeborenen zum Beispiel: Temperaturkontrolle, Hautkontrolle, Nabelschnurkontrolle, Baby – Bad Anleitung und Instruktion für die Mütter, Stillanleitung, Kontrolle bei der Mutter, ob alles in Ordnung ist nach der Geburt

Albinfo.ch: Woraus besteht der psychiatrische Dienst? Haben Sie auch Psychiater unter sich?

Lumnije Memisi: Psychiatrische Pflege und Betreuung ist sehr individuell, wie der jeweilige Mensch, der sie benötigt. Oft geht es darum mit Gesprächen dem Menschen in seiner aktuellen Situation zu unterstützen. Es kann eine chronische Erkrankung sein oder aber eine neue Herausforderung im Leben. Wir besprechen mit ihnen was das Ziel ist und planen die notwendigen Massnahmen und helfen bei der Umsetzung. Jetzt nach einem Jahr COVID Pandemie, merken wir immer mehr, dass die notwendigen Massnahmen, den Menschen schon sehr auf das Gemüt schlagen und die soziale Isolation eine Herausforderung für uns alle bedeutet. Auch hier versuchen wir den Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen, um mit der Situation besser umgehen zu können – da werden wir recht erfinderisch. Und was hier auch wieder zum Tragen kommt, ist die mögliche Kommunikation auf Muttersprache.

Für dieses Fachgebiet benötigt es auch wieder speziell ausgebildete Mitarbeiter:innen, welche wir bei der Spitex „MeGaherz“ haben.Immer in Zusammenarbeit mit der behandelnden Ärzteschaft – den Psychiatern.

Albinfo.ch: Erzählen Sie uns etwas über Palliativpflege: Was beinhaltet dieser Service?

Lumnije Memisi: Palliativpflege bedeutet, wenn eine Erkrankung unheilbar ist, dem Menschen die bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen. Und dies, wenn immer möglich, zu Hause.

Keiner ist gerne im Spital und auch hier wieder, gerade in der jetzigen Zeit wo Kontakte zum Schutz aller beschränkt werden müssen, ist es für Menschen, welche sich im letzten Abschnitt ihres Lebens befinden, äusserst wichtig, so lange wie möglich im eigenen Umfeld bleiben zu können. Gemeinsam mit allen Fachspezialist:innen werden dann mit dem Betroffenen und deren Angehörigen die optimale Pflege und Betreuung zu Hause geplant.

Grosse Themen in diesem Bereich sind unter anderem die Kontinuität, Gespräche und auch das Schmerzmanagement, wir von der Spitex „MeGaherz“ und die Fachexperten:innen, versuchen den Betroffenen und ihren Angehörigen diese Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten

Albinfo.ch: Was ist die nahe Zukunft Ihres Spitexes: Haben Sie Pläne, das Angebot zu erweitern?

Lumnije Memisi: Wir sind jetzt 1 Jahr und 7 Monate unterwegs und diese Zeit war geprägt von Aufbau und Wachstum.

Unsere Mitarbeiter:innen sind unsere grösste Stärke, mit Ihrem Know – How und ihrem herausragenden Einsatz zum Wohl unserer Klienten und Klientinnen und somit für unsere Spitex „MeGaherz“, sind wir schon so weit gekommen.

Wir haben ein grandioses Team und bauen unsere Kapazitäten in allen Fachrichtungen weiter aus.

Da wir einen sehr hohen Qualitätsanspruch an uns und unsere Arbeit haben, werden die Prozesse stetig überprüft und angepasst.

spitexmegaherz.ch

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