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Neujahrsansprache von Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Ich befinde mich in der Stiftsbibliothek in St.Gallen.
Dieses wunderbare Gebäude ist Teil des Weltkulturerbes Stiftsbezirk St.Gallen. Die Bücher und Schriften in der Bibliothek haben eine grosse Bedeutung.
Eine besondere Kostbarkeit ist der so genannte Abrogans.
Es ist das älteste erhaltene Buch in deutscher Sprache.
Im Abrogans findet sich ein Wörterbuch mit lateinischen und althochdeutschen Begriffen. Das erste Wort ist «Abrogans». Es wird mit «bescheiden» und «demütig» übersetzt.
Ich finde, dieses Buch passt gut zu unserem Land.
Bescheidenheit im guten Sinn ist ein traditioneller Schweizer Wert. Sie ist für das Funktionieren unserer Institutionen und für ein gutes Miteinander eine Grundvoraussetzung.
Wir leben in einer einzigartigen Staatsform. Die Bevölkerung bestimmt direkt mit.
Das bringt aber auch Verantwortung mit sich. Unsere direkte Demokratie lebt davon, dass man Entscheide auch dann akzeptiert und mitträgt, wenn man selber anders entschieden hätte.
Hätten wir diese Demut vor der Demokratie nicht, würde jede Entscheidung zu Verwerfungen führen.
Indem wir unsere demokratischen Institutionen und Entscheide achten, stärken wir die Grundlagen unseres Zusammenlebens.
Die Schweiz ist auch ein Land des Kompromisses. Der Kompromiss ist es, der mehrheitsfähige Lösungen oft erst möglich macht.
Für den Kompromiss braucht es die Einsicht, dass auch andere berechtigte Anliegen haben. Man muss bereit sein, sich entgegenzukommen.
Damit schliesst sich der Kreis zur Bescheidenheit.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Wir blicken einmal mehr auf ein bewegtes Jahr zurück.
Ich würde Ihnen gerne sagen, dass das neue Jahr ein ruhiges sein wird. Aber ich weiss genauso wenig wie Sie, was uns 2025 bringen wird.
Was ich aber sicher weiss: Wir können dieses neue Jahr mit Zuversicht anpacken. Die Schweiz ist stark und handlungsfähig. Unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen funktionieren. Unser Gemeinsinn ist fest verankert. Wir können Lösungen finden.
Das ist keine Selbstverständlichkeit und dafür können wir dankbar sein. Der Dank gebührt dabei all jenen, die jeden Tag zum Gelingen unseres Zusammenlebens beitragen, in unseren politischen und sozialen Institutionen, in der Wirtschaft, der Kultur, im Privaten. Der Dank gebührt also Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Jeder von uns hat es ein Stück weit in der Hand, zum Gelingen unseres Zusammenlebens beizutragen. Das gilt auch für 2025.
Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr.
Diese Rede wurde in der Stiftsbibliothek in St.Gallen aufgezeichnet.
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