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„Orden der Unabhängigkeit“ für alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey

Micheline Calmy-Rey zeigt sich geehrt über die Auszeichnung durch den jüngsten europäischen Staat Kosovo. Im Interview schildert die ehemalige Bundespräsidentin Ihre Erinnerungen vom 17. Februar 2008, den Tag der Unabhängigkeitserklärung Kosovos.

Präsidentin, Vjosa Osmani hat die ehemalige Bundespräsidentin, Micheline Calmy-Rey für die kontinuierliche Unterstützung der Schweiz während dem historischen Prozess der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo mit der Medaille „Orden der Unabhängigkeit“ ausgezeichnet.

Durch die verfassungsmässigen Befugnisse ist die Dekorierung Ihrer Exzellenz, Frau Micheline Camly-Rey auch für die Republik Kosovo eine besondere Ehre, betonte Präsidentin Osmani während der Auszeichnungszeremonie.

„Diese Medaille wird für den wertvollen politischen Beitrag verliehen, den Frau Calmy-Rey für die Unabhängigkeit des Kosovo und für die Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Republik Kosovo und der Schweizerischen Eidgenossenschaft geleistet hat.“, sagte Präsidentin Osmani während der Berichterstattung von RTK.

Die ehemalige Bundespräsidentin zeigt sich geehrt und schildert Ihre Erlebnisse vom 17. Februar 2008.  „Danke Frau Präsidentin. Es ist mir eine grosse Ehre diese Auszeichnung des Staates Kosovo entgegenzunehmen. Ich möchte erzählen, wie ich den Unabhängigkeitstag des Kosovo erlebt habe. Wie Sie wissen, war ich auch im politischen Prozess der Unabhängigkeit Kosovos involviert.

Die Schweiz entschloss damals, dass bevor „Standards vor Status“ ausgerufen wird, das Wort „Status vor Standards“ deklariert werden sollte. Dadurch sollen die Menschen Verantwortung für ihr eigenes Land im Kosovo übernehmen können. An diesem besagten Tag reiste ich zu einer kleinen Schweizer Stadt, namens Wil. Dort sollte ich einer Zeremonie bei der albanisch-katholischen Kirche beiwohnen.

Ich wusste nicht, dass es ein besonderer Tag werden sollte, weil dieser Besuch bereits seit Monaten geplant war. Als ich den Bahnhof erreichte, wurde ich vom albanischen Priester der katholischen Kirche empfangen. Er sah mich an und sagte: „Frau Calmy-Rey, es ist ein Wunder!“ Ich fragte: „Was?“ Er sagte mir: „Es ist ein Wunder, heute hat Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt und Sie kamen hierher, es ist wie ein Wunder.“, führt die ehemalige Bundespräsidentin, Calmy-Rey über die Emotionen an diesem Tag aus.

Sie betonte weiter, dass die Schweiz zu den ersten Ländern gehöre, die beim Sicherheitsrat in New York über die Unabhängigkeit des Kosovo gesprochen habe und auch darauf hingewiesen hätte, dass es bis anhin nicht einfach sei, in dieser Region im Balkan zu leben.

„Dadurch wurde ich auf der internationalen Arena als Anwältin für die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Und das erinnert mich an den Schweizer Freiheitskampf im 13. Jahrhundert. Heute ist es nicht einfach für Sie, es ist schwierig für Sie, ich weiss es. Denn Sie sind hier im Kosovo, in einer Region mit Spannungen zwischen Osten und Westen. Sie können sich auf uns verlassen, wir engagieren uns hier mit Schweizer Truppen, wir engagieren uns hier konkret, auch ich, obwohl ich nicht mehr bei den Schweizer Staatsbehörden bin», untermauerte die ehemalige Bundespräsidentin der Schweiz.

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Driter Gjukaj


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