Foto: albinfo.ch Der Dichter Isuf Sherifi liest Passagen aus dem Buch vor
Integration
Buchvernissage der Schweizer Schriftstellerin Elisabeth Kaestli in St. Gallen: „7 Brüder und 7 Schwestern“
Përurohet në St. Gallen libri i gazetares zvicerane Elisabeth Kaestli, “7 vëllezër e 7 motra”
Wer angesichts der vielen Menschen, die Kosova Richtung Westen verlassen, Trost sucht, kann sich das neueste Buch der in Prishtina wohnhaften Schweizer Autorin Elisabeth Kaestli kaufen.
„Sieben Brüder und sieben Schwestern“ ist ein Buch, das vom Schicksal einer albanischen Familie erzählt, die ein besseres Leben irgendwo ausserhalb von Kosovo sucht. Protagonisten dieses schmerzhaften Berichts vom Verlassen der Heimat sind die vierzehn Kinder der Familie Reka aus einem weit abgelegenen Dorf der Gemeinde Kaçanik im Grenzgebiet Kosovo-Makedonien.
„Die Geschwister Reka erzählen vom schwierigen Leben im Dorf in den 60er-Jahren und von ihren unterschiedlichen, manchmal abenteuerlichen Wegen in die Welt hinaus. Ihre Berichte geben ein detailliertes Bild der Emigration in Kleinformat, etwas, das uns in Europa tausendfach begegnet“, heisst es im Nachwort des Buches. Engagierte Personen aus der albanischen Diaspora in der Schweiz organisierten für die Autorin in St. Gallen eine Vernissage, zu der einige Dutzend Leserinnen und Leser erschienen. Darunter waren auch die Dichter Isuf Sherifi, Muharrem Blakaj und Shefqet Dibrani. Letzterer verfasste eine der besten Kritiken des Buchs, wie dessen Übersetzerin, Ajtene Asani Xhemajli, sagte.
Elisabeth Kaestli sagte, sie sei glücklich, dass heute so viele Albaner zur Vernissage gekommen seien, mit Schweizerinnen erginge es ihr anders.
„Das ist eine wahre Geschichte einer grossen Familie aus dem Dorf Kërbliq. Die Familie hat tatsächlich sieben Söhne und sieben Töchter, die eine ganze Generation bilden“, sagte sie. „Das erste Kind kam 1949 zur Welt, das letzte 26 Jahre später.“
Von den vierzehn Kindern gingen elf ins Ausland, wozu sie die harte wirtschaftliche Lage, der politische Druck und der Krieg bewegt hatten. Sie verteilten sich von Makedonien über die Schweiz und bis nach Kanada, erzählt die Buchautorin aus der Geschichte der Familie.
Sie wurde durch diese Familie inspiriert, das typische Leben der Albanerinnen und Albaner zu beschreiben. “Für mich ist dies eine Geschichte aus Kosova, in der ich, ausgehend von einer Familie, viele Dinge zeigen konnte, die für euch Albanerinnen und Albaner typisch sind.“
Das Buch „Sieben Brüder und sieben Schwestern“ wurde von den Anwesenden und Literaturkritikern in hohen Tönen gelobt. Viele Komplimente erhielt auch die Übersetzerin des Buches vom Deutschen ins Albanische, Ajtene Asani Xhemajli.
„Geschichten von albanischen Familien mit vierzehn Kindern, wenn sie auch nicht typisch sind, gibt es. Und wenn du unter zehn gehen willst und ein Buch über eine Familie mit sieben schreibst, dann übergeh mich nicht, denn ich habe dir viel zu erzählen“, sagte der Volksdichter Shefqet Asani zu der Autorin.
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