CH-Balkan
Kosova zwischen Protesten und Wahl des neuen Staatschefs
Während die Opposition sich auf die für den 17. Februar angekündigten Proteste vorbereitet, treiben die Regierungsparteien die Vorbereitungen für die Wahl des Staatspräsidenten voran. Laut dem parteipolitischen Abkommen soll Hashim Thaci der nächste Präsident von Kosova werden.
In Kosova herrscht nun seit sechs Monaten die grösste politische Blockade seit der Erklärung der Unabhängigkeit – die Kluft zwischen den Regierungsparteien und der Opposition vertieft sich weiter. Während die Opposition sich auf die für den 17. Februar (8. Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit) vorbereitet, treiben die Regierungsparteien die Vorbereitungen für die Wahl des Staatspräsidenten voran. Laut dem Koalitionsvertrag zwischen PDK von Aussenminister Hashim Thaci und LDK von Premierminister Isa Mustafa wird Hashim Thaci der nächste kosovarische Staatschef.
In einer feierlichen Parlamentssitzung soll der neue Präsident gewählt werden – und zwar noch im Februar, spätestens am 9. März. Am 9. April läuft das 5-jährige Mandat der aktuellen Staatspräsidentin Atifete Jahjaga ab.
Vize-Regierungschef Hashim Thaci ist davon überzeugt, dass er der nächste kosovarische Präsident sein wird. Dies entspricht auch dem Willen der Mehrheit der kosovarischen Bürger, der durch die Abgeordneten im Parlament vertreten wird, so Thaci. Er rief die Oppositionsparteien, “die die Wahlen nunmal verloren haben”, den Willen des Volkes zu respektieren.
Doch die Opposition hält weiter an ihrem Protestkurs fest – die Demonstration am 17. Februar werde stattfinden; es soll die grösste Demonstration werden, die je in Kosova nach dem Ende des Krieges stattgefunden hat.
Die für den 17. Februar angekündigte Demonstration ist die zweite innerhalb einer kurzen Zeit. Am 9. Januar demonstrierten Zehntausende Menschen gegen die Regierung. Auch wenn der Protest friedlich verlaufen sollte, warfen einige Protestierende Molotow-Coctails auf die Polizei und auf das Regierungsgebäude – die Polizei setzte Tränengas ein. Dutzende Demonstranten wurde verhaftet, mehrere Einsatzkräfte der Polizei wurden verletzt.
Der Ex-Chef von Vetëvendosje! Albin Kurti ist davon überzeugt, dass der Protest vom 17. Februar massiver sein wird als der Protest vom 9. Januar. “Die Demonstration vom 9. Januar war die grösste nach dem Ende des Krieges. Diesen Rekord müssen wir am 17. Februar brechen”, so Kurti.
Die kosovarische Opposition blockiert seit Monaten die Arbeit des Parlamentes und besteht neulich auf Neuwahlen, nachdem das Verfassungsgericht feststellte, dass mit dem Abkommen mit Serbien zur Gründung des Bundes von Gemeinden mit serbischer Mehrheit die Verfassung des Landes gebrochen worden ist. Dies führt automatisch zur Neuwahlen, fordert die Opposition.
Doch die Botschafter der Länder mit grossem Einfluss in Kosova sind gegen Neuwahlen – sie fordern die Opposition auf, ins parlamentarische Leben zurückzukehren.
Die deutsche Botschafterin in Prishtina Angelika Viets sagt, die Wahlen würden das Land zum jetzigen Zeitpunkt nicht voranbringen. Gegenüber kosovarischen Medien sagte sie, die Opposition müsse lernen, die Entscheidungen der Mehrheit zu respektieren. “Neben den Verlieren der Wahlen, verlieren die Menschen sehr viel an Zeit, das Land verliert Steuergelder und die Hoffnung für eine bessere Zukunft für unsere Kinder”, so Viets.
E-Diaspora
-
Zwischen Washington, Straßburg und der Schweiz baut LUGINAS ein innovatives Organisationsmodell für die Diaspora auf Interview von albinfo.ch mit dem Vorstand des Verbands der Vereine aus Presheva, Medvegja und Bujanoc in... -
Der Film “La Beauté de l’Âne” wird in Bern im Rahmen der Woche der Frankophonie gezeigt -
Petrit Krasniqi, neuer Leiter der Investitionen beim Versicherungsfonds der Lehrpersonen in Bern -
Ylfete Fanaj wird zur Präsidentin des Strafvollzugskonkordats der Nordwest und Zentralschweiz gewählt -
Granit Xhaka erzählt über die Opfer seiner Familie
Leben in der Schweiz
-
Die Buchmesse in Genf zieht bei der Jubiläumsausgabe 60 000 Besucher an Die Buchmesse in Genf hat ihre 40. Ausgabe erfolgreich abgeschlossen und während der fünf Veranstaltungstage rund... -
Zehn Fachärzte aus Kosovo kommen in die Schweiz für Weiterbildungen, organisiert von der LMShZ -
Petrit Krasniqi, neuer Leiter der Investitionen beim Versicherungsfonds der Lehrpersonen in Bern -
“Alle nennen ihn Rexho” kommt nach Zürich nach einer erfolgreichen Tour durch Europa -
Der Kanton Zürich schenkt der Stadt Gjilan ein Feuerwehrfahrzeug











