Nachrichten
400 Tausend Migranten besuchen Kosovo im Sommer
„Wir haben in zwei Jahren ca. 400 Tausend Personen registrieren können, in denen die Zahl der Besucher im Sommer erfasst wird“.
Gemäss Berechnungen des Ministeriums der Diaspora verbringen ca. 400 Tausend kosovarische Bürger, die im Ausland leben, ihre Sommerferien im Kosovo. Diese Daten stammen aus der Registrierung der kosovarischen Diaspora, die seit 2013 durchgeführt wird.
Der politische Berater im Diasporaministerium, Kushtrim Sheremeti, erwähnt für das Radio Freies Europa, dass viele Sektoren davon profitieren. „In den letzten zwei Jahren konnten ca. 400 Tausend Personen registriert werden. Es ist ein enormes touristisches Potential und ich hoffe, dass die kosovarische Regierung sowie die Institutionen mit diesen Zahlen noch bessere politische Rahmenbedingungen in verschiedenen Sektoren schaffen können.“, so Sheremeti.
Nach der Sommersaison bleiben deutlich weniger Migranten im Kosovo. Dies ist ersichtlich auch an der Anzahl Autos mit ausländischen Kennzeichen.
Auch im Bereich der Gastronomie ist ersichtlich, dass die Öffnungszeiten verkürzt wurden. In den Monaten Juli und August verlängern viele Lokale ihre Öffnungszeiten bis zur Mitternacht.
Die Migranten geben während ihrer Ferien viel Geld aus, insbesondere für Immobilien. Viele davon sparen über das ganze Jahr, um Ferien im Kosovo verbringen zu können. Einige geben bis zu vier Tausend Euro in einem Monat aus.
So zum Beispiel Lutfi Thaçi aus der Gemeinde Vushtrri, der seit mehr als 30 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Er gibt vier Tausend Euro in den Ferien aus, wobei Ausgaben für Immobilien nicht einberechnet sind.
„Ich arbeite 11 Monate für 1 Monat Ferien. Die Ersparnisse von 11 Monaten gebe ich in einem Monat aus. Sowohl für die Ferien mit der Familie, aber auch um meinen Verwandten im Kosovo zu helfen.“, so Thaçi.
Wirtschaftsexperten bestätigen, dass der Besuch der Migranten im Kosovo ausser für die Bindung der neuen Generationen mit dem Herkunftsland auch für die Ankurbelung des Konsums und des Geldumlaufs sehr wichtig ist.
Musa Limani, Wirtschaftsprofessor, sagt für das Radio Freies Europa, dass die Diaspora eine grosse Bedeutung sowohl politisch, als auch wirtschaftlich hat.
„Ihr Kommen hat eine grosse Bedeutung, einerseits, weil sie die Kinder mitbringen und ihnen zeigen, woher sie kommen. Andererseits, sie tragen wesentlich zur Steigerung des Konsums bei. Da sie eine höhere Kaufkraft haben, geben sie mehr aus, insbesondere im Dienstleistungssektor.“, so Limani.
Andere Experten schätzen, dass die Migranten insgesamt 1 Milliarde Euro während der Sommersaison und der Endjahresfeiertage ausgeben.
Neben den Ausgaben, die sie im Kosovo tätigen, helfen viele ihren Familien im Kosovo während des ganzen Jahres. Laut offiziellen Angaben, die Summe der Sendungen der Emigranten erreicht jährlich ca. 600 Millionen Euro.
Weitere aus Nachrichten

Der albanische Fussballverband setzt seine Talentsuche in der Diaspora fort: “Open Stage” am 27. Juni in New York.
- Die Botschaft: Schweizer Unternehmen in Albanien sind wichtig für unsere bilateralen Beziehungen.
- GESS Who! organisiert seine erste internationale Reise, 23 Studierende der ETH Zürich erkunden den Kosovo.
- Deutschland zu den Warnungen vor einer Reduzierung der KFOR-Truppen: Wir werden unser Engagement im Kosovo fortsetzen
E-Diaspora
-
Der albanische Fussballverband setzt seine Talentsuche in der Diaspora fort: “Open Stage” am 27. Juni in New York. Der albanische Fussballverband setzt seine Arbeit zur Identifizierung und Förderung albanischer Fussballerinnen und Fussballer fort, die... -
Zürich tanzte am ersten Tag des Alba Festivals 2026 im albanischen Rhythmus. -
Leo beschäftigt rund 200 Mitarbeitende in der Schweiz und mehrere Dutzend weitere im Kosovo. -
Der albanische Boxer Luis Vela wird im Alter von 19 Jahren WBC-International-Champion. -
In den USA wird die Ausstellung “Freiheit” des kosovarischen Fotografen Hazir Reka eröffnet.
Leben in der Schweiz
-
Zürich tanzte am ersten Tag des Alba Festivals 2026 im albanischen Rhythmus. Im Herzen von Zürich haben junge Albanerinnen und Albaner am ersten Tag des Alba Festivals 2026... -
Leo beschäftigt rund 200 Mitarbeitende in der Schweiz und mehrere Dutzend weitere im Kosovo. -
Die Sängerin A R B Ë R E S H Ë, ein intuitiver Zugang zum Gesang und zur Neuinterpretation der albanischen Musiktradition. -
“She Leads 2026” brachte albanische Unternehmen aus der Schweiz, dem Kosovo und Nordmazedonien zusammen. -
Florim Kadriu: Die Solidarität der Gesellschaft hat die Verbreitung der Angst besiegt












