E-Diaspora
Der Rat der Albaner rügt diskriminierende Politik der Versicherungsfirmen gegenüber den Albaner der Schweiz
Der Rat der Albanerinnen und Albaner der Schweiz verlangt Transparenz betreffend der Berechnung der Autoversicherungsprämien für albanische Versicherungsnehmer.
Die auf der Vergleichsplattform comparis.ch veröffentlichte Studie bestätigt das, was schon längst bekannt ist: Albanische Versicherungsnehmer bezahlen in der Schweiz viel höhere Prämien für ihre Autoversicherung als Schweizer Versicherungsnehmer. Auch im Vergleich zu anderen Ausländergruppen bezahlen die Albaner deutlich mehr.
Diese Preispolitik, getrieben durch die Versicherungsindustrie, ist skandalös und diskriminierend. Zudem entbehrt sich die Berechnungsgrundlage jeglicher Logik.
Wir sind uns bewusst, dass Versicherungsprämien auf einer Risikoberechnung basieren: Gruppen, die ein höheres Risiko aufweisen, müssen mit ihren höheren Prämien das Schadensrisiko tragen. Die Tatsache, dass die Albaner deutlich höhere Prämien für die Autoversicherung zahlen müssen, bedeutet, dass die Versicherer dem Merkmal „Nationalität: Albaner“, offenbar ein unverhältnismässig höheres Risiko beimessen. Eine solche Praxis beruht auf groben Vorurteilen und ist stark diskriminierend.
Eine derartige Vorgehensweise ist ausserdem unverständlich: Wenn die Nationalität “Albaner” offensichtlich massgebend für die Prämienberechnung ist, wie ist demzufolge der Unterschied zwischen einem Albaner mit einer Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C und einem eingebürgerten Schweizer-Albaner zu erklären? Der Studie zufolge bezahlt der albanische Versicherungsnehmer, dem aus nicht nachvollziehbaren Gründen ein signifikant höheres Risiko zugemessen wird, aufgrund seiner Staatsangehörigkeit eine bis zu 95% höhere Prämie für die Autoversicherung bis zur Einbürgerung. Ist der gleiche Versicherungsnehmer nach der Einbürgerung nun ein verantwortungsbewussterer Autofahrer? Nach welchen massgebenden Kriterien erfolgt die Neubeurteilung des Schadensrisikos? Was hat sich nun entscheidend geändert, abgesehen von der Staatsangehörigkeit?
Albanische Kunden erwarten von den Versicherungsgesellschaften eine klare Stellungnahme in dieser Angelegenheit.
Der Rat der Albanerinnen und Albaner der Schweiz verlangt Transparenz betreffend der Berechnung der Autoversicherungsprämien für albanische Versicherungsnehmer. Nach welchen Kriterien wird die albanische Nationalität als hohes Risiko bei der Prämienberechnung eingestuft? Anhand welcher Daten wird dies belegt?
Der Rat der Albanerinnen und Albaner der Schweiz hat auch früher gegen diese Ungerechtigkeit die Stimme erhoben und wird sich weiterhin gegen diskriminierende Praktiken der Versicherungsgesellschaften gegenüber den albanischen Versicherungsnehmern einsetzen.
https://www.comparis.ch/…/autoversicherung-preisunterschied…
E-Diaspora
-
Kurti: Diaspora und die Zusammenarbeit mit Deutschland als Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung Kurti: Über finanzielle Fördermittel aus Deutschland hinaus braucht Kosovo Zugang zum Markt ... -
Kanada
Vom Kosovo ins Parlament Kanadas, eine Geschichte von Erfolg und Anerkennung -
Zvicër
“Eine Sprache für den Schmerz”, die Geschichte einer kosovarischen Familie für den renommierten Journalismuspreis in der Schweiz nominiert -
Olso
Akademischer Erfolg, Fikri Hajdari erlangt den Doktortitel in Norwegen -
Londër
Besa Sharrah wird zum Mitglied der Kommission für Osteuropa in Ohio ernannt
Leben in der Schweiz
-
Zvicër
“Eine Sprache für den Schmerz”, die Geschichte einer kosovarischen Familie für den renommierten Journalismuspreis in der Schweiz nominiert Die bewegende Geschichte über das Leben von Saisonarbeitern aus dem Kosovo wurde unter die neun besten... -
5 Jahre Erfolg in der Schweiz: Dorina Karafili und der Weg von “Dotax Treuhand” -
Zvicër
Schweiz: Ausstellung der albanischen Künstlerin Dorina Ukgjini eröffnet -
Großer Erfolg für Riola Xhemaili, niederländische Meisterin mit PSV Eindhoven -
Die albanische Gewerkschaftsgruppe “Aktivistët” bei Unia organisiert eine Informationsveranstaltung in Zürich













